6 RECKEN-BOTE | FRISCH AUF! GÖPPINGEN | SAISON 2025/2026 EUROPÄISCHE ERFOLGE BRINGEN GÖPPINGEN INTERNATIONALE ANERKENNUNG Frisch Auf! Göppingen zählt zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Handballvereinen Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann 1946 mit dem Gewinn der württembergischen Meisterschaft im Feldhandball eine erste Erfolgsphase. Mit dem Wechsel der Kempa-Brüder nach Göppingen, insbesondere unter der Führung von Bernhard Kempa, entwickelte sich der Verein in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einer dominierenden Größe im deutschen Handball. Zwischen 1954 und 1967 gewann Frisch Auf! zwölf süddeutsche Meistertitel im Hallenhandball sowie sieben deutsche Meisterschaften (1954, 1955, 1958, 1959, 1960, 1961, 1965). Zudem errang die Mannschaft 1954 und 1957 die deutsche Feldhandballmeisterschaft. Internationale Geschichte schrieb Göppingen 1960 und 1962 mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister, dem heutigen Pendant zur Champions League. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Qualifikation zur neu gegründeten Bundesliga gelang 1967 der Aufstieg. In den folgenden Jahren gehörte Frisch Auf! zur nationalen Spitze und gewann 1970 sowie 1972 zwei weitere deutsche Meisterschaften. Ein Zwangsabstieg 1984 sowie der sportliche Abstieg 1989 bedeuteten einen Einschnitt, ehe 2001 die Rückkehr in die erste Liga gelang. International knüpfte der Verein ab 2011 wieder an frühere Erfolge an: Mit dem Gewinn des EHF-Pokals beendete Göppingen eine jahrzehntelange Durststrecke. Weitere Titel folgten 2012, 2016 und 2017, womit Frisch Auf! Göppingen seine Stellung als feste Größe im europäischen Handball eindrucksvoll unter Beweis stellte. Den letzten einstelligen Tabellenplatz zum Saisonende erreichten die BadenWürttemberger in der Spielzeit 2021/22 mit Rang fünf. In den darauffolgenden Jahren belegte die Mannschaft jeweils zweistellige Platzierungen: In der Saison 2022/23 schloss das Team auf dem 14. Tabellenplatz ab, 2023/24 folgte Rang 15, und in der vergangenen Spielzeit 2024/25 stand am Ende Platz zwölf zu Buche. Verantwortlicher Cheftrainer ist seit Juli 2024 Benjamin Matschke. Vor seinem Engagement in Göppingen war der 43-Jährige unter anderem bei der TSG Friesenheim von Juni 2015 bis Juni 2020 sowie bei der HSG Wetzlar von Juli 2021 bis November 2022 tätig. Im August des vergangenen Jahres verlängerte Matschke seinen Vertrag. Darüber hinaus wurde sein Aufgabenbereich erweitert: Neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer übernimmt er zusätzlich Managementverantwortung als Teammanager der Profimannschaft. Seit dieser Spielzeit gehört mit Martin Hanne ein Eigengewächs aus der RECKEN- Schmiede zu seinen Spielern. Hanne durchlief ab 2026 zunächst die Jugendmannschaften und feierte im Alter von 17 Jahren sein Profidebüt in der Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen, bei dem ihm auf Anhieb fünf Tore gelangen. Während seiner Zeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt entwickelte er sich zudem zum Nationalspieler. Auch bei seinem Debüt für den DHB gegen Portugal im Januar 2024 erzielte er fünf Treffer. Bei der anschließenden Europameisterschaft erreichte er mit der deutschen Auswahl den vierten Platz. In dieser Saison wird er jedoch vom Verletzungspech gebremst und kommt nach 13 Spielen lediglich auf 17 Tore. Nach 33 Bundesligaduellen spricht die Bilanz nur knapp für den heutigen Gegner: 15 Partien konnten die RECKEN für sich entscheiden, zwei Begegnungen endeten unentschieden, während Frisch Auf! 16 Mal als Sieger vom Feld ging. Auch die beiden letzten direkten Aufeinandertreffen in der stärksten Liga der Welt gingen an die Göppinger. Im DHB-Pokal hingegen hat die TSV Hannover-Burgdorf die Nase vorn: Beide bisherigen Aufeinandertreffen im nationalen Pokalwettbewerb entschieden die Niedersachsen für sich. auf Jugendverein Martin Hanne trifft
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