4 RECKEN-BOTE | GWD MINDEN | SAISON 2025/2026 BEKANNTE GESICHTER AUF BEIDEN SEITEN Mit GWD Minden trifft die TSV Hannover-Burgdorf heute auf einen Aufsteiger. Aus sportlicher Sicht sicherten sich die Mindener den Sprung in die stärkste Liga der Welt erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison. Während der Bergische HC bereits vor dem Saisonfinale als Zweitligameister feststand, rangierte GWD Minden vor dem 34. Spieltag lediglich auf dem dritten Tabellenplatz hinter dem TV 05/07 Hüttenberg. Den Hessen hätte aufgrund des besseren Torverhältnisses bereits ein Sieg zum Aufstieg genügt. Doch im Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen, die die Saison letztlich auf Rang 13 beendeten, unterlag der Favorit überraschend mit 27 : 29. Parallel dazu entschieden die Mindener ihr Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf in einer hochdramatischen Begegnung knapp mit 31: 30 für sich und durften anschließend den umjubelten Aufstieg feiern. Beide Mannschaften verfügen über Akteure mit Vergangenheit beim heutigen Gegner. So auch Cheftrainer Christian Prokop. Der am Heiligabend 47 Jahre alt gewordene Prokop stand von 2001 bis 2003 als Spieler bei den Grün-Weißen unter Vertrag. Bereits in dieser Zeit und auch zuvor war seine Karriere von anhaltenden Problemen mit dem linken Knie geprägt. Eine Fehlstellung sowie eine Knorpelverletzung führten zu einer Arthrose, die trotz zweier Operationen keine nachhaltige Besserung brachte. In einem ungewöhnlichen, aber konsequenten Schritt ließ Prokop schließlich unter Vollnarkose den linken Oberschenkel brechen, um die Belastungsachse zu korrigieren. Das Knie wurde mit Schrauben und Platten stabilisiert, der Druck im Gelenk gezielt verlagert. In der Folge stellte der Rechtshänder sein Sprungverhalten vollständig um: Er sprang fortan ausschließlich mit dem rechten Bein ab und warf mit links. Nach nur einem weiteren Spiel für GWD Minden wechselte Prokop nach der Saison 2002/03 zurück in seine Heimat zu HG 85 Köthen, wo er unter seinem Vater Heinz Prokop spielte. Auch im Spielerkader der RECKEN finden sich mehrere Akteure mit Mindener Vergangenheit. Marian Michalczik wechselte 2014 in die A-Jugend von GWD Minden und schaffte dort anschließend den Sprung in den Herrenbereich. Der wurfstarke Mittelmann lebte bereits mit 17 Jahren gemeinsam mit seinem heutigen Teamkollegen Joel Birlehm in einer Wohngemeinschaft. Michalczik lief bis 2020 für GWD auf, ehe er für zwei Jahre zu den Füchsen Berlin wechselte und anschließend zur TSV Hannover-Burgdorf ging. Birlehm spielte bereits seit 2010 für die GWD-Jugend und absolvierte auch zwei Spielzeiten in der Herrenmannschaft, bevor ihn sein Weg über den TuS N-Lübbecke, den SC DHfK Leipzig und die Rhein-Neckar Löwen nach Hannover führte. Auch Maxim Orlov, heute für die RECKEN aktiv, durchlief Teile seiner Jugendzeit bei GWD Minden. Umgekehrt stehen auch im Kader von GWD Minden, trainiert von Chefcoach Aaron Ziercke, ehemaliger deutscher Nationalspieler, mehrere Akteure mit RECKENVergangenheit. Torhüter Malte Semisch, geboren in Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover, wechselte 2010 in die A-Jugend der RECKEN-Schmiede. In den folgenden Jahren kam er sowohl in der Bundesliga als auch als Stammtorhüter der damaligen Drittligamannschaft zum Einsatz, ehe er von 2013 bis 2015 für TuS N-Lübbecke auflief. Von 2015 bis 2018 stand Semisch erneut bei den RECKEN unter Vertrag, ehe er über die Füchse Berlin schließlich nach Minden wechselte. Auch Malte Donker entstammt der RECKEN-Schmiede. Nach seiner Jugendzeit spielte er zunächst überwiegend für die zweite Mannschaft, sammelte aber auch Einsätze im Bundesligateam. Ab der Saison 2019/20 gehörte er fest zum Kader der ersten Mannschaft. 2021 wechselte Donker zum damaligen Zweitligisten ThSV Eisenach, mit dem ihm 2023 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Im Sommer 2025 schloss er sich schließlich dem Bundesliga-Aufsteiger GWD Minden an. trifft auf GWD Minden TSV Hannover-Burgdorf
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