6 RECKEN-BOTE | TBV LEMGO LIPPE | SAISON 2025/2026 LANGE HANDBALLTRADITION IN OSTWESTFALEN Der TBV Lemgo Lippe ist ein traditionsreicher Sportverein, der am 2. September 1911 als Ballsportverein Lemgo 1911 gegründet wurde und am 16. September 1945 in Turn- und Ballspielverein Lemgo von 1911 umbenannt wurde. Seit der Saison 2018/19 trägt er zusätzlich den Namenszusatz „Lippe“. Besonders bekannt wurde der Verein durch seine Handballabteilung, die seit 1924 besteht und sich im Laufe der Zeit zur erfolgreichsten Sparte entwickelte. Neben Handball werden unter anderem in anderen Sparten auch Fußball, Leichtathletik und Cheerleading angeboten, nur um drei Beispiele zu nennen. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga in der Saison 1981/82 gelang 1983/84 der Sprung in die 1. Bundesliga, in der sich der TBV dauerhaft etablierte. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Mannschaft von einem Abstiegskandidaten zu einem Spitzenklub des deutschen Handballs, geprägt von wichtigen Persönlichkeiten wie Trainer Lajos Mocsai sowie den Spielern Daniel Stephan und László Marosi. Die größten Erfolge feierte der Verein vor allem in den 1990er- und frühen 2000erJahren. Auf nationaler Ebene wurde der TBV Lemgo 1997 und 2003 Deutscher Meister. Zudem gewann der Verein den DHB-Pokal in den Jahren 1995, 1997, 2002 und 2020 sowie den DHB-Supercup in den Jahren 1997, 1999, 2002 und 2003. Auch international konnte sich Lemgo mehrfach auszeichnen: 1996 gelang der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger, später folgten weitere internationale Titel mit den EHF-Pokal-Siegen in den Jahren 2006 und 2010. Besonders herausragend war das Jahr 1997, in dem Lemgo sowohl Deutscher Meister als auch DHB-Pokalsieger und Supercupsieger wurde. Ein weiterer Meistertitel gelang 2003. Insgesamt konnte der TBV Lemgo damit seine Position als einer der erfolgreichsten deutschen Handballvereine dieser Zeit festigen. Weitere bedeutende Meilensteine sind die Rekordsaison 2002/03 mit 62:6 Punkten sowie ein Zuschauer-Weltrekord im Jahr 2004. Auch in jüngerer Zeit bleibt der Verein konkurrenzfähig, was unter anderem der dritte Platz im DHB-Pokal der Saison 2025/26 zeigt, den das Team unter dem jetzigen Cheftrainer Florian Kehrmann am letzten Wochenende beim Final4-Turnier in Köln erreichen konnte. Kehrmann, inzwischen dienstältester Trainer der Daikin Handball-Bundesliga, ist seit dem 12. Dezember 2014 im Amt beim TBV. Zuvor war er bereits von 1999 bis 2014 als Spieler für die Ostwestfalen tätig. Insgesamt erzielte er in seiner Profilaufbahn 1846 Tore in 460 Bundesligaspielen und darf sich auch Weltmeister nennen, denn er war einer der Goldmedaillengewinner bei der Heim-Weltmeisterschaft 2007. Bereits ab der Spielzeit 2011/12 übernahm er in der Nachwuchsabteilung der Lemgoer erste Tätigkeiten. In der Saison 2013/14 betreute er die ‚Lemgo Youngsters‘ in der 3. Liga. Mit Adam Nyfjäll wechselte vor der aktuellen Spielzeit ein ehemaliger Hannoveraner nach Nordrhein-Westfalen, der von der Saison 2023/24 bis November 2024 für die Niedersachsen fast eineinhalb Jahre auflief, ehe er sich für die restliche Spielzeit GWD Minden anschloss. Mit Torhüter Domenico Ebner wird zur neuen Saison ein weiterer ehemaliger RECKE das Kehrmann-Team verstärken. Der italienische Nationaltorhüter spielte von 2019 bis 2023 für die TSV Hannover-Burgdorf, ehe er sich dem SC DHfK Leipzig anschloss. In der bisherigen Erstligageschichte sind beide Mannschaften bereits 32-mal aufein- andergetroffen, sodass das heutige Spiel die 33. Begegnung in der stärksten Liga der Welt darstellt. Die ungerade Gesamtzahl ergibt sich aus der annullierten Partie in der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/20, in der das Rückspiel nicht mehr ausgetragen wurde. Die Bilanz fällt dabei zugunsten der heutigen Gastgeber aus: 18 Siege, darunter drei aus den jüngsten Aufeinandertreffen, sowie vier Unentschieden stehen zehn Niederlagen gegenüber. Das letzte Mal in der heimischen RECKEN-Festung verlor man gegen den heutigen Gegner Anfang 2022. Im DHB-Pokal konnte der derzeit einzige niedersächsische Bundesligist zudem alle drei Begegnungen gegen die Ostwestfalen für sich entscheiden. beim TBV Lemgo Lippe Die Ära Florian Kehrmann
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