BWI Ausgabe 01/2026

te arbeitet. Auch eine Möblierung mit neuen Farbtönen und Beleuchtungsoptionen schafft gerade am Waschtisch einen großen Effekt. Ein modernes Baddesign verwendet ähnliche Styling-Elemente wie der übrige Wohnraum. Dabei lassen sich wechselnde Lichtinszenierungen, Textilien und Accessoires effektvoll einsetzen. Zimmerpflanzen übernehmen im Bad als Luftverbesserer eine genauso funktionale wie dekorative Rolle. Werden natürliche, erdige oder pastellige Töne weiter an Bedeutung gewinnen? Seit ein paar Jahren sehen wir neue Farben im Badezimmer, es kommt also durchaus wieder mehr Farbe ins Badezimmer – und Farbe ist ja nicht gleich bunt, sondern umfasst auch die Neutralpalette an Grau- und Beigetönen bis hin zu den derzeit besonders angesagten natürlichen Schoko-, Rosé- oder Grüntönen. Auch Materialien werden als Farbgeber eingesetzt: Marmor, Stein und Holz werden im Dekor bei Möbeloberflächen oder High Pressure Laminaten (HPL) zitiert. Bis auf einige Ausnahmen in erdigen und natürlich-zarten Farben, die einen besonders exklusiven Look vermitteln, dürfte bei der eigentlichen Sanitärkeramik- bzw. Mineralgussausstattung aber Weiß dominant bleiben. Welche Entwicklungen beobachtet Ihre Vereinigung bei Sanitärkeramik, Möbeloberflächen oder Armaturen? Um Wohnlichkeit ins Badezimmer zu bringen, werden oft natürliche Materialien imitiert – etwa durch eine Holzoptik bei Möbeln oder Fliesen. Derzeit sind großformatige Fliesen oder gespachtelte Oberflächen ein zunehmend beliebtes Tool, um das tradierte Bild vom Bad aufzubrechen. Armaturen werden nicht mehr automatisch in Chrom-Optik gewählt, sondern können jede denkbare Farbe annehmen. In Metalltönen setzen sie, ähnlich wie Türklinken oder Steckdosen, im Bad wichtige gestalterische, markante Akzente. Insgesamt sind sanitäre Produkte wie Waschbecken, WC und Duschflächen durch moderne Oberflächen viel reinigungsfreundlicher geworden, auch wenn das Bad heute weniger glänzt als früher. Denn auch im Badezimmer sind matte Oberflächen angesagt – ein Trend, der sich nicht so schnell abnutzen wird. frühjahr 2026 19

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