BWI Ausgabe 01/2026

Sechs Millionen Euro für die Energiewende proKlima 2026: Starkes Zeichen für den Klimaschutz Mit einem Förderbudget von über 6,2 Millionen Euro unterstützt proKlima die Wärmewende in den sechs Partnerkommunen und fördert den Umstieg auf klimafreundliche Technologien. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Wärmepumpen, Wärmenetzanschlüsse, Gebäudedämmung, Fenstertausch sowie Solarstromanlagen. „Die Wärmewende im Gebäudebestand ist das Herzstück der Energiewende. Mit proKlima profitieren die Menschen dabei finanziell. Gleichzeitig bringen wir unsere kommunalen Klimaschutzziele voran“, erklärt Greta Garlichs, Vorsitzende des Kuratoriums von proKlima. Nachfrage zu Wärmepumpen steigt Die Bilanz für 2025 zeigt: Alle förderfähigen Anträge konnten bewilligt werden. Insgesamt gingen mehr als 1.370 Förderanträge ein – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (1.335). Besonders erfreulich: Rund 3,1 Millionen Euro hat proKlima im vergangenen Jahr ausgeschüttet. Allein die Förderung für standardisierte Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energieversorgung für Gebäude im Massengeschäft umfasste 2,7 Millionen Euro. Die Wärmepumpe ist dabei die klare Gewinnerin des Jahres: Mit mehr als 320 Anträgen und einer Budgetnachfrage von über einer Million Euro hat sich die Zahl der Förderanträge gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Besonders gefragt waren Luft-Wärmepumpen, für die allein über 950.000 Euro bewilligt wurden. Für fünf Einzelförderprojekte stellte proKlima 326.000 Euro bereit – darunter die Unterstützung der Anschaffung von Balkon-PV-Anlagen für einkommensschwache Haushalte im Rahmen der Stromspar-Check-Kampagne der AWO-Region Hannover. Förderbudget 2026 Für das Jahr 2026 stellt proKlima insgesamt über 6,2 Millionen Euro bereit. Dabei stehen für die Förderung der Gebäudeheizung mit erneuerbarer Energie und Wärmenetzanschlüsse insgesamt 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Bei Anschluss an eine Nah- oder Fernwärmeleitung gibt es bis zu zehn Prozent Zuschuss zu den förderfähigen Investitionskosten. Neu im Förderprogramm sind attraktive Boni für die Wärmepumpe (Förderung bis zu 20 Prozent möglich) und Anpassungen der bisherigen Förderbausteine im Bereich Solarstrom. Für einen hohen Nutzungsgrad des zu Hause erzeugten Solarstroms belohnt proKlima neuerdings auch den Einsatz von Solar-Energiemanagementsystemen, die den Einsatz von Solarstromerzeugung, Hausstromverbrauch, Batteriespeicher sowie gegebenenfalls Wärmepumpe und Pkw-Ladestrom optimieren. Für die Förderung von Solarstromanlagen stehen rund eine Million Euro bereit. Auch die Dämmung von Gebäudewänden und Dächern sowie Austausch von Fenstern sind wichtige Effizienzbausteine für die kommunalen Klimaschutzziele. Für das nächste Jahr erhöht der enercity-Fonds bei Fenstern die Fördersätze und fördert den Fenstertausch mit Denkmalauflagen (bis zu 100 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche). Auch die Außenwanddämmung bei Mehrfamilienhäusern ist wieder im Förderangebot, sofern das Wärmedämmverbundsystem das Gütesiegel „Blauer Engel“ einhält. „Die Wärmewende gelingt nur, wenn alle mitmachen – Gebäudebesitzende, Unternehmen und Kommunen. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir diesen gemeinsamen Weg bestmöglich unterstützen“, so Matthias Wohlfahrt, Leiter der Geschäftsstelle des enercityFonds proKlima. INFORMATION proklima-hannover.de Foto: Adobe Stock/Iryna Paltsieva und K.-U. Häßler Die Wärmepumpe ist die klare Gewinnerin des Jahres 2025. 26 Wohnen

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