BWI Ausgabe 01/2026

Neue Förderung in Hannover Zuschüsse für Solarstrom Die Landeshauptstadt Hannover legt ein neues Förderprogramm für Photovoltaikanlagen auf großen Dachflächen im Stadtgebiet auf, um Solarpotenziale besser zu nutzen und die Klimaschutzziele zu erreichen. Gefördert werden Anlagen auf Nichtwohngebäuden, insbesondere aus Gewerbe und Industrie; Wohngebäude sind ausgeschlossen. Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, gilt für die Jahre 2026 und 2027 und setzt eine Mindestleistung von 100 kWp voraus. Für konventionelle Module gibt es 100 Euro je kWp, für Leichtbau-Module 400 Euro je kWp, wobei strenge Vorgaben zum Maximalgewicht gelten. Die Förderung ist auf 70 Prozent der anrechenbaren Kosten begrenzt. Förderfähig sind nur neue, noch nicht beauftragte Anlagen auf Bestandsdächern. Ausgeschlossen sind Neubauten, PV-Anlagen unter Solarpflicht sowie der Ersatz bestehender Anlagen, da das Programm den Ausbau großer PV-Flächen im Sinne des Klimaschutzprogramms 2035 voranbringen soll. www.hannover-stadt.de Niedersachsen erweitert Online-Verfahren Digitale Bauanträge landesweit Niedersachsen treibt die Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren weiter voran. Zum Jahresende haben 100 Bauaufsichtsbehörden im Land ihre elektronische Antragssoftware vollständig bereitgestellt; drei weitere Kommunen folgen in Kürze. Damit können Genehmigungen landesweit schnell, komfortabel und vollständig online beantragt sowie erforderliche Mitteilungen digital übermittelt werden. Für eine unkomplizierte Orientierung hat das Land eine zentrale Online-Übersichtsseite veröffentlicht: Von dort gelangen Nutzer:innen mit wenigen Schritten direkt zu den digitalen Bauantragsdiensten ihrer zuständigen Kommune. Die Kommunen haben die Antragssoftware in ihre jeweiligen Internetauftritte eingebunden und mit ihren internen Verfahren verknüpft, sodass ein durchgängig digitaler Bearbeitungsprozess möglich ist. www.niedersachsen.de Landeshauptstadt Hannover Neues hanova-Unternehmen für städtische Hochbauprojekte Die Stadt Hannover hat die Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH vorgeschlagen, die künftig städtische Hochbauprojekte wie große Schulsanierungen sowie Bau- und Sanierungsmaßnahmen für Obdachlosen- und Geflüchtetenunterkünfte übernehmen soll. Zudem soll das neue Unternehmen die laufende Bauunterhaltung der städtischen Unterkünfte verantworten. Der Ratsbeschluss wird in den kommenden Monaten erwartet, sodass die Gründung im Sommer erfolgen könnte. Oberbürgermeister Belit Onay betont, dass die stark gestiegene Aufgabendichte eine organisatorische Neuaufstellung notwendig mache, um Modernisierung, Sanierung und Erneuerung der Gebäudeinfrastruktur besser zu bewältigen. Die Finanzierung soll aus einem Bundes-Sondervermögen sowie aus erwarteten Landeszuschüssen erfolgen. Ergänzend plant die Landeshauptstadt ein umfangreiches Investitionspaket für ihre Gebäudeinfrastruktur. www.heimkehr-hannover.de Foto: AdobeStock/Sergej Wismann Foto: AdobeStock/Anna Mit der Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH reagiert Hannover auf die steigende Zahl komplexer Bauaufgaben – von Schulsanierungen bis Unterkünften für Geflüchtete. Abb.: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen frühjahr 2026 7

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