6 RECKEN-BOTE | GWD MINDEN | SAISON 2025/2026 FELD- UND HALLENMEISTERSCHAFTEN SOWIE DHB-POKALSIEGE Der Turn- und Sportverein Grün-Weiß Dankersen-Minden e. V. (kurz GWD Minden) wurde am 31. Mai 1924 in der Gastwirtschaft Chr. Piepenbrink im Mindener Stadtteil Dankersen gegründet und war zunächst ausschließlich ein Turnverein. Wann genau der Handballsport in den Verein Einzug hielt, ist nicht abschließend geklärt. Spätestens jedoch im Sommer 1927 nahm erstmals eine Jugendmannschaft am regulären Spielbetrieb teil. Die Herrenmannschaft startete in der Saison 1928/29 in der Bezirksliga und erreichte als Tabellenführer das Aufstiegsspiel zur Gauklasse, das jedoch gegen den MTV Minden II mit 4 : 6 verloren ging. Der Verein kann auf eine Reihe bedeutender sportlicher Erfolge zurückblicken, die größtenteils bereits einige Jahrzehnte zurückliegen. So gewann GWD Minden 1967, 1970 und 1971 die deutsche Feldhandball-Meisterschaft und 1971 sowie 1977 die deutsche Hallenhandball-Meisterschaft. Im DHB-Pokal setzten sich die NordrheinWestfalen 1975, 1976 und 1979 durch und gelten zudem als einziger Verein, der an jedem ausgespielten DHB-Pokal-Wettbewerb teilnahm. Auch auf internationaler Ebene feierte der Verein Erfolge: 1968, 1969 und 1970 sicherte sich GWD Minden den Europapokal im Feldhandball. Nach diesen Erfolgen stieg die erste Mannschaft 1981 erstmals aus der Bundesliga in die zweite Liga ab, schaffte jedoch bereits in der folgenden Saison den direkten Wiederaufstieg. Ein zweiter längerer Aufenthalt in der zweiten Liga folgte zwischen 1986 und 1995. Nach weiteren Auf- und Abstiegen spielt der Verein seit der aktuellen Spielzeit erneut in der höchsten deutschen Spielklasse. Interessant ist auch die Verbindung des Vereins nach Hannover: Ab der Saison 2004/05 trug die Mannschaft knapp die Hälfte ihrer Heimspiele in der heutigen ZAG Arena aus. Bereits in der Vorsaison wurden dort Topspiele ausgetragen. Für diese Zeit erhielt die Bundesligamannschaft den Namenszusatz „GWD Minden- Hannover“, während alle weiteren Mannschaften weiterhin unter dem traditionellen Namen spielten. Die Spiele in Hannover stießen jedoch nur auf begrenztes Zuschauer- interesse. Nach Meinungsverschiedenheiten zwischen der Geschäftsführung und dem Halleneigentümer kündigte GWD 2005 den Vertrag und trägt seither wieder alle Heimspiele in Minden aus. Der Namenszusatz „Hannover“ wurde zudem auch aus dem Vereinsamen gestrichen. Insgesamt 23 Mal standen sich die beiden heutigen Gegner in der Handball-Bundesliga gegenüber. Die Statistik spricht dabei klar für die TSV Hannover-Burgdorf: 13 Siege stehen jeweils fünf Unentschieden und fünf Niederlagen gegenüber. Aus den letzten fünf Spielen gegen die Nordrhein-Westfalen haben die RECKEN nur eins (das Spiel aus der diesjährigen Hinrunde) verloren. Der höchste Sieg für die Niedersachsen gelang im letzten Aufeinandertreffen in der RECKEN-Festung: Am 8. Juni 2023 gewann man vor eigener Kulisse mit 32 : 19. zum Traditionsklub Vom Turnverein
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQwNjM=