Ein Wohnhaus von 1956 zukunftsfähig machen und neuen Wohnraum schaffen: Das war das Ziel von Martin Schneider, als er vor fünf Jahren ein Mehrfamilienhaus in Hannover-Vahrenwald kaufte. Das Gebäude mit seinen vierzehn Wohnungen hatte lange Zeit einer Familie gehört, die sich 2021 aus Altersgründen von der Immobilie trennte. Schneider kennt sich von Berufswegen mit Immobilien bestens aus: Als Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr hat er Erfahrung mit Bestandsimmobilien sowie deren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Für den Umbau des Dachgeschosses holte er deshalb frühzeitig den Architekten Bernd Rockahr ins Boot; ein Sanierungskonzept sowie einen individuellen Sanierungsfahrplan lieferte der Energieberater Benjamin Rust. Seither hat das Haus einen neuen Dachstuhl, eine neue Eindeckung und neue Fenster erhalten, während die Rückfassade kompakt gedämmt wurde – wie Schneider es treffend formuliert, wurde „das Gebäude einmal komplett auf links gedreht“. Von den vierzehn Wohnungen sind heute bereits sieben vollständig modernisiert; die übrigen folgen sukzessive, sobald sie durch natürliche Mieterfluktuation frei werden. Außerdem sind im Dachgeschoss zwei neue, lichtdurchflutete Wohnungen von jeweils knapp 40 Quadratmetern entstanden. BAFA liefert sofort Weil sich das Haus im Grenzweg im Anschlussbereich der Fernwärme befindet, wandte sich der neue Eigentümer umgehend an den lokalen Energieversorger. Dabei stellte sich heraus, dass die Fernwärmeerschließung für den Grenzweg erst für 2028 vorgesehen war. Kein Problem, dachte sich Schneider, Ein Haus dreht sich auf links Vom Altbau zum Effizienzhaus: Wie ein Eigentümer die Wärmewende selbst in die Hand nahm Fotos: Pucknat Pictures/Schneider Das Haus im Grenzweg und ein Einblick in das frisch sanierteDachgeschoss. 36 Energiesparen
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