Ein ergonomisches, altersgerechtes Bad ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Unabhängigkeit bis ins hohe Alter. Doch auch in jüngeren Jahren kann das Badezimmer bei gesundheitlichen Einschränkungen zur großen Hürde im Alltag werden. Ein Beispiel ist der Austausch der Badewanne gegen eine bodenebene Dusche. Das gefällt Jung und Alt. Wer ein „normales“ Leben möglichst lange genießen will, sollte rechtzeitig und präventiv das eigene Wohnumfeld altersfit gestalten. Eine aktuelle VDS-Umfrage legt nahe, die Umbaumaßnahmen nicht auf die lange Bank zu schieben. Investition in die Selbstständigkeit Irgendwann jenseits der 60 hat man nämlich immer weniger Lust und Energie für größere Umbauaktionen. Ein Dusch-WC übernimmt gerade im Alter eine wichtige Aufgabe und ist eine Investition in eine lange Selbstständigkeit. Höhenverstellbare Waschtische oder WCs sind meist nur mit großem Aufwand und hohen Kosten umzusetzen. Für eine zukunftssichere Badgestaltung geht es um die bestmögliche Verbindung von ressourcenschonender und komfortverbessernder Technik „hinter der Wand“ und dem Komfort „vor der Wand“. Damit macht man das Bad fit für künftige Energienutzungskonzepte sowie smarte Haustechnik und eine individuell bedarfsorientierte, komfortable und potenziell altersgerechte Nutzung. Es empfiehlt sich grundsätzlich, eine Badplanung so auszulegen, dass sich im Nachhinein noch Anpassungen vornehmen lassen – etwa zur Montage von Griffen. Kosten liegen meist höher Wenn es um die Kostenkalkulierung einer kompletten Neugestaltung des Badezimmers geht, fehlt es vielen an einer realistischen Einschätzung. Meist unterschätzt man den finanziellen Aufwand, der stark von der Raumgröße und dem Alter des Badezimmers, vom Anspruch an die Neugestaltung, von Wand- und Bodenbelag und der Art der verwendeten Materialien abhängt. Es sind nun einmal viele Gewerke involviert. Bei größeren Sanierungsprojekten kann es sinnvoll sein, sich einen Partner zu suchen, der einen hohen Anteil an vorkonfigurierten Elementen garantiert. Energieeffizienz mit Barrierefreiheit verbinden Um bei der Kostenschätzung frühzeitig einen praxisnahen Richtwert zu erhalSo wird Ihr Bad zukunfts- fähig Barrierefreiheit als Standard in der Badezimmerplanung Die erstaunlichste Entwicklung hat zuletzt wohl die Toilette durchlaufen: vom schamhaft versteckten Nutzgegenstand zum designstarken Lifestyleprodukt. Foto: HEWI 22 Wohnen
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