1 EHF EUROPEAN LEAGUE MEN SEASON 2025/26 13 WIDERSEHEN FÜR EDVARDSSON MIT SEINEM JUGENDVEREIN Idrottsklubben Sävehof, ins Deutsche übersetzt Sportverein Sävehof, kurz IK Sävehof, wurde am 20. August 1950 gegründet. Der Verein stammt aus Partille, einem Ortsteil der zweitgrößten schwedischen Stadt Göteborg, die mit rund 609.000 Einwohnern etwa der Einwohnerzahl der deutschen Großstadt Leipzig entspricht. Lange Zeit stand IK Sävehof im Schatten des traditionsreichen Redbergslids IK, ebenfalls aus Göteborg. Dieser war von der Gründung der schwedischen Hand- bollsligan im Jahr 1934 bis 2023 ununterbrochen in der höchsten Spielklasse vertreten und ist mit 20 Meistertiteln schwedischer Rekordmeister. Der letzte Titel ist allerdings einige Jahre zurück und datiert aus der Saison 2002/03. Besonders in den dominanten Jahren des Redbergslids IK hatte Sävehof Schwierigkeiten, junge Talente aus der Region zu gewinnen, da sich viele Nachwuchsspieler lieber dem erfolgreicheren Stadtrivalen anschlossen. Gegen Ende der 1980er-Jahre begann sich das Blatt jedoch zu wenden. 1989 wurde IK Sävehof vom Schwedischen Reichssportverband zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. 1993 erreichte der Verein erstmals das Finale der schwedischen Meisterschaft, unterlag dort jedoch ausgerechnet Redbergslid. Zu jener Zeit umfasste die Liga 14 Teams, die zunächst in Hin- und Rückspielen gegeneinander antraten. Anschließend bestritten die acht besten Mannschaften ein Play-off-Turnier um den Titel. Heute werden die vier Halbfinalisten in zwei Vierergruppen ermittelt, deren Sieger im Finale um die Meisterschaft spielen. Nach dem verlorenen Endspiel 1993 setzte Sävehof verstärkt auf Nachwuchsarbeit. Eine Entscheidung, die sich langfristig auszahlen sollte. Der Verein brachte im Laufe seiner Geschichte mehrere namhafte Spieler hervor, darunter Kim Andersson, einen herausragenden Rückraumrechten, der von 2005 bis 2012 für den THW Jugendarbeit als Schlüssel zum Erfolg Kiel aktiv war. Nach einem kurzen sportlichen Rückschlag und einigen Jahren in der Zweitklassigkeit gelang 2001 die Rückkehr in die höchste Liga. Nur drei Jahre später, 2004, feierte Sävehof die erste schwedische Meisterschaft der Vereinsgeschichte. In den folgenden Jahren etablierte sich der Verein endgültig an der nationalen Spitze und überflügelte den einst übermächtigen Stadtrivalen. Mittlerweile hat IK Sävehof achtmal die Meisterschaft gewonnen: in den Jahren 2004, 2005, 2010, 2011, 2012, 2019, 2021 und 2024. Zudem gewannen die in Schwarz und Gelb spielenden Schweden den EHF Challenge Cup (heute EHF European Cup) in der Saison 2013/14 sowie den schwedischen Pokal 2021/22. Auch Jonathan Edvardsson, gebürtiger Partiller und heutiger RECKEN-Spieler stammt aus der erfolgreichen Jugendarbeit Sävehofs. Während seiner Zeit im Verein war er Teil der Meistermannschaften 2018/19 und 2020/21. In der Saison 2020/21 wurde Edvardsson sowohl zum besten Spieler der Liga als auch zum „Årets komet“ (Aufsteiger des Jahres) gewählt. Zur Saison 2021/22 wechselte er nach Hannover und wurde 2022 mit der schwedischen Nationalmannschaft Europameister. In der EHF European League Saison 2023/24 trafen die RECKEN und IK Sävehof bereits aufeinander. Nach einem 34 : 30-Heimsieg in der Swiss Life Hall verlor Hannover das Rückspiel in Schweden mit 25 : 34 und schied damit in den Play-offs aus. Aus dem damaligen Kader stehen heute neben Jonathan Edvardsson auch Simon Gade, Hannes Feise, Justus Fischer, Marian Michalczik, Marius Steinhauser und Renars Uscins noch beim Verein aus der niedersächsischen Landeshauptstadt unter Vertrag. Auf schwedischer Seite stehen noch Torhüter Oscar Sävinger, Rechtsaußen Malte Celander, Linksaußen Sebastian Spante sowie Rückraumspieler David Sandberg im Aufgebot.
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