6 RECKEN-BOTE | TBV LEMGO LIPPE | SAISON 2024/2025 Ostwestfalen mit langer Vereinstradition Der Verein wurde am 2. September 1911 unter dem Namen Ballsportverein Lemgo 1911 gegründet. Am 16. September 1945 erfolgte eine Umbenennung in Turn- und Ballspielverein Lemgo von 1911, kurz TBV Lemgo. Mit Beginn der Saison 2018/2019 wurde der Namenszusatz „Lippe“ eingeführt. Bereits seit 1923 besteht im Verein eine Handballabteilung, die anfänglich im Freien auf dem Feld spielte, bevor der Sport in die Halle verlegt wurde. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang dem Verein 1982. Nur ein Jahr später, 1983, folgte der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Seither konnte der Traditionsverein aus Nordrhein-Westfalen sowohl national als auch international große Erfolge feiern. 1995 wurde mit dem Sieg im nationalen Pokal der erste bedeutende Titel errungen. Ein Jahr später folgte der Triumph im Europapokal der Pokalsieger. Das Jahr 1997 stellt den bisher erfolgreichsten Moment in der Vereinsgeschichte dar, als der Verein erstmals in einer Saison die Meisterschaft, den deutschen Pokal sowie den Supercup gewann. In den Jahren danach setzten sich die Erfolge fort: 1999, 2002 und 2003 konnte der Verein erneut den nationalen Supercup gewinnen, während im Jahr 2002 auch der DHB-Pokal hinzugefügt wurde. Die letzte deutsche Meisterschaft feierten die Lemgoer 2003. Auf internationaler Ebene sicherte sich der Verein den EHFPokalsieg, die heutige European League, sowohl 2006 als auch 2010. Der jüngste Titelgewinn datiert aus dem Jahr 2020, als der Verein den DHB-Pokal erneut in seine Reihen holte. Unvergessen bleibt das denkwürdige Halbfinale beim Final4-Turnier, in dem sie einen Sieben-Tore-Rückstand zur Halbzeit gegen den klar favorisierten THW Kiel aufholten. Im anschließenden Finale setzten sie sich damals gegen die MT Melsungen durch – jenes Team, das auch am vorletzten Wochenende erneut im Endspiel unterlag. Viele ehemalige deutsche Nationalspieler haben über Jahre hinweg den TBV Lemgo maßgeblich geprägt. Zu diesen Spielern zählen unter anderem Markus Baur, Christian Ramota, Christian Schwarzer, Volker Zerbe, Carsten Lichtlein und Daniel Stephan – um nur einige zu nennen. Auch internationale Spitzenhandballer wie Jaume Fort, László Marosi, Filip Jicha und Jonathan Carlsbogård trugen das Trikot des Lemgoer Vereins. Ein besonders treuer Vertreter des Vereins ist der derzeitige Trainer von Lemgo, Florian Kehrmann, der mit 223 Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft eine herausragende Karriere vorweisen kann. Im Jahr 1999 schloss er sich dem TBV Lemgo an und spielte bis 2014 aktiv für den Verein. Bereits ab der Saison 2011/12 war Kehrmann in der Nachwuchsarbeit der Lemgoer tätig und übernahm ab der Saison 2013/14 die Verantwortung für die „Lemgo Youngsters“ in der 3. Liga. Am 12. Dezember 2014 trat er sein Amt als Cheftrainer des Bundesligateams an, nachdem Niels Pfannenschmidt von seinen Aufgaben entbunden wurde. Die von Kehrmann übernommene Mannschaft, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem vorletzten Platz befand, sicherte sich dennoch den Klassenerhalt. Der größte Erfolg seiner Trainer- karriere war der Triumph im DHB-Pokal 2020, den er als Trainer mit dem Team errang. In den bisherigen 30 direkten Duellen in der Handball-Bundesliga spricht die Bilanz zugunsten der RECKEN. Von diesen Begegnungen konnte der heutige Gastgeber aus Hannover 15 für sich entscheiden, während dreimal ein Unentschieden verzeichnet wurde und der TBV Lemgo Lippe in zwölf Partien als Sieger hervorging. Ein gutes Omen für das heutige Spiel: Von den letzten vier Heimspielen konnten die TSV Hannover-Burgdorf drei für sich entscheiden. In den drei bisher ausgetragenen Pokalduellen im DHB-Pokal gingen die RECKEN ebenfalls stets als Sieger hervor, zuletzt im Jahr 2018. TRAINER KEHRMANN BEREITS SEIT 1999 IM VEREIN
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