Effizienz im Doppelpack Wärmepumpe und PV sinnvoll kombinieren Mit einer Wärmepumpe wird Umweltwärme aus der Luft, Erde oder Wasser genutzt, um ein Gebäude zu heizen. Damit das funktioniert, benötigt die Wärmepumpe Strom. Hier kommt Photovoltaik ins Spiel: Wird der selbst erzeugte Strom für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt, sinkt der Bedarf an Energie aus dem Netz – und damit auch die Kosten. Besonders gut funktioniert das mit einer sogenannten Kaskadenschaltung und einer intelligenten Steuerung, die dafür sorgt, dass Wärmepumpe und PV-Anlage möglichst gleichzeitig arbeiten. Ein Stromspeicher kann zusätzlich erzeugten Strom speichern und später nutzbar machen – zum Beispiel nachts, wenn keine Sonne scheint. Die wichtigsten Infos dazu hat die Energiegenossenschaft Green Planet Energy aus Hamburg zusammengestellt. Taktung in drei Jahreszeiten Wie Green Planet Energy schreibt, lassen sich in Sachen Wärmepumpe und Photovoltaik drei „Jahreszeiten“ unterscheiden: Sommer: Im Sommer erzeugt die PV-Anlage besonders viel Sonnenenergie. Die Heizung läuft dann in der Regel nicht, die Wärmepumpe arbeitet jedoch weiter, um Warmwasser bereitzustellen. Oft reicht die selbst erzeugte Solarenergie dafür aus. Frühling und Herbst: Während der Übergangsmonate lässt sich in vielen Fällen ein guter Teil des PV-Stroms für die Wärmepumpe nutzen – das Stichwort lautet Eigennutzung statt Einspeisung. Winter: Im Winter ist die Situation anders: Die Sonne scheint weniger, es wird mehr geheizt und die Wärmepumpe benötigt mehr Strom. Damit die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage dennoch effizient arbeitet, ist ein Stromspeicher mit intelligentem Lastmanagement sinnvoll. Kombination finanziell sinnvoll? Auf den ersten Blick wirken die Anschaffungs- und Installationskosten für die Kombination „Wärmepumpe und PV“ hoch, so heißt es von der Genossenschaft. Über die Jahre lasse sich jedoch viel sparen. Zudem sinke die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen. Ein Beispiel: Kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau 28.000 Euro und wird zusätzlich eine PV-Anlage mit Speicher für etwa 15.000 Euro installiert, ergibt sich eine Summe von 43.000 Euro. Nach Abzug der staatlichen Förderung von 50 % auf die Wärmepumpe verbleiben 29.000 Euro. Verbraucht die Wärmepumpe jährlich etwa 6.000 kWh Strom, können Foto: AdobeStock/MAXSHOT_PL 46 Energiesparen
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