6 RECKEN-BOTE | SC MAGDEBURG | SAISON 2025/2026 VOM DDR-MEISTER ZUM CHAMPIONS-LEAGUE-SIEGER Der SC Magdeburg wurde im Juli 1955 unter dem Namen SC Aufbau Magdeburg gegründet. Bereits zu DDR-Zeiten dominierte der SC Magdeburg das Geschehen auf dem Handballfeld. Insgesamt zehn DDR-Meisterschaften (1970, 1977, 1980, 1981,1982, 1983, 1984, 1985, 1988, 1991) und vier FDGB-Pokalsiege (1977, 1978, 1984, 1990), den Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften in der Deutschen Demokratischen Republik, legten den Grundstein für eine außergewöhnliche Erfolgshistorie. Nach der Wiedervereinigung setzte der SCM seine Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort: Mit den Deutschen Meistertiteln 2001, 2022 und 2024 sowie den DHBPokalsiegen 1996, 2016 und 2024 bewies der Club eindrucksvoll, dass er auch im modernen Profi-Handball zur absoluten Elite gehört. Abgerundet werden diese Erfolge durch nationale Supercup-Siege 1996 und 2001. Der SC Magdeburg ist nicht nur national, sondern auch international ein Aushänge- schild des deutschen Handballs. Bereits 1978 und 1981 gewann der SCM den Europapokal der Landesmeister, den Vorgänger der heutigen Champions League, ein Erfolg, den der Club im Jahr 2002 und jüngst 2023 sowie 2025 in der EHF Champions League wiederholte. Auch im EHF-Pokal (1999, 2001, 2007) und der European League (2021) stellte Magdeburg mehrfach seine Klasse unter Beweis. Dreimal in Folge, 2021, 2022 und 2023, sicherte sich der SCM zudem den Titel als Klub-Weltmeister (IHF Men’s Super Globe). Bereits 1981, 2001 und 2002 krönte sich der SCM außerdem zum Klub-Europameister (IHF-Goldpokal/EHF Champions Trophy). Seit 2015 steht Bennet Wiegert an der Seitenlinie des SCM als verantwortlicher Trainer und ist zudem als Sportlicher Leiter tätig. „Benno“, wie er liebevoll genannt wird, ist gebürtiger Magdeburger und durchlief von 1989 bis 1998 die Jugendmann- schaften des SCM. Anschließend spielte er von 1998 bis 2004 im Herrenbereich für den Verein aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Danach wechselte der Linksaußen für zwei Spielzeiten zum Wilhelmshavener HV, bevor er zur Saison 2006/07 zum VfL Gummersbach wechselte. Nach einer Spielzeit in Gummersbach kehrte Wiegert zum SCM zurück und setzte seine aktive Karriere dort bis 2013 fort. Im Anschluss übernahm er die Position des Jugendkoordinators beim Verein. Im Dezember 2015 übernahm er als Nachfolger von Geir Sveinsson die Position des Cheftrainers, die er bis Ende dieses Jahres bereits seit zehn Jahren innehat. Unter den derzeitigen Bundesligatrainern ist nur Florian Kehrmann, der seit 2014 beim TVB Lemgo Lippe im Amt ist, länger im Trainerdienst tätig als Wiegert. In bislang 32 Begegnungen in der stärksten Liga der Welt fällt die Bilanz deutlich zugunsten der heutigen Gäste aus Magdeburg aus: Der SC Magdeburg konnte 20 Siege verbuchen, während die niedersächsische Mannschaft neunmal als Sieger vom Platz ging. Drei Partien endeten mit einem Unentschieden. Dennoch gelang den Niedersachsen in den letzten drei Heimspielen in der RECKEN- Festung jeweils ein Sieg. Kurios: Die beiden letzten Heimspiele entschied die TSV Hannover-Burgdorf jeweils mit 28 : 27 für sich, das vorherige Duell sogar mit 34 : 31. Der letzte Auswärtssieg der Magdeburger in Hannover datiert auf Dezember 2021. Im DHB-Pokal trafen beide Teams bislang nur einmal aufeinander: Im Jahr 2019 setzte sich der SC Magdeburg im Halbfinale des Final-Four-Turniers, damals noch in Hamburg ausgetragen, knapp mit 30 : 29 durch und beendete damit die Finalträume vieler RECKEN-Fans. des SC Magdeburg Die Erfolgsgeschichte
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