Birdie | Ausgabe 8 Oktober 2025

Bilder: Moritz Gädeke Birdie: Gibt es auch Überschneidungen im Umfeld, zum Beispiel beim Platz oder bei der Pflege? Gädeke: Ja, das ist spannend.Auch beim Polo beschäftigen wir uns intensiv mit der Rasenpflege. In Deutschland sind die Poloclubs meist klein, vieles macht man selbst. Von der Platzpflege bis zur Organisation. Dabei orientieren wir uns durchaus am Golf: Wir arbeiten mit Greenkeepern zusammen, nutzen ähnliche Technik und holen uns Know-how aus dem Golfsport. Birdie: Wie sieht es mit dem Zeitaufwand aus, Ist Polo ähnlich intensiv wie Golf? Gädeke: Das hängt davon ab, wie professionell man es betreibt. In der Liga, in der wir spielen, ist der Aufwand vergleichbar mit einer Fußball-Bundesliga-Saison. Die Sommermonate sind voll mit Turnieren, man reist von Wochenende zu Wochenende. Beim Golf ist es ähnlich.Auch dort ist man viel unterwegs. Birdie: Hast du das Ziel, Polo oder Golf auf professionellem Niveau zu spielen? Gädeke: Nein, das mache ich nicht hauptberuflich. Ich habe zwar relativ früh mit Polo angefangen als einer der wenigen in Deutschland, aber für den Profibereich reicht es nicht. Und beim Golf bin ich reiner Amateur. Birdie: Könnte ein Golfer auch Talent für Polo haben, und andersherum? Gädeke: Auf jeden Fall. Viele Polospieler sind erstaunlich gute Golfer. Einfach weil sie ein gutes Auge für Ball und Bewegung haben. Und genauso könnten sportliche Golfer auch im Polo Talent entwickeln. Das Ballgefühl und die Koordination sind ja schon da. Birdie: Was macht für dich persönlich den Reiz an dieser Kombination aus? Gädeke: Polo hat mehr Körperkontakt, Kommunikation und Teamdynamik, Golf ist dagegen eine sehr präzise Einzelsportart. Mich reizt gerade dieser Unterschied und gleichzeitig die Parallelen beim Schwung und beim Timing. Am Ende profitiert man in beide Richtungen. „Timing ist in beiden Sportarten entscheidend.“ MORITZ GÄDEKE | INTERVIEW 47 www.birdie-magazin.de Birdie 02|2024

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