6 RECKEN-BOTE | FÜCHSE BERLIN | SAISON 2025/2026 DÄNISCHER TRAINER ALS ZENTRALER BAUSTEIN DER BERLINER ENTWICKLUNG Mit den Füchsen Berlin kommt es heute zu einem Aufeinandertreffen mit jenem Klub, der in dieser Saison bislang wohl mit die meisten Schlagzeilen produziert hat. Angefangen bei der Trennung vom Meistertrainer Jaron Siewert sowie Sportvorstand Stefan Kretzschmar Anfang September, wurde diese Woche nun die spektakuläre Verpflichtung des dänischen Olympiasiegers Simon Pytlick bekannt. Der Rückraumspieler wird zur Saison 2027/28 von der SG Flensburg- Handewitt in die Hauptstadt wechseln – und damit auch zu seinem ehemaligen Förderer aus GOG-Zeiten (Gudme Oure Gudbjerg H ndbold), Nicolej Krickau. Krickau trainierte neben Pytlick unter anderem beim dänischen Verein auch den aktuellen Welthandballer Mathias Gidsel, aber auch Größen der aktuellen Daikin Handball-Bundesliga wie Oscar Bergendahl (SC Magdeburg), Emil Jakobsen (SG Flensburg-Handewitt) oder Emil Madsen (THW Kiel). Darüber hinaus verdichten sich die Medienberichte über einen möglichen Wechsel von Handball-Superstar Dika Mem zu den Füchsen ebenfalls zur Saison 2027/28. Erst in dieser Woche bestätigte Geschäftsführer Bob Hanning öffentlich das Berliner Interesse am 28-jährigen Franzosen. Krickau, der in Berlin sowohl das Amt des Cheftrainers als auch das des Sportchefs von Siewert und Kretzschmar übernahm, war nach seiner erfolgreichen Zeit bei GOG ab der Saison 2023/24 bis Dezember 2024 Cheftrainer bei der SG FlensburgHandewitt. Dort coachte er unter anderem auch den heutigen RECKEN-Linksaußen und aktuellen Top-Torschützen der Niedersachsen, August Pedersen. Die Füchse Berlin sind die Handballabteilung des traditionsreichen Vereins Füchse Berlin Reinickendorf, der bereits 1891 gegründet wurde. Seit der Saison 2005/06 tritt der Handballverein unter dem heutigen Namen auf, damals noch in der 2. Bundesliga. Nur eine Spielzeit später gelang der Aufstieg in die „stärkste Liga der Welt“, aus der die Berliner seither nicht mehr abgestiegen sind. Im Gegenteil: Mit dem DHB-Pokalsieg 2014 gewann der Hauptstadtklub seinen ersten großen Titel. 2015 folgte der Gewinn des EHF-Pokals, als die Berliner im Final Four in der eigenen Halle im deutschen Finale den HSV Hamburg besiegten. 2018 wurde erneut der zweithöchste europäische Vereinstitel errungen, diesmal gegen St. Raphael aus Frankreich. Zudem siegten die Füchse in diesem Wettbewerb im Finale 2023 gegen Club Balonmano Granollers. Weitere Erfolge auf internationaler Bühne feierten die Berliner sowohl 2015 als auch 2016 mit dem Gewinn der Vereinsweltmeisterschaft. Der langersehnte erste deutsche Meistertitel, oftmals als die schwierigste Trophäe im Vereinshandball bezeichnet, gelang in der vergangenen Saison. Mit 58 : 10 Punkten setzte sich die Mannschaft um Superstar Gidsel hauchdünn vor dem SC Magdeburg (57 : 11 Punkte) durch. 2024 und 2025 sicherten sich die Füchse zudem den DHB-Supercup. In der Bundesliga trafen die TSV Hannover-Burgdorf und die Füchse Berlin bislang 31 Mal aufeinander. Die ungerade Anzahl ergibt sich aus dem pandemiebedingten Abbruch der Saison 2019/20 vor dem Rückspiel. Mit 21 Siegen spricht die Statistik klar für das Team aus der Hauptstadt. Hannover-Burgdorf gelangen bislang sieben Erfolge, drei Begegnungen endeten unentschieden. 2019 trafen beide Mannschaften im Viertelfinale des EHF-Cups aufeinander; auch dort musste sich die TSV in beiden Partien geschlagen geben. Der jüngste Sieg der TSV Hannover-Burgdorf gegen den amtierenden deutschen Meister datiert aus der vergangenen Saison: Im Hinspiel im September setzten sich die Niedersachsen mit 38 : 35 durch. Angeführt von einem herausragenden Renars Uscins mit elf Treffern und Justus Fischer mit sieben Toren. und Spitzenhandball Zwischen Schlagzeilen
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