multimediaPDF - RECKEN BOTE - SC DHFK Leipzig 05.05.2026

6 RECKEN-BOTE | SC DHFK LEIPZIG | SAISON 2025/2026 VON DDR-ERFOLGEN ZUM MODERNEN BUNDESLIGA-HANDBALL Der SC DHfK Leipzig (Sportclub Deutsche Hochschule für Körperkultur) ist ein traditionsreicher deutscher Handballverein, dessen Wurzeln bis in die frühen 1950er Jahre zurückreichen. Die heutige Handballsparte wurde 1954 als Gründungsabteilung des Sportclubs ins Leben gerufen und entwickelte sich aus der HSG Wissenschaft DHfK, deren Mannschaften bereits seit 1952 am Spielbetrieb teilnahmen. Durch kontinuierliche sportliche Erfolge gelang es vor allem den Herren, sich rasch nach oben zu arbeiten und in den folgenden Jahren eine bedeutende Rolle im DDR-Handball einzunehmen. Die erfolgreichste Phase des Vereins lag in den späten 1950er- und 1960er-Jahren. In dieser Zeit etablierte sich der SC DHfK Leipzig als eine der dominierenden Mannschaften im DDR-Handball. Insgesamt gewann der Verein sechsmal die DDR- Meisterschaft (1959 bis 1962 sowie 1965 und 1966). Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte die Mannschaft im Jahr 1966 mit dem Gewinn des Europa- pokals der Landesmeister, dem wichtigsten europäischen Wettbewerb jener Zeit und Vorläufer der heutigen EHF Champions League. Ergänzt wurden diese Erfolge später durch zwei Turniermeisterschaften in den Jahren 1971 und 1972, wobei es sich bei der Turniermeisterschaft von ihrem Charakter her um einen Ligapokal handelte, der als zweiter offizieller nationaler Wettbewerb ausgetragen wurde. Nach strukturellen Veränderungen im DDR-Sport wurde die Handballabteilung jedoch 1975 aus dem Sportclub ausgegliedert, wodurch die erfolgreiche Ära zunächst endete. Erst nach der Wiedervereinigung wurde die Handballabteilung 1993 neu gegründet, konnte jedoch zunächst nicht an frühere Erfolge anknüpfen und wurde zwischen- zeitlich sogar wieder aufgelöst. Eine nachhaltige sportliche Entwicklung setzte erst ab 2007 ein, als der Verein strukturell neu aufgebaut wurde. In den folgenden Jahren gelang ein kontinuierlicher Aufstieg durch die Ligen, der 2011 in die 2. Bundesliga führte und schließlich 2015 mit dem Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga gekrönt wurde. Seit der Saison 2015/16 spielt der SC DHfK Leipzig ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse und hat sich dort als solider Erstligist etabliert. Die Mannschaft bewegt sich überwiegend im Tabellenmittelfeld und konnte als beste Platzierung bislang den sechsten Rang in der Saison 2020/21 erreichen. Damit knüpft der Verein zwar nicht an die internationalen Erfolge seiner frühen Jahre an, hat sich jedoch dauerhaft im Spitzenhandball Deutschlands etabliert und setzt die lange Tradition des Leipziger Handballs erfolgreich fort. An der Seitenlinie der Sachsen steht ein alter Bekannter aus Hannover, Frank Carstens. Der gebürtige Rotenburger und heute 54-jährige Trainer ist seit dem 19. November des letzten Jahres an der Seitenlinie der Leipziger tätig. Carstens war es, der als Cheftrainer die TSV Hannover-Burgdorf 2009 in die 1. Bundesliga führte. Insgesamt war er als Trainer für die Niedersachsen von 2007 bis 2010 an der Seitenlinie aktiv. Danach folgten Stationen beim SC Magdeburg (2010 bis 2013), wo er parallel auch von 2011 bis 2013 als Co-Trainer bei der deutschen HandballNationalmannschaft aktiv war. Anschließend coachte er von 2015 bis 2023 GWD Minden, von 2023 bis 2025 die HSG Wetzlar, ehe er für knapp einen Monat vor seinem Engagement bei den Leipzigern für die US-amerikanische Mannschaft Los Angeles Handball Club tätig war. Die Statistik aus den bisherigen 20 Bundesligaspielen, spricht für den heutigen Gast- geber, die TSV Hannover-Burgdorf. Bislang wurden lediglich 20 Partien ausgetragen, da das Rückspiel in der durch die COVID-19-Pandemie abgebrochenen Saison nicht mehr gespielt wurde. Neun Siege stehen vier Unentschieden und sieben Niederlagen gegenüber. Die letzte Niederlage der Niedersachsen datiert vom 11. November 2021. Seitdem sind die RECKEN in den vergangenen acht Begegnungen gegen Leipzig ungeschlagen geblieben. In diesem Zeitraum gelangen fünf Siege, drei Partien endeten unentschieden. Im DHB-Pokal gewann der SC DHfK Leipzig die bislang einzige Begegnung im nationalen Pokal im Dezember 2016 mit 28 : 24. an der Leipziger Seitenlinie Ein Trainer mit RECKEN-Vergangenheit

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