BWI Ausgabe 01/2026

BWI-Experten Wärmepumpen gelten gemeinhin als Heizung der Zukunft. 2025 wurden 55 Prozent mehr Wärmepumpen im Vergleich zu 2024 verkauft, der Verkauf herkömmlicher Verbrennerheizungen ging um zwölf Prozent zurück. Dabei sind Wärmepumpen bei der Anschaffung sehr viel teurer als herkömmliche Heizungen. Langfristig und unter Berücksichtigung staatlicher Förderung und Einsparungen bei Wartungs- und Betriebskosten rechnen sich Wärmepumpen dennoch. Bei einer Wärmepumpe entfallen Kosten für Schornsteinfeger oder Gaskontrollen. Kosten für fossile Brennstoffe wie Gas und Öl steigen kontinuierlich an. Im Schnitt heizt man mit Wärmepumpen 40 Prozent günstiger. Vorteile von Wärmepumpen Hohe Effizienz, niedrigere Betriebskosten und die Klimavorteile sprechen für sich. Moderne Wärmepumpen erreichen je nach System den vier- bis fünffachen Wärmeertrag aus der eingesetzten Energie im Vergleich zu Verbrennerheizungen. Durch die hohe Jahresarbeitszahl liegen die laufenden Heizkosten bei korrekt ausgelegten Anlagen im Schnitt rund ein Viertel unter Gas- und teils deutlich unter alten Ölheizungen. Da Wärmepumpen Umweltenergie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzen und keinen Brennstoff verbrennen, sinken direkte CO2-Emissionen spürbar; bei Ökostrom oder eigener PVAnlage verbessert sich die Bilanz weiter. Niedrige laufende Kosten Im Vergleich zu Brennwertkesseln mit Verbrennungstechnik gelten Wärmepumpen als relativ verschleißarm und benötigen seltener umfangreiche Wartungen. Auch hängen klassische Heizungen auf Basis von Gas und Öl stark von volatilen Brennstoffpreisen und klimapolitischen Vorgaben ab, während Wärmepumpen von der Elektrifizierung und dem Ausbau erneuerbarer Energien profitieren. Allerdings kann trotz Effizienz eine ungünstige Strompreisentwicklung die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe schmälern, während herkömmliche Heizungen dauerhaft von schwankenden Gas- oder Ölpreisen abhängig sind . Nachteile von Wärmepumpen Die Investition in eine Wärmepumpe liegt meist deutlich über den Kosten einer neuen Gas- oder Ölheizung. Insbesondere Erd- oder Grundwasseranlagen mit Bohrungen oder aufwändiger Erschließung können einen erheblichen Investitionsaufwand erfordern. Auch muss bei LuftWasser-Wärmepumpen mit einem erheblichen Leistungsabfall bei Kälte gerechnet werden. Zudem führen niedrige Außentemperaturen zu einem höheren Stromverbrauch und elektrische Heizstäbe müssen zugeschaltet werden. Gelegentlich kann es auch zu Vereisung und damit zu einem Totalausfall kommen. Außengeräte von Luft-Wärmepumpen können im laufenden Betrieb hörbare Geräusche verursachen, was in dicht bebauten Wohngebieten planerische Rücksicht erfordert. Ob Wärmepumpen einer herkömmlichen Heizung überlegen sind, hängt maßgeblich von Dämmstandard, der Wärmeverteilung, den Strom- und Brennstoffpreisen sowie der gewählten Wärmepumpenart ab. Foto: privat Andreas Tietgen Rechtsanwalt Lister Meile 26 30161 Hannover Tel. 0511/53400451 Mobil 0172 / 184 51 49 tietgen@anwalt-hannover.eu www.anwalt-hannover.eu WÄRMEPUMPEN VERSUS VERBRENNERHEIZUNGEN Der BWI-Rechtstipp Foto: AdobeStock/sarayut_sy 44 Energiesparen

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