BWI Ausgabe 05/2023

28 Rubrikenname Umweltbundesamt: Ratgeber zu Heizen mit Holz Wenn mit Holz, dann aber richtig Die Verbrennung von Holz, gerade bei Scheitholz in kleinen Holzfeuerungsanlagen ohne automatische Regelung, läuft nie vollständig ab. Es entstehen neben gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffen auch klimaschädliches Methan, Lachgas und Ruß. Soll Holz dennoch in Kleinfeuerungsanlagen verbrannt werden, sollte dies möglichst emissionsarm mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass man gut aufbereitetes und getrocknetes Holz aus nachhaltiger regio- naler Forstwirtschaft in einer modernen, effizienten und emissionsarmen Feuerstätte verbrennt. Die Broschüre des Umweltbundesamts stellt umfangreiche Hintergrundinformationen zur energetischen Holznutzung bereit und gibt Tipps, was man beim Umgang mit einer Holzheizung – im Fachausdruck: Kleinfeuerungsanlage – beachten muss. Heizen mit Holz RATGEBER Für Mensch & Umwelt Ein Ratgeber zum richtigen und emissionsarmen Heizen mit Holz Ausgabe 2023 Wie man Holz richtig lagert ? Nur getrocknetes Holz verbrennt emissionsarm und liefert umweltfreundliche Wärme. Kaminholz muss in Scheiten abgelagert werden, sonst trocknet es nicht richtig. Hier gilt: Nur in den Ofen, wenn die Restfeuchte weniger als 25 Prozent beträgt. Feuchtes Holz hat einen bis zu 50 Prozent schlechteren Heizwert – wer rechnen kann, weiß, dass es unterm Strich also doppelt so teuer zu verheizen ist. Zum Vergleich: Frisch geschlagenes Holz enthält abhängig von der Jahreszeit und Sorte bis zu 60 Prozent Feuchtigkeit. Wer sein Brennholz selber spalten und lagern möchte, plant am besten Trockenzeiten ein. Und am besten keine Plane beim Trocknen auf die Holzstapel legen! Vor allem Art und Qualität des Brennmaterials haben direkte Auswirkungen auf die Umwelt. Zeitungen, behandeltes Holz und Plastikabfälle setzen Schadstoffe frei und haben im Ofen nichts verloren. Je nach Sorte und Lagerung sollte das Holz ein bis drei Jahre an der Luft trocknen. Ob das Brennholz noch zu feucht oder bereits ofenfertig ist, kann der Schornsteinfeger vor Ort mit einem Feuchtemessgerät testen. ©Freepik KAMINE, ÖFEN & SAUNEN

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