6 RECKEN-BOTE | SG FLENSBURG-HANDEWITT | SAISON 2025/2026 EHEMALIGER ÖSTERREICHISCHER NATIONALTRAINER AUF DER BANK Die SG Flensburg-Handewitt ist eine Handballspielgemeinschaft aus Flensburg und Handewitt in Schleswig-Holstein und gehört heute zu den erfolgreichsten und bekanntesten Vereinen im europäischen Handball. Entstanden ist die SG im Jahr 1990 durch den Zusammenschluss der Handballabteilungen des TSB Flensburg und des Handewitter SV. Die offizielle Gründungsversammlung fand am 1. Juli 1990 statt. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, die Kräfte der Region im Handball zu bündeln und eine dauerhaft konkurrenzfähige Spitzenmannschaft aufzubauen. In den Jahren zuvor hatten die Flensburger Vereine zwar viel Tradition, konnten sich jedoch nicht langfristig in der Bundesliga etablieren. Bereits 1992 gelang der Aufstieg in die Bundesliga, und das ohne Punktverlust in der entscheidenden Aufstiegsrunde. Auch wenn die erste Saison auf höchstem Niveau sportlich schwierig verlief, blieb die Mannschaft in der Liga und nutzte die Chance, sich Schritt für Schritt zu stabilisieren. In den folgenden Jahren entwickelte sich die SG kontinuierlich weiter und wurde zu einer festen Größe im deutschen Spitzenhandball. Besonders in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre spielte Flensburg regelmäßig um die vorderen Tabellenplätze und machte sich einen Namen als sehr konstante und starke Mannschaft. Die ersten großen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Im Jahr 1997 gewann die SG ihren ersten internationalen Titel im EHF-Pokal. 1999 folgte der Sieg im Euro City Cup (jetzt EHF Challenge Cup). Im Jahr 2000 kam mit dem DHB Supercup der erste nationale Titel hinzu. Damit war der Verein endgültig in der erweiterten Spitze angekommen. Besonders erfolgreich war die Phase zwischen 2003 und 2005. In dieser Zeit gewann die SG dreimal hintereinander den DHB Pokal in den Jahren 2003, 2004 und 2005. Außerdem gelang 2004 der erste Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Im selben Jahr erreichte die Mannschaft auch erstmals das Finale der EHF Champions League, was den internationalen Durchbruch bedeutete. In den folgenden Jahren blieb die SG dauerhaft im Kreis der besten deutschen Mannschaften. Häufig landete das Team auf den vorderen Plätzen der Bundesliga und entwickelte sich zu einem festen Titelkandidaten. In dieser Zeit entstand auch die intensive Rivalität mit dem THW Kiel, der über viele Jahre hinweg einer der größten Konkurrenten war. Weitere große Erfolge folgten später mit den Deutschen Meisterschaften im Jahr 2018 und im Jahr 2019. Dazu kam der Gewinn des DHB Pokals im Jahr 2015. Der größte internationale Erfolg gelang im Jahr 2014 mit dem Gewinn der Champions League. Damit erreichte die SG den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte und bestätigte ihre Stellung in Europa. Auch in den Jahren danach blieb der Verein international erfolgreich. Im Jahr 2024 gewann die SG die EHF European League und konnte diesen Erfolg im Jahr 2025 erneut wiederholen. Den letzten Titel gewann man unter dem aktuellen Cheftrainer Aleš Pajovic, der sich zuvor als österreichischer Nationaltrainer einen Namen gemacht hatte. Der ehemalige 181-fache slowenische Nationalspieler übernahm das Traineramt beim nördlichsten Bundesligisten im Januar 2025 von Nicolej Krickau, der inzwischen als Trainer und Vorstand Sport bei den Füchsen Berlin tätig ist. 32 Mal standen sich die heutigen Kontrahenten in der stärksten Liga der Welt gegenüber. Dass es sich beim heutigen 33. Aufeinandertreffen um eine ungerade Zahl handelt, liegt daran, dass das Rückspiel in der aufgrund der Coronapandemie abgebrochenen Saison 2019/20 nicht stattfand. Die Bilanz spricht deutlich für die Schleswig-Holsteiner: Lediglich sechs Mal gelang es den RECKEN, als Sieger vom Platz zu gehen, drei Begegnungen endeten mit einem Unentschieden, während 23 Spiele verloren gingen. Ein Blick auf die letzten beiden Heimspiele in der RECKEN- Festung macht Hoffnung: In der vergangenen Saison setzte sich Hannover mit 31 : 30 durch, in der Saison davor endete das Heimspiel mit einem 26 : 26-Unentschieden. In drei Aufeinandertreffen im DHB-Pokal konnten die heutigen Gäste zwei Begegnungen für sich entscheiden, während die TSV Hannover-Burgdorf einmal als Sieger vom Platz ging. zur Spitzenmannschaft Der Weg
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQwNjM=