multimediaPDF Staffelstab Dezember 2021

Leichtathletik in Niedersachsen Offizielles Verbands-Organ • Heft Nr. 2 • Dezember 2021 Leichtathletik in Niedersachsen NLV feiert Jubiäum Große Geburtstagsfeier S. 3 NLV-Sportler*in des Jahres 2021 Eckhardt-Noack, Hinrichs, Almas und Kalies geehrt S. 4 - 5 Deutsche Meisterschaften 10 km Stimmungsvoller Rundkurs in Uelzens Altstadt S. 13

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Impressum Herausgeber Offizielles Organ des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes e.V. Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover T. 0511 - 33 89 00, info@nlv-la.de V.i.S.d.P. Viktoria Leu (Geschäftsführerin) Redaktion & Viktoria Leu (vle), Till Wöllenweber (tw), Wiebke Bültena (wb), Cynthia Haake (ch), Steffen Brümmer (sb), Julien Karn (jk) Autoren Jan Gutzeit (jg), Ulrich Michel (um), Mert Yilmaz (my), Udo Röhrig (ur), Tom Thiele (tt), Birte Grote (bg) Produktion Umweltdruckhaus Hannover GmbH, Klusriede 23, 30851 Langenhagen Erscheinungs- 21. Jahrgang, zweimal jährlich. Für unverlangt eingereichte Beiträge oder Bilder wird keine hinweise Haftung übernommen und es besteht kein Veröffentlichungsrecht. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des NLV wieder. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Leserbriefe zu kürzen (ohne den wesentlichen Inhalt zu verändern) bzw. aus Platz- gründen nicht zu veröffentlichen. Titelbild Aktionen im Jubiläumsjahr 2021 (Foto: NLV) ZKZ 13102 Red-Schluss für die nächste Ausgabe Nr. 1/22: 31.07.2022 Liebe Leichtathletinnen und Leichtathleten, seit 75 Jahren bewegt der Niedersächsische Leichtathletik-Verband Menschen zum Sport. Vielmehr noch. Seit mehr als sieben Jahrzehnten bringen wir Menschen zusammen. Wie es sich anfühlt und was fehlt, wenn das von heute auf morgen nicht mehr möglich ist, haben wir in diesem und auch dem vergangenen Jahr erlebt. Toll war das nicht, um es bescheiden auszudrücken. So waren die Veranstaltungen rund um unser Jubiläum in diesem Jahr wirkliche Lichtblicke. Ob der KiLa-Cup, die Niedersachsentour, der Jubiläumsstaffellauf, unsere große Party im November in Hannover – digital ist schön, Präsenz-Events sind einfach schöner! Mein herzlichster Dank gilt denen, die das möglich gemacht haben. Veranstaltungen zu organisieren in Zeiten einer weltweiten Pandemie verdient großen Respekt. Dank den hauptamtlichen Machern und den ehrenamtlichen Helfern nehmen wir somit viele bunte Momente aus 2021 mit, die wir in diesem Staffelstab noch einmal Revue passieren lassen. Und wir blicken in diesem Heft zurück auf 75 Jahre NLV. Durch die Schwarz-Weiß-Abbildungen, werden vielleicht bei dem einen oder anderen auch wieder bunte Erinnerungen wach. Ein neues Jahr bringt immer auch Hoffnung mit sich. Lassen Sie uns gemeinsam zuversichtlich sein, dass die Krise ein Ende findet. Und dass die Erfahrungen, die wir in dieser Zeit gesammelt haben, uns voranbringen. Die Entschleunigung des Alltags, die erlebte Solidarität, das Aushalten von Grenzsituationen im beruflichen und privaten Umfeld. So besteht die Chance zur Rückbesinnung auf die Idee des Sports als bewegendes soziales Miteinander mit mehr Bescheidenheit, Fairness, Respekt, Achtsamkeit und Gesundheit. Das wollen wir im Verband im kommenden Jahr mehr denn je leben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen geruhsame Tage. Bleiben Sie zuversichtlich und vor allem gesund! Antonia Wellmann, Vizepräsidentin Kommunikation und Marketing NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 1 JAHRE

Wir sagen Danke im Namen des NLV-Präsidiums und des NLV-Geschäfts- stellenteams für Ihren Einsatz und Ihr Engagement, mit dem Sie die Leichtathletik unterstützt haben. Auch in diesem Jahr konnten viele Wett- kämpfe, Aus- und Fortbildungen und gemein- same Aktivitäten leider nicht wie gewohnt statt- finden. Durch besondere Flexibilität, unermüdlichen Arbeitseinsatz, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft konn- ten aber einige Meisterschaften und Projekte doch durchge- führt werden, wofür wir besonders dankbar sind. Für Herausfor- derungen und Aufgaben im kommenden Jahr setzen wir auch weiter- hin auf Ihre Mithilfe. Wenn Sie das Jahr 2021 Revue passieren lassen, dann denken Sie an die Tage der Gemeinschaft im Verein zurück. Denken Sie an die schönen Tage im Kreise der Sportler, der Familie und Freunde und nehmen Sie die schönen Erinnerungen mit in das Jahr 2022. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedvolles Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2022, vor allem Gesundheit. Herzliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße Niedersächsischer Leichtathletik-Verband e.V. Präsident Geschäftsführerin

Durch das Abendprogramm führten Antonia Wellmann und Jan Gutzeit. Neben zwei Talkrunden mit Offiziellen um Vera Wucherpfennig (Referatsleiterin Sport im Nds. Innenministerium), Reinhard Rawe (Vorstandsvorsitzender LSB Niedersachsen), Idriss Gonschinska (DLV-Vorstandsvorsitzender) und Uwe Schünemann (NLVPräsident) sowie den anwesenden NLV-Olympioniken aus Tokio um Neele Eckhardt-Noack, Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß und Deniz Almas wurde auf die vergangenen 75 Jahre NLV zurückgeblickt, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Zukunft geworfen. Videos von der Verbandsarbeit und der KiLa-Initiative rundeten das abwechslungsreiche Bühnenprogramm ab, bevor das Buffet eröffnet wurde. In einem zweiten, kurzen Programmpunkt nutzte man den feierlichen Rahmen, um die NLV-Sportler des Jahres 2021 zu ehren. Unter dem Beifall der 200 Gäste in der gefüllten Apostelhalle gewannen folgende vier Athletinnen und Athleten die Auszeichnung zum Sportler des Jahres 2021: Neele Eckhardt-Noack (Kategorie Frauen), Deniz Almas (Kategorie Männer), Carolin Hinrichs (Kategorie Nachwuchs Weiblich), Tim Kalies (Kategorie Nachwuchs Männlich). Im Anschluss folgte im Rahmen der LSB-Aktion „Ehrenamt überrascht“ die Ehrung von drei ehrenamtlich Engagierten, die von der Überraschunsgehrung keinerlei Schimmer hatten und wortwörtlich von großer Kulisse überrascht wurden. LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe ehrte Gudrun Krumm, Birgit Costard und Thorsten Sievert für ihren vorbildlichen Einsatz für die Leichtathletik und übergab ihnen einen Jutebeutel mit kleinen Aufmerksamkeiten. Gegen 22 Uhr sorgten folglich die Band RumbaCoustic und anschließend NLV-DJ Jannik Berlipp für die passende Stimmung, wenngleich viel Zeit und Gelegenheit für Gespräche und Unterhaltungen blieb. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle NLV-Fotograf Torben Flatemersch und Saskia Peuke, die die Jubiläumsfeier in Bildern festgehalten haben. jg. Am 06.11. stieg in Hannover die Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Verbandsbestehen mit 200 geladenen Gästen. 75 Jahre Leichtathletik in Niedersachsen, das muss gefeiert werden! So lud der NLV am 06.11.2021 knapp 200 Gäste zur großen Geburtstagsfeier ins XII Apostel nach Hannover ein. Mit der voranschreitenden Impfquote konnte im Rahmen der 2G-Regel gefeiert werden – gleichzeitig war es ein großes Wiedersehen der niedersächsischen Leichtathletik-Familie bei ausgelassener Stimmung nach der bislang kräftezehrenden Pandemie. Unter den Gästen befanden sich Personen aus der Politik, Sponsoren und Partner, ehemalige Athleten und Funktionäre sowie aktuelle Sportler und Engagierte im NLV. Führten charmant durch den Abend - Antonia Wellmann und Jan Gutzeit (Fotos: NLV) Große Geburtstagsfeier in Hannover 200 geladene Gäste feierten 75 Jahre NLV „Ehrenamt überrascht“ - Birgit Costard, Thorsten Sievert und Gudrun Krumm zusammen mit Uwe Schünemann und Reinhard Rawe. NLV-Präsident Uwe Schünemann mit Reinhard Rawe (LSB Nds.) JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 3

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 4 Sportlerin des Jahres NLV-Sportlerin des Jahres 2021 bei den Frauen ist Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen, 25%). Die Dreispringerin holte zu Jahresbeginn in neuer Bestweite Bronze bei den HallenEuropameisterschaften und sprang in 2021 auf konstant hohem Niveau. Die Göttingerin gewann sowohl in der Halle als auch bei der Heim-DM in Braunschweig Gold und belohnte sich folglich mit ihrer ersten Olympiateilnahme, bei der ihr lediglich zwei Zentimeter für den Einzug ins Olympische Finale fehlten. Den zweiten Rang belegt Lea Meyer (VfL Löningen, 21%), die über 3.000m Hindernis zu den Shootingstars des Jahres gehörte und bereits im jungen Alter Olympia-Premiere feierte. Platz drei geht an die U23Vizeeuropameisterin Merle Homeier (LG Göttingen, 16%), die in Tallinn ihre erste internationale Medaille holte und hinter Malaika Mihambo und Maryse Luzolo drittbeste deutsche Weitspringerin in 2021 war. Die weiteren Platzierungen belegen Imke Onnen (Hannover 96, 12%), Talea Prepens (TV Cloppenburg, 11%), Luna Thiel (VfL Eintracht Hannover, 8%) und Ruth Sophia SpelmeyerPreuß (VfL Oldenburg, 7%). NLV-Sportler des Jahres 2021 Eckhardt-Noack, Hinrichs, Almas und Kalies geehrt Sportler des Jahres NLV-Sportler des Jahres 2021 bei den Männern ist Deniz Almas (VfL Wolfsburg, 31%). Der selbst ernannte Turbo-Türke kämpfte sich nach Verletzungsproblemen zum Jahresbeginn nach dem Erfolgsjahr 2020 schnell wieder zurück zu seiner Topform und sprintete mit dem Deutschen 4x100 Meter Quartett in Tokio haarscharf am deutschen Rekord vorbei. Im Olympischen Finale wurde das Deutsche Quartett am Ende Sechster. Malik Diakité (Hannover 96, 29,5%) kommt beim Voting auf den zweiten Rang. Das Mehrkampftalent, das gleichzeitig auch NLV-Jugendsprecher ist, gewann in diesem Jahr in neuer Bestleistung von 7910 Punkten den Deutschen U23-Meistertitel im Zehnkampf. Sprinter Niels Torben Giese (VfL Wolfsburg, 21%) und Mehrkämpfer und gleichzeitiger Langhürden-Spezialist Marcel Meyer (Hannover 96, 18,5%) belegen die weiteren Plätze. Nachwuchssportlerin des Jahres NLV-Sportlerin des Jahres 2021 in der weiblichen Nachwuchsklasse ist Carolin Hinrichs (VfL Löningen, 33%). Bei ihrem ersten Hindernisrennen überhaupt qualifizierte sich Carolin Hinrichs für die U20-EM, obwohl sie noch dem jüngeren Jahrgang der U18 angehört. Bei den Deutschen Meisterschaften in Rostock wurde sie Deutsche U18-Meisterin über 1.500 Meter. Platz 2 bei der Sportlerwahl geht an Mehrkämpferin Marie Dehning (LG Celle-Land, 24%), die Bronze bei der U20-EM in Tallinn/EST holte. Ronja Funck (TV Jahn Walsrode, 17%) belegt den dritten Platz. Die Läuferin, die noch der U18 angehört, wurde in Tallinn Fünfte über die Hindernisse bei einer U20-Meisterschaft – für die U18 bedeutete ihre Zeit Europäische Jahresbestleistung. Die weiteren Platzierungen belegen Lara Siemer (Rukeli Trollmann, 16%) und Jasmina Stahl (Hannover 96, 10%). jg. Das Sportjahr 2021 wurde erneut von der Corona-Pandemie geprägt. Dennoch konnten in diesem Jahr erfreulicherweise wieder mehr Meisterschaften und Wettkämpfe stattfinden – den großen Höhepunkt bildeten die Olympischen Spiele in Tokio, an denen gleich fünf Niedersachsen teilnahmen. In der Jugend wurden ebenfalls wieder internationale Meisterschaften ausgetragen, zufälligerweise beide Male in Tallinn/EST mit der U20- und U23-EM. Vier NLV-Athleten kam nun zum Jahresende nochmal eine weitere, ganz besondere Ehrung zuteil. Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Verbandsbestehen kürte der NLV vor 200 Gästen die NLV-Sportler des Jahres 2021 in den Kategorien Frauen, Männer, Nachwuchs Weiblich und Nachwuchs Männlich. Das Ergebnis setzt sich zur Hälfte aus dem Zuschauervoting sowie dem Voting einer sechsköpfigen Jury zusammen. NLV-Sportler*in des Jahres: Deniz Almas und Neele Eckhardt-Noack

JAHRE www.nlv-la.de T. 0511/ 33 89 0 33 F. 0511/ 33 89 0 19 info@nlv-la.de Ansprechpartner in der NLV-Geschäftsstelle T. 0511/ 33 89 0Viktoria Leu (Geschäftsführerin) - 16 Eva-Maria Fahrenholz (Finanzen/Verwaltung) - 14 Wiebke Bültena (Bildung) - 13 Till Wöllenweber (Breitensport & Sportentw.) - 44 Frank Reinhardt (Leistungssp./Blocktr. Sprung) - 22 Monika Hauschild (Verwaltung) - 11 Ulrich Michel (Wettkampforg./Öffentlichkeitsa.) - 33 Mert Yilmaz (BFD) - 15 Jan Gutzeit (Öffentlichkeitsarbeit) - 11 Tabea Schulz (Kinderleichtathletik) - 11 Tom Spierenburg (BFD) - 12 Cynthia Haake (Breitensport/Öffentlichkeitsa.) - 11 Ansprechpartner in den Trainerbüros T. 0511/ 16 74 74Annelie Jürgens (Leitende Landestrainerin) - 31 Jörg Voigt (Blocktrainer Lauf) - 32 n.n. (Landestrainer*in Sprung / Nachwuchs) - 39 Björn Sterzel (Blocktrainer Sprint / Hürden) - 35 Georgi Kamenezki (Landestrainer Sprint/Hürden) - 38 Beatrice Mau-Repnak (Landestrainerin Mehrkampf) - 34 André Pollmächer (Landestrainer Lauf / Nachwuchs) - 39 Bestellen Sie jetzt über die NLV-Homepage oder in der Geschäftsstelle! Urkunden (mit Leichtathletikmotiv, blanko) 0,20 € Broschüren Grundwissen für Kampfrichter 2,00 € Beurteilung im sportlichen Gehen 4,00 € Anleitung Starterteam 4,00 € Anleitung der Wettkampfgeräte-Kontrolle 3,00 € Richtlinien für die Zielbildauswertung 2,00 € NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 5 Nachwuchssportler des Jahres NLV-Sportler des Jahres 2021 in der männlichen Nachwuchsklasse ist Tim Kalies (Braunschweiger LC, 31%). Der gebürtige Braunschweiger, der das Internat in Hannover besucht, wurde in Rostock Deutscher U18Meister über 1.500 Meter. Durch den coronabedingten Ausfall der U18EM blieb ihm in diesem Jahr ein internationaler Start noch verwehrt. Max Dehning (LG Celle-Land, 30%) erreicht bei der NLV-Sportlerwahl den zweiten Platz. Der Speerwerfer warf in diesem Jahr den Speer über die magischen 80 Meter und erzielte damit eine Weltjahresbestleistung in der U18. Platz 3 geht an Sprinter Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg, 17%), der in Tallinn über 100 Meter das Halbfinale erreichte und in Rostock Deutscher U18-Vizemeister über 200 Meter wurde. Die Hammerwerfer Torben Schaper (VfL Eintracht Hannover, 12%) und Sören Klose (VfR Evesen, 10%) belegen die weiteren Platzierungen. NLV-Nachwuchs-Sportler*in des Jahres: Carolin Hinrichs und Tim Kalies Fotos: NLV/Flatemersch

DLV veröffentlicht Kaderaufgebot für 2022 - 37 NLV-Sportlerinnen und Sportler offiziell berufen NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 6 JAHRE Kader 2022 Disziplin Nachname Vorname Jg. Verein OK 4x100 m Almas Deniz 1997 VfL Wolfsburg PK 4x100 m Giese Niels Torben 1998 VfL Wolfsburg PK 200 m Prepens Talea 2001 TV Cloppenburg PK 4x400 m Spelmeyer-Preuß Ruth Sophia 1990 VfL Oldenburg PK 4x400 m Thiel Luna 1999 VfL Eintracht Hannover PK Marathon Hendel Sebastian 1995 LG Braunschweig PK Hochsprung Onnen Imke 1994 Hannover 96 PK Weitsprung Homeier Merle 1999 LG Göttingen PK Dreisprung Eckhardt-Noack Neele 1992 LG Göttingen PK 10-Kampf Diakité Malik 2000 Hannover 96 NK 1 U23 400 m Hürden Gordon Jordan 2002 OTB Osnabrück NK 1 U23 5.000 m Stahl Jasmina 2002 VfL Eintracht Hannover NK 1 U23 Dreisprung Wittmann Kira 2000 LG Göttingen NK 1 U23 Hammerwurf Schaper Torben 2002 VfL Eintracht Hannover NK 1 U23 10-Kampf Meyer Marcel 2001 VfL Eintracht Hannover NK 1 U20 200 m Morawietz Tobias 2003 VfL Wolfsburg NK 1 U20 400 m Kroll Florian 2004 LG Osnabrück NK 1 U20 100 m Hürden Krebs Naomi 2003 Hannover 96 (ab `22) NK 1 U20 100 m Hürden Paul Johanna 2003 TuS Wunstorf/ H96 ab `22 NK 1 U20 400 m Hürden Kaluza Niclas Jan 2004 Eintracht Hildesheim NK 1 U20 1.500 m Kalies Tim 2004 Braunschweiger LC NK 1 U20 1.500 m Emmrich Rieke 2003 LC Nordhorn NK 1 U20 1.500 m Heymann Nele 2003 TuS Haren NK 1 U20 Langstrecke Ebel Felix 2003 Emder Laufgemeinschaft NK 1 U20 3.000 m Hindernis Funck Ronja 2004 TV Jahn Walsrode/ H96 ab `22 NK 1 U20 3.000 m Hindernis Hinrichs Carolin 2004 VfL Löningen NK 1 U20 Dreisprung Pischke Emily 2004 Hannover 96 NK 1 U20 Hammerwurf Hundertmark Lara 2004 Einbecker SV NK 1 U20 Speerwurf Lahrs Christina 2004 TSV Wehdel NK 1 U20 10-Kampf Karsten Maximilian 2003 VfL Wolfsburg NK 2 800 m Drath Delphine 2005 TK zu Hannover NK 2 Langstrecke Matthäus Elias 2006 SC Kirch- & Westerweyhe NK 2 Hochsprung Hoppe Jason Lee 2006 LC Hansa Stuhr NK 2 Dreisprung Michelmann Leon 2006 TSV Asendorf NK 2 Diskuswurf Wolzenburg William 2006 SV Georgsheil NK 2 Dreisprung Werner Lotta-Henrike 2006 LG Weserbergland NK 2 Hammerwurf Numrich Marius 2006 SVG GW Bad Gandersheim jg. Der Deutsche Leichtathletk-Verband (DLV) hat wie jedes Jahr wieder zahlreiche Athletinnen und Athleten deutschlandweit in die verschiedenen Bundeskader berufen, die sich auf nationaler Ebene in den Olympiakader (OK), den Perspektivkader (PK) sowie den Nachwuchskader 1 (NK1 U20 bzw. U23) und Nachwuchskader 2 (NK2) unterteilen. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung aller 37 Athletinnen und Athleten im DLV-Bundeskader, die im Jahr 2022 für einen Verein im NLV an den Start gehen.

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 7 seine regionale Laufgruppe im historischen Vereinstrikot. Die erste Fackelübergabe ereignete sich am Eintracht Stadion in Braunschweig, das für die Leichtathletik von großer Bedeutung ist – nicht zuletzt aufgrund der Ausrichtung zahlreicher nationaler und internationaler Leichtathletikwettkämpfe. Mit dem MTV Braunschweig und weiteren Vereinen der LG Braunschweig wurden gleich zwei Streckenabschnitte bis nach Wendeburg abgedeckt. Hier übernahm die Laufgruppe des MTV Vechelde, die die Fackel – auch durch die Unterstützung ganz junger Läufer – sicher nach Woltorf brachte. Die weiteren Teilstrecken im Kreis Peine wurden durch den SVG Groß Bülten und den TSV Arminia Vöhrum sportlich gestemmt. Auf dem Weg von Peine in den Hämelerwald war Halbzeit für den Jubiläumslauf – auch für den FahrradGuide, NLV-Vizepräsident Andreas Ull, der sich auf Grund der tollen Wetterlage kurzerhand entschloss, mit dem Fahrrad die gesamte Strecke zu begleiten. Durch den Hämelerwald hatte der ortskundige Lauftreff Hämelerwald das Kommando und übergab die Fackel sicher beim nächsten Stopp in Lehrte an gleich zwei Gruppen, den Post-SV Rot Gold Lehrte und der SV Lehrte. Die größte Gruppe startete mit 14 Läufer*innen auf die 10,5 km Strecke nach Hannover-Anderten. Einen besonderen Jubiläumslauf – 75 Jahre NLV Vom Gründungsort zum aktuellen Sitz des NLV Moment lieferte die vorletzte Fackelübergabe in Hannover-Anderten, bei der auch der jüngste Mitstreiter eines Begleitfahrzeuges die Fackel der nächsten Gruppe entzündete. Bereits aufgewärmt stand der Lauftreff TSV Anderten in Startposition und übernahm den vorletzten Streckenabschnitt bis zur Petrikirche in Hannover, wo die Hannover Runners schon auf die letzte Pflichtkür warteten. Nach knapp 9 Stunden war es geschafft! In einem feierlichen Rahmen wurden die Läufer*innen in Hannover unter anderem von Vertreter*innen des NLV Präsidiums in Empfang genommen. Michael Claaßen von den Hannover Runners entzündete ein letztes Mal eine Fackel – gehalten von NLV-Ehrenpräsidentin Rita Girschikofsky. „Die Mission ist erfüllt und ein großer Dank gilt allen Beteiligten und Engagierten auf der sportlichen Reise von Braunschweig nach Hannover, aber auch den Organisatoren der NLV-Geschäftsstelle“, so NLVVizepräsident Andreas Ull in einem kurzen Resümee am Ziel. Insbesondere die tollen Gespräche unterwegs und die Begegnungen und Empfänge der Laufgruppen an den Wechselorten zeigen, dass alle mit Herzblut für den NLV an der gelungenen und würdevollen Jubiläumsaktion teilgenommen haben. tw./ch. Neben verschiedenen Aktionen im Jubiläumsjahr hat sich das Ressort Breitensport und Sportentwicklung eine besondere sportliche Herausforderung überlegt. Ein Fackellauf vom NLV-Gründungsort in Braunschweig zum heutigen Sitz des NLV in Hannover. Zur Würdigung der sportlichen Entwicklungsgeschichte der Leichtathletik in Niedersachen absolvierten Läufer*innen aus Niedersachsen für jedes sportliche Jahr eine Strecke von einem Kilometer, so dass ein Weg von symbolträchtigen 75 Kilometern zusammenkam. Nach einer kurzen Laudatio zur NLV-Historie von NLV-Vizepräsident Andreas Ull entzündete die NLVKreisvorsitzende Anne-Kathrin Eriksen am 16. Oktober 2021 um 8:30 Uhr die Jubiläumsfackel und übergab sie den beiden ersten Läufer*innen Natalie Pisoke und Torben Gottwald. Die Entzündung war der symbolische Startschuss einer 75 Kilometer Laufchallenge von Braunschweig nach Hannover. Die Strecke unterteilte sich in unterschiedlich lange Abschnitte, die von lokalen Laufgruppen der Mitgliedsvereine und Lauf-TREFFs des NLV laufend absolviert wurden. Die Gruppen wurden von einem selbsternannten Gruppen-Leader – dem Fackelträger – geführt, der jeweils am Tragen des Jubiläumsshirts erkannt werden konnte. Läuferische Unterstützung bekam der Leader durch (Fotos: NLV)

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 8 Finale. Die Göttingerin konnte sich Versuch für Versuch steigern und sprang im dritten Versuch auf 14,20 Meter. Am Ende fehlten der Deutschen Meisterin von Braunschweig lediglich zwei Zentimeter zum Finaleinzug. Doppelt bitter, weil sie bei ihrem letzten Versuch 18 Zentimeter am Brett verschenkte. Im späteren Dreisprung Finale sprang die Venezolanerin Yulimar Rojas mit 15,67 Metern neuen Weltrekord. Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß war in Tokio sowohl für die 400 Meter Mixed-Staffel als auch die 400 Meter Staffel der Frauen gesetzt. Den Anfang machte die Mixed-Staffel, erstmalig im Programm bei Olympischen Spielen. Mit ihren Nationalmannschaftskollegen Corinna Schwaab, Manuel Sanders und Marvin Schlegel lief Spelmeyer-Preuß in 3:12,94 Minuten Deutschen Rekord in der noch jungen Geschichte des Staffelformates. Über die Zeit qualifizierte sich das deutsche Quartett für das Finale, in welchem die Niedersächsin aufgrund von Oberschenkelproblemen beim Aufwärmen leider nicht an den Start gehen konnte. Die 4x400 Meter Mixed-Staffel wurde im Endlauf wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. Unter den extrem heißen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit in Tokio litten vor allem die Teilnehmer an den Laufwettbewerben. Nichtsdestotrotz zeigte Lea Meyer bei ihrer Olympia Premiere über 3.000 Meter Hindernis ein couragiertes Rennen und blieb in 9:33,00 Minuten nur knapp unter ihrer Bestzeit. Mit erst 23 Jahren gehörte die Löningerin zu den jüngeren Läuferinnen im Feld. Meyer kostete es im Vorhinein viel mentale Arbeit, sich nicht von den großen Namen, die mit ihr an der Startlinie standen, erschlagen zu lassen. „Vor Ort konnte ich es aber richtig genießen“, erzählt sie beim Empfang im Löninger Rathaus nach ihrer Rückkehr am 6. August. Auch im deutschen Haus im olympischen Dorf konnte sie einige Athleten treffen. Die Athleten, die im Haus waren, haben dann die Medaillengewinner bei ihrer Rückkehr begrüßt, „da ist man dann doch Fan“, sagt sie. Gemeinsam mit den Sprintern um Deniz Almas reiste Imke Onnen als letzte übrig gebliebene Gruppe von Miyazaki ins Olympische Dorf nach Tokio. In der Hochsprung Qualifikation meisterte die Deutsche Meisterin von Braunschweig die Anfangshöhe von 1,82 Meter souverän, bevor sie jedoch direkt Probleme mit den nächsten Höhen bekommen sollte. Nachdem die Hannoveranerin 1,86 Meter im zweiten Versuch übersprang, war ihr Wettkampf nach drei Fehlversuchen über 1,90 Meter bereits frühzeitig beendet. Für den Finaleinzug wären 1,95 Meter erforderlich gewesen. Nur wenige Stunden später ging der Wolfsburger Deniz Almas an den Start, welcher den Niedersachsen und Vereinskollegen Niels Torben Giese, der verletzungsbedingt absagen musste, im deutschen 4x100 Meter Quartett ersetzte. Für Almas war es der versöhnende Höhepunkt jg. Mit einem Jahr Verspätung konnten vom 23. Juli bis 8. August 2021 dann doch noch die 32. Olympischen Sommerspiele in Japans Hauptstadt Tokio ausgetragen werden. Die Leichtathleten befanden sich im Vorfeld der Spiele zur Akklimatisierung von Zeitverschiebung und heißen Temperatur im „Pre-Camp“ im japanischen Miyazaki, von wo aus die Athletinnen und Athleten nach und nach ins Olympische Dorf in die Hauptstadt reisten. Gleich fünf Niedersachsen erfüllten sich den Traum einer Teilnahme an Olympischen Spielen. Einzig und allein Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg) war bereits 2016 in Rio an den Start gegangen, wo sie ihre persönliche Bestzeit über die Stadionrunde aufstellte. Für Lea Meyer (VfL Löningen), Imke Onnen (Hannover 96), Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen) und Deniz Almas (VfL Wolfsburg) war es in Japan ihre olympische Premiere. Freud und Leid sollten am Ende der Spiele für die fünf Niedersachsen eng beieinander liegen. Während die Olympischen Spiele am 23. Juli feierlich eröffnet wurden, befanden sich alle deutschen Leichtathleten noch in Miyazaki, da die Leichtathletik-Wettbewerbe erst eine Woche später am 30. Juli starteten. Am ersten Wettkampftag der Leichtathleten kämpften dann direkt zwei Niedersachsen um den jeweiligen Einzug ins Finale. Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack verpasste unglücklich und denkbar knapp das olympische Dreisprung- Ein Teil der NLV- Sportlerinnen und ihre Trainer (Foto: NLV) Fünf Niedersachsen erleben olympisches Flair hautnah Eckhardt-Noack, Spelmeyer-Preuß, Onnen, Meyer und Almas in Tokio Deniz Almas (3. v.l.) zusammen mit seinen Staffel-Kollegen (Foto: Chai von der Laage)

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 9 nach dem Finallauf optimistisch. Das Staffelfinale gewannen am Ende sensationell die Italiener. Auch die Frauen-Staffel über die Stadionrunde lief in 3:24,77 Minuten eine gute Zeit, die schnellste einer deutschen 4x400 Meter Staffel seit 2010. Dabei ließ Schlussläuferin Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß auf der Zielgeraden leider noch ein paar Körner liegen und wurde noch von einigen Staffeln auf den letzten Metern überholt. Am Ende fehlte etwas mehr als eine halbe Sekunde zum Einzug ins Finale und es blieb der zehnte Platz im Endresultat. „Wir freuen uns sehr, dass 5 Athletinnen und Athleten des NLV in Tokyo ein Teil der olympischen Spiele waeiner bisher durchwachsenen Saison aufgrund von anhaltenden Fußproblemen. Auf Position 3 laufend erreichte das deutsche Sprint-Quartett um Julian Reus, Joshua Hartmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,06 Sekunden das Ziel. Sie verfehlten damit nur um wenige Hundertstelsekunden den Deutschen Rekord, belohnten sich aber mit dem Einzug ins Olympische Finale. Im Vorlauf ließen die Deutschen sogar sensationell die favorisierten US-Amerikaner hinter sich. Mit 38,12 Sekunden und Platz 6 im anschließenden Finale konnte das Quartett um Deniz Almas sichtlich zufrieden sein. „Es stimmt einen super optimistisch, weil es nicht die Frage ist, ob wir deutschen Rekord laufen – sondern wann“, zeigte sich Almas ren. Grundsätzlich sind wir froh, dass die olympischen Spiele stattgefunden haben. Es konnten viele wertvolle Erfahrungen beim wichtigsten Wettkampf der Leichtathleten gesammelt werden. An der einen oder anderen Stelle hat leider etwas Glück gefehlt, aber trotzdem wurden starke Leistungen erzielt. Unsere Olympioniken können sehr stolz sein, denn die lange Vorbereitung mit vielen Unsicherheiten war eine große Herausforderung. Wer diesen langen Weg erfolgreich gegangen ist und an den olympischen Spielen teilnimmt, ist ein großer Sportler bzw. eine große Sportlerin“, bilanziert Julien Karn, Vizepräsident Leistungssport im NLV, das Abschneiden der niedersächsischen Athleten in Tokio. Herzen für seine Verdienste für die Leichtathletik in Niedersachsen“, berichtet Julien Karn, NLV-Vizepräsident Leistungssport, über Eisenkolbs jahrelanges Engagement für die Leichtathletik in Niedersachsen. Während eine Nachfolge für Eisenkolb gefunden werden musste, übernahm Frank Reinhardt die Koordinierung des Leistungssport-Bereichs kommissarisch. In diesem Zeitraum gelang es Reinhardt zudem, zwei Junioren-EM Teilnehmerinnen und eine Olympia-Teilnehmerin auf ihre Saisonhöhepunkte vorzubereiten und vor Ort zu betreuen. „Frank hat im letzten halben Jahr einen grandiosen und vorbildlichen Job gemacht und neben seinen bereits zahlreichen anderen Tätigkeiten die übergeordneten Aufgaben übernommen“, resümiert Julien Karn die Zusammenarbeit mit Frank Reinhardt. „Auch persönlich danke ich Frank herzlich für sein Engagement, das er auch weiterhin durch eine enge Zusammenarbeit mit Annelie Jürgens zeigt. Wir können uns glücklich schätzen, solch einen Mitarbeiter zu haben“, führt Viktoria Leu, NLV-Geschäftsführerin, die lobenden Worte fort. Mit Annelie Jürgens hat sich eine Person in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchgesetzt, die Annelie Jürgens neue Leitende Landestrainerin jg/vle/jk. Der Niedersächsische Leichtathletik-Verband hat eine neue Führungsspitze innerhalb des Trainerteams. Annelie Jürgens, seit Januar vergangenen Jahres bereits Landestrainerin Sprung Nachwuchs und treibende Kraft im Bereich der Talentförderung des Verbandes, bekleidet seit dem 1. August 2021 nun das Amt der Leitenden Landestrainerin im NLV. Sie beerbt damit Edgar Eisenkolb, welcher im Januar 2021 seine Funktion wechselte und seitdem vollständig beim DLV als Bundestrainer tätig ist. Eisenkolb war knapp 20 Jahre lang Leitender Landestrainer des NLV. „Edgar hat die Leichtathletik in Niedersachsen sehr positiv geprägt. Durch seinen Einsatz und seine Leidenschaft konnten wir im Bereich Leistungssport viele Erfolge feiern. Wir danken Edgar von ganzem auch in ihrem bisherigen Werdegang nach Herausforderungen suchte und diese meisterte. Die Diplomtrainerin, Dipl.-Psychologin, Dipl.-Sportpädagogin und M.A. Informatik/Mathematik und Politikwissenschaften – beide letztgenannten Abschlüsse lässt sie aus Bescheidenheit gerne unter den Tisch fallen – weiß durch Erfahrungen zu glänzen. Sei es als Trainerin, die Andreas Pohle bis zu seinen Olympischen Spielen begleitete. 31 Namen zählt die Liste der von ihr trainierten Athletinnen und Athleten mit nationalen und internationalen Erfolgen. Dass Annelie Jürgens die Position einer Bundestrainerin innehatte, überrascht somit wenig. Sie nimmt aber auch die Rolle der EDV-Expertin ein, die mal eben eine Auswertung von sportmotorischen Testergebnissen programmiert. Dass sie stets am Puls der Zeit bleibt, dafür sorgen ihre Freude am Lesen wissenschaftlicher Studien und ihre Nachwuchsathletinnen und -athleten, die sie ins Herz geschlossen hat. Wie hieß es nicht bereits: „Annelie Jürgens – wir kennen dich auch in Ostfriesland!“ Der NLV wünscht Annelie Jürgens viel Erfolg in ihrem neuen Amt und ein stets glückliches Händchen! (Foto: NLV)

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 10 ticket abgesichert werden sollte, liefen Sophia Junk, Lilly Kaden, Keshia Kwadwo und Talea Prepens bereits Meisterschaftsrekord in 43,24 Sekunden. Im späteren Finallauf ließen die vier Nachwuchssprinterinnen nichts weiter anbrennen und wurden in 43,05 U23-Europameisterinnen über 4x100 Meter – erneut mit Meisterschaftsrekord. Noch bevor in Tallinn kurzzeitig der Strom im Stadion ausfiel, glänzte Merle Homeier (LG Göttingen) wenige Stunde zuvor mit der Silbermedaille im Weitsprung. Nachdem sich die neue Landesrekordhalterin in der Qualifikation souverän mit einem einzigen Sprung für das Finale qualifizierte, durfte sie sich berechtigte Hoffnungen für eine mögliche Medaille machen. Direkt im ersten Sprung gelang ihr ein Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz: 6,69 Meter! Dies bedeutete neue persönliche Bestweite, erneuter Landesrekord und der erste Platz im Zwischenstand. Mit 6,68 Metern im zweiten Versuch unterstreichte Homeier ihre Topform, während sich die Konkurrenz Schritt für Schritt der Bestweite der Niedersächsin näherte. Aufgrund von eintretendem, plötzlichem Nasenbluten verzichete Homeier auf den dritten Versuch. Wenig später sprang die Ungarin Petra Farkas 6,73 Meter und verdrängte die Athletin aus Göttingen vom ersten Platz. Den Silberrang sollte sie aber behalten und somit sicherte sich Merle Homeier die erste internationale Medaille ihrer noch jungen Karriere. Knapp am Podest vorbei schrammte Luna Thiel (VfL Eintracht Hannover) mit der 4x400 Meter Staffel, welche in 3:30,72 Minuten auf Platz 4 ins Ziel kam. Nur wenige Zehntel fehlten dem deutschen 400 MeterQuartett auf die drittplatzierten Polen (3:30,38 Minuten). Luna Thiel stand bereits zuvor ebenfalls als Einzelstarterin auf der Bahn. Über die Stadionrunde qualifizierte sie sich für das Halbfinale, in dem dann allerdings Schluss war (53,63 Sekunden). Kira Wittmann (LG Göttingen), Trainingskollegin von Merle Homeier, sprang im Dreisprung mit 13,19 Metern auf den siebten Platz – sehr zur Freude von Trainer Frank Reinhardt:“Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung von Kira. Ein Endkampfplatz bei einer internationalen Meisterschaft ist ein großer Erfolg“. Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim) ging in Tallinn über 3.000 Meter Hindernis an den Start. Die in den USA lebende und studierende Nachwuchsläuferin überquerte in 10:15,04 Minuten die Ziellinie und verpasste die Qualifikation für das Finale denkbar knapp um zwei Sekunden. Das niedersächsische Team in Tallinn komplettierte Luis Oberbeck (LG Göttingen). Der Shootingstar über die Stadionrunde, nachdem er erst vor wenigen Jahren zur Leichtathletik gekommen war, stand im Aufgebot der 4x400 Meter Staffel, kam als Ersatzläufer allerdings nicht zum Einsatz. jg. Vor dem sportlichen Höhepunkt des Jahres, den Olympischen Spielen in Tokio, ist die estische Hauptstadt Tallinn das Mekka des europäischen Leichtathletik-Nachwuchses. An zwei aufeinnander folgenden Wochen finden sowohl die U23-EM als auch die U20-EM im Baltikum statt. Den Anfang machten vom 08.-11.07.2021 die U23-Athleten Europas – unter ihnen auch sechs Starter aus Niedersachsen. Dabei war es vor allem der letzte Wettkampftag, der nicht nur der deutschen Mannschaft zahreiche Medaillen bescherte, sondern auch zwei Medaillen niedersächsischer Athleten hervorbrachte. Talea Prepens (TV Cloppenburg) absolvierte in Tallinn ein straffes Programm. An den ersten beiden Wettkampftagen war sie dreimal über die 200 Meter als Einzelstarterin am Start und sprintete im Finale nur knapp am Podest vorbei. In neuer persönlicher Bestzeit von 23,15 Sekunden wurde die frisch gebackene Abiturientin Vierte. Zu erwähnen sei, dass Talea Prepens erst seit diesem Jahr der U23 zugehörig ist und noch bis 2023 in der Altersklasse startberechtigt sein wird. Nach einem Ruhetag war Prepens am letzten Wettkampftag dann mit der deutschen 4x100 Meter Staffel gefordert. Obwohl im Vorlauf durch Sicherheitswechsel das FinalSilber im Weitsprung für Merle Hohmeier (LG Göttingen) mit 6,69m (Foto: NLV) Zwei Medaillen für Niedersachsen bei der U23-EM Prepens holt Gold mit der Staffel, Homeier springt zu Silber

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 11 ze von Tallinn blieb die Hannoveranerin am ersten Wettkampftag jeweils immer knapp unter ihrer Saisonbestleistung, über 200 Meter folgte eine Saisonbestleistung von 24,43 Sekunden zum Abschluss. Nachdem sie auf dem sechsten Platz übernachtete, startete Siemer im Weitsprung mit Saisonbestleistung (5,86 Meter) in den zweiten Tag. Während auch bei ihr der Speerwurf nicht rund lief, blieb Siemer über die 800 Meter erneut knapp unter Bestleistung. Im Endresultat bedeuteten 5.592 Punkte den achten Platz. Neben den beiden Siebenkämpferinnen standen über 3.000 Meter Hindernis ebenfalls gleich zwei Nachwuchstalente aus Niedersachsen an der Startlinie, die sogar noch beide der Altersklasse U18 angehören. Carolin Hinrichs (VfL Löningen) hatte mit den warmen Temperaturen am Baltikum zu kämpfen und verpasste in 10:55,54 Minuten leider den Finaleinzug. Im gleichen Lauf qualifizierte sich dafür aber Ronja Funck (TV Jahn Walsrode) als Zweite des Vorlaufes in 10:31,84 Minuten für das Finale. Dort zeigte sie einen couragierten Lauf und erreichte als Fünftplatzierte in neuer Bestleistung von 10:16,62 Minuten das Ziel. Die Zeit war gleichzeitig auch europäische U18-Jahresbestleistung. Jasmina Stahl (Hannover 96) absolvierte auf der Laufbahn ebenfalls ihren ersten internationalen Start. Über 5.000 Meter überquerte die Hannoveranerin nach 16:36,17 Minuten als Fünftplatzierte die Ziellinie. Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg) war in Tallinn sowohl als Einzelstarter als auch als Staffelläufer gefragt. Über die 100 Meter erreichte der Wolfsburger in 10,58 Sekunden souverän das Halbfinale, in dem er allerdings in 10,57 Sekunden nicht das Finalticket lösen konnte. Am letzten Wettkampftag standen traditionell die Staffel-Entscheidungen auf dem Programm. Als zweiter Läufer der deutschen 4x100 Meter Staffel unterlief leider ausgerechnet beim ersten Wechsel ein Fehler, wodurch Morawietz und seine Staffelkollegen im Vorlauf ausschieden. Während seine Schwester Marie im Siebenkampf an den Start ging, präsentierte sich Max Dehning (LG CelleLand) in seiner Paradedisziplin, dem Speerwurf. Mit 63,96 Metern blieb der Nachwuchswerfer knapp vier Meter unter seiner Bestweite, sammelte aber wichtige Wettkampferfahrung auf internationaler Bühne. Auch Max Dehning ist noch der Altersklasse der U18 angehörig. Im Hammerwurf fehlte Sören Hilbig (VfR Evesen) mit 68,88 Metern ein halber Meter für das Finalticket. Torben Schaper (VfL Eintracht Hannover) warf den Hammer bei seiner Nationalmannschaftspremiere auf 64,46 Meter. NLV-Vizepräsident Jugend Jan Gutzeit zeigte sich sehr erfreut über die diesjährigen Junioren-Europameisterschaften: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einmal so viele Nachwuchsathleten bei einer Junioren-EM am Start hatten, wie es dieses Jahr der Fall war. Dazu noch insgesamt drei Medaillen aus U20 und U23 sowie zahlreiche Endkampfplatzierungen – das ist grandios.“ jg. Gleiches Prozedere wie in der Vorwoche, gleiche Wettkampfstätte – nur das Alter der Athleten verjüngte sich für die Organisatoren in Tallinn. Nach der U23-EM eine Woche zuvor gingen vom 15.-18. Juli die U20Europameisterschaften in Estlands Hauptstadt über die Bühne. Mit dabei waren gleich neun Niedersachsen, die nahezu allesamt ihre erste internationale Meisterschaft bestritten. Für Marie Dehning (LG Celle-Land) sollte es eine ganz besondere Premiere auf der internationalen Bühne werden. Sie landete im Siebenkampf auf dem dritten Platz und konnte eine Bronzemedaille mit nach Hause bringen. Nach bereits drei Bestleistungen am ersten Wettkampftag (Hürden, Kugel, 200 Meter) deutete sich schnell an, dass Dehning in bestechender Form ist. Trotz Schwierigkeiten in ihrer Paradedisziplin, dem Speerwurf, lag Dehning vor dem abschließendem 800 Meter Lauf bereits auf dem dritten Platz und verteidigte diesen erfolgreich. Sie belohnte sich neben der Bronzemedaille natürlich mit einer neuen Bestmarke von 5.778 Punkte. Mit Lara Siemer (Rukeli Trollmann) ging eine weitere Niedersächsin im Siebenkampf an den Start. In der Hit7 von 9 NLV-Startern bei der U20-EM in Tallinn: Max Dehning, Lara Siemer, Marie Dehning, Tobias Morawietz (oben v.l.) Jasmina Stahl, Ronja Funk und Carolin Hinrichs (unten v.l.) (Foto: NLV) Marie Dehning holt Bronze bei der U20-EM Neun Niedersachsen bei der U20-EM in Tallinn am Start

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 12 Deutschlands“) war Werner Morawietz maßgeblich beteiligt. Mehr als 50 Jahre trainierte der Verstorbene die schnellen Läufer und Läuferinnen des VfL Wolfsburg e.V. Als „ewiger Sprinttrainer“ stand er noch bis kurz vor dem Ausbruch seiner Krankheit mit der Stoppuhr in der Hand am Rande der Laufbahn im Stadion am Elsterweg. Hier war sozusagen seine zweite Heimat, oftmals führte ihn in seinem Trainerleben der Weg von seinem ehemaligen Arbeitgeber VW direkt zu seinen Schützlingen. Als Sprinter war Werner Morawietz nie so gut wie seine späteren Erfolgssportler und Meisterläuferinnen. Aus einem durchschnittlichen Sprinter wurde ein überdurchschnittlicher Coach. Er war ein harter Trainer, verrichtete seine Aufgaben mit großem persönlichen Aufwand und Hingabe. Von der Pike auf hat er das TrainerEinmaleins erlernt, er wusste bestens, was in seinen Athleten und Athletinnen vorging und wie er das Training dosieren musste. Immer wieder hat er seinen „Ruhestand“, den er eigentlich nach Ende der aktiven Laufbahn von Sven Knipphals plante, verschoben. Zuletzt war es sein Enkel Tobias aber auch die zahlreichen jungen Nachwuchstalente, die ihn motivierten noch weiter zu machen. Diverse Finalteilnahmen bei den DMs und nicht zuletzt der DM-Titel seines Enkels Tobias waren der Lohn seiner unermüdlichen Motivation. VfL-Präsident Prof. Dr. Peter Haase äußerte sich tief betroffen zum Tod des Erfolgstrainers: „Mit Werner Morawietz ist ein Urgestein der deutschen Leichtathletik-Geschichte verstorben. Als Mensch und Trainer bleibt er im Verein unvergessen“. An Anerkennung und Ehrungen mangelte es Werner Morawietz nicht. So ehrte ihn der Niedersächsische Leichtathletik-Verband nach den Erfolgen von Sven Knipphals als „Trainer des Jahres“ und die Medien schlugen ihn 2019 zum „Wolfsburger des Jahres“ vor. „Werner war einer der erfolgreichsten und besten Trainer in Niedersachsen. Er hat die Leichtathletik im NLV und vor allem in Wolfsburg sehr positiv geprägt und viele Athleten in das internationale Wettkampfgeschehen und zu den olympischen Spielen geführt. Werner war ein toller Mensch und jederzeit für seine Athleten da. Wir sind sehr traurig, dass Werner nun nicht mehr bei uns ist“, zeigt sich NLV-Vizepräsident Leistungssport Julien Karn traurig über den Verlust seines damaligen Trainers. Die Ehrung zum Trainer des Jahres 2021 ging im Rahmen der NLV-Spitzensporttagung postum an Werner Morawietz. Als Stützpunktleiterin und Trainerkollegin des verstorbenen Morawietz nahm Nele Rheinländer stellvertretend die Ehrung entgegen. Werner Morawietz wird uns auf und neben dem Platz fehlen. ur. Einer der erfolgreichsten Trainer in der deutschen Leichtathletik-Geschichte ist verstorben. Am Abend des 16. September erlag Werner Morawietz in seiner Heimatstadt Wolfsburg nach kurzer, schwerer Krankheit. Mit seinem Tod verliert der VfL Wolfsburg e.V. einen Trainer, der mit seinen Erfolgen dazu beitrug, den Ruf seines Vereins als „Leichtathletik-Hochburg“ zu festigen. Werner Morawietz schrieb Leichtathletik-Geschichte in der „Stadt des KDF-Wagens“, in der er 1943 geboren wurde. Mit seinem Namen sind die Namen von Sprintern und Sprinterinnen verbunden, die nationale und internationale Erfolge feierten. Erinnert sei an Birgit Leinemann, Karin Jahnke, Sven Knipphals, Pernilla Kramer und Johannes Breitenstein und ganz aktuell an seinen Enkel Tobias. Auch an der Verpflichtung und Entwicklung von Deniz Almas („schnellster Wolf „Ein Trainer mit Ausdauer und Hingabe“ – Werner Morawietz (VfL Wolfsburg) verstorben

dem der Braunschweiger anfangs sogar noch die Spitzengruppe anführte. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen Joseph Katib (30:19 min) und Karsten Meier (30:45 min) konnte sich Hendel abschließend noch über die Bronze-Medaille in der Teamwertung freuen. In der weiblichen Jugend U20 verpasste Jasmina Stahl (Hannover 96) als Viertplatzierte in 34:33 Minuten knapp das Podium, verbesserte dabei aber ihren erst bei den Landesmeisterschaften aufgestellten Landesrekord um 56 Sekunden! Nele Heymann (TuS Haren) lief bei ihrer 10-Kilometer Premiere in 35:40 Minuten auf Platz 7. Der Deutsche 1.500 Meter Meister Tim Kalies (Braunschweiger LC) wurde in der männlichen Jugend U18 Fünfter (33:27 Minuten). In der männlichen Jugend U20 überquerte Philipp Tabert (VfL Eintracht Hannover) als Achtschnellster nach 32:18 Minuten die Ziellinie. Im Vorfeld der drei Meisterschaftsrennen (Männer, Frauen, Senioren) dankte man Organisationschef Ditmar Grote vom SV Rosche für seinen jahrelangen und leidenschaftlichen Einsatz für die Leichtathletik. Als Hauptorganisator macht er seit Jahren und stets mit großem Erfolg Straßenläufe in der Uelzener Altstadt möglich. Nicht zuletzt richtete er viele Deutsche Meisterschaften 10 km Stimmungsvoller Rundkurs in Uelzens Altstadt Landesmeisterschaften über 10km in Uelzen aus. Bei seinem Heimspiel ehrten ihn Vertreter des NLV sowie des Landessportbundes vor großem Publikum für sein ehrenamtliches Engagement im Rahmen der Aktion „Ehrenamt Überrascht“. jg. Hanna Klein und Nils Voigt heißen die Deutschen Meister im 10-Kilometer-Straßenlauf 2021. In Uelzen überraschte die Athletin der LV Stadtwerke Tübingen mit der sechsschnellsten deutschen Zeit der Geschichte und verdrängte Alina Reh auf den zweiten Platz. Nils Voigt setzte sich dagegen mit starkem Schlussspurt gegen Samuel Fitwi und Richard Ringer durch. Nach der Generalprobe wenige Woche zuvor im Rahmen einer Landesmeisterschaft brachte das Organisationsteam um Ditmar Grote die Deutschen Meisterschaften erfolgreich, reibungslos und stimmungsvoll über die Bühne. Durch den 2-Kilometer-Rundkurs im Herzen der Uelzener Altstadt, welcher entsprechend fünfmal absolviert werden musste, passierten die Läufer sehr häufig die mit vielen Zuschauern gefüllten Streckenabschnitte, insbesondere im Start-Ziel-Bereich. Bei besten Laufbedingungen und strahlender Sonne liefen Kristina und Sebastian Hendel (LG Braunschweiger) beide auf den vierten Platz beim niedersächsischen Heimspiel. Kristina Hendel überquerte nach 33:08 Minuten die Ziellinie nahe des Rathauses. Ihr Mann Sebastian absolvierte die 10 Kilometer in 29:13 Minuten, nachStart des Männer-Laufes in Uelzen (Fotos: NLV/Flatemersch) Organisator Ditmar Grote wurde für seinen jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz durch NLV-Vizepräsident Andreas Ull geehrt. JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 13

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 14 ningerin eine halbe Runde vor dem Ziel ab und brachte die Führung in 4:30,11 Minuten ins Ziel. Während Hinrichs sich noch von ihrem Lauf erholte, ermittelten bereits die Läufer der männlichen Jugend U18 den Deutschen Jugendmeister. Während knapp eine Runde vor Schluss der Favorit Tim Kalies (Braunschweiger LC) das Tempo anzog, folgte ihm mit Tammo Doerner (SV Nordenham) ein weiterer Niedersachse im Schlussspurt. Kalies setzte sich immer deutlicher ab und gewann in 4:12,00 Minuten seinen ersten Deutschen Meistertitel. Dahinter folgte ihm Tammo Doerner, der seinen couragierten Einsatz auf der Schlussrunde mit Überraschungssilber belohnte (4:17,13 Minuten). In der weiblichen Jugend U20 lief Nele Heymann (TuS Haren) im Anschluss noch auf Platz 5 (4:34,76 Minuten) und rundete das grandiose Abschneiden der 1.500 Meter Läufer ab. Mit Ronja Funck (TV Jahn Walsrode) präsentierte sich über 2.000 Meter Hindernis eine weitere Niedersächsin auf der Laufbahn in bestechender Form. Funck, Fünftplatzierte bei der U20-EM in Tallinn, überquerte die Ziellinie nach 6:44,70 Minuten in neuer Bestzeit und sicherte sich Silber. Ihre Zeit bedeutete gleichzeitig Platz 2 in der europäischen U18-Bestenliste. Auf die Hammerwerfer ist Verlass! Das zeigte sich auch wieder in Rostock bei vier Teilnehmern und drei Medaillen im Endresultat. In der weiblichen Jugend U18 wurde Lara Hundertmark (Einbecker SV) mit 63,66 Metern Zweitplatzierte, in der älteren Altersklasse warf Annegret Jensen (TSV Lelm) ihren Hammer auf den Bronzerang (54,13 Meter). Die beiden EM-Teilnehmer von Tallinn, Sören Hilbig (VfR Evesen) und Torben Schaper (VfL Eintracht Hannover), erreichten Platz 2 (71,17 Meter) und Platz 5 (63,83 Meter). Sarah Karwacki (TSV Germania Helmstedt) belegte zudem noch den sechsten Platz in der weiblichen Jugend U18 mit 53,90 Metern. Emily Pischke (Hannover 96) hob sich in Rostock ihren besten Sprung bis zum Ende auf. Nach fünf Versuchen im Mittelfeld liegend sprang die Dreispringerin 12,40 Meter weit und schob sich im letzten Versuch auf den Silberrang. Über 200 Meter waren in allen vier Finalläufen niedersächsische Sprinter am Start. In der weiblichen Jugend U18 sprintete Nele Jaworksi (VfL Wolfsburg) auf Platz 8 in 25,17 Sekunden, in der männlichen Jugend U18 kam Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) als Fünftschnellster in 22,26 Sekunden ins Ziel. In der älteren Altersklasse wurde Sarina Barth (Rukeli Trollmann) Fünfte in 24,43 Sekunden und Mehrkämpferin Marie Dehning (LG Celle-Land) Siebte in 24,85 Sekunden. Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg) erkämpfte sich Silber in 21,53 Sekunden, Luc Bruno Oehlmann (Eintracht Hildesheim) wurde im gleichen Lauf Sechster in 21,96 Sekunden. Über die Stadionrunde konnten in der männlichen Jugend U18 gleich drei Niedersachsen ein Finalticket buchen. Schnellster der drei Niedersachsen und BronzemedaillenGewinner wurde Florian Kroll (LG Osnabrück) in 49,74 Sekunden vor Laurenz Badenhop (TV Jahn Walsrode) auf Platz 5 in 50,25 Sekunden jg. Nach 2018 empfing die Hansestadt Rostock vom 30.07.-01.08. erneut Deutschlands Nachwuchstalente zu den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Altersklassen U18 und U20. Zum Schutz aller Beteiligten und zur Eindämmung der Pandemie waren auch an der Ostsee keine Zuschauer zugelassen, Teilnehmerfelder mussten allerdings nicht begrenzt werden. Im Vergleich zu den Vorjahren fiel die Medaillenausbeute niedersächsischer Athleten geringer aus, zumal sich aber auch einige niedersächsische Titel- oder Medaillenfavoriten in Rostock selbst schlugen. So konnten unter anderem Johanna Paul über 100 Meter Hürden und Jordan Gordan über 400 Meter Hürden durch einen Fehlstart nicht in die Medaillenvergabe eingreifen. Speerwerfer Max Dehning verpasste seinen Wettbewerb aufgrund von Problemen bei der Stellplatzabgabe. Für einen doppelten Goldregen innerhalb von fünf Minuten sorgten die 1.500 Meter Läufer in der Jugend U18. Den Anfang machte Carolin Hinrichs (VfL Löningen), welche wenige Woche zuvor bei der U20-EM in Tallinn über 3.000 Meter Hindernis an den Start ging. Nach einem taktisch cleveren Rennen setzte sich die LöMit deutlichem Vorsprung zu Gold: Tim Kalies vom Braunschweiger LC (Foto: Flatemersch) Niedersachsen sammeln 11 Medaillen bei Jugend-DM in Rostock 2x Gold, 7x Silber und 2x Bronze für NLV- Nachwuchstalente Carolin Hinrichs (VfL Löningen) gewann Gold über 1.500 m der WJ U18 (Foto: Flatemersch)

JAHRE NLV-StaffelStab Dezember 2021 · 15 Weitere Platzierungen erzielten Delphine Drath (TK Hannover, Platz 7) über 800 Meter in der U18, Imke Müller (LG Kreis Verden, Platz 8) über 800 Meter in der U20, Jonas Kulgemeyer (OTB Osnabrück, Platz 5) und Louis Quarata (VfL Wolfsburg) auf Platz 7 in 50,72 Sekunden. In der weiblichen Jugend U20 schrammte Sarina Barth (Rukeli Trollmann) in 56,03 Sekunden als Vierte haarscharf am Treppchen vorbei. Die Wettbewerbe über die Stadionrunde inklusive Hürden bescherten eine weitere Medaille für Niedersachsen. Nachdem Niclas Jan Kaluza (Eintracht Hildesheim) im Vorlauf beinahe gestürzt war, lief der U18-Athlet in neuer Bestzeit von 52,55 Sekunden auf den zweiten Rang. Yasmin Amaadacho (Garbsener SC) wurde Siebte über die Langhürden in der weiblichen Jugend U20 (61,19 Sekunden). über 3.000 Meter in der U18, Jasmina Stahl (Hannover 96, Platz 5) über 3.000 Meter in der U20 und Felix Ebel (Emder LG, Platz 4) über 5.000 Meter in der U20. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft gewann Pia Albers (VfL Löningen) direkt ihren ersten Deutschen Meistertitel. Als Favoritin angereist erwischte die Athletin der W14 einen Sahnetag und meisterte die fünf Disziplinen des Block Lauf (100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Ballwurf, 2.000 Meter) mit 2.731 Punkten im Endresultat. Mit einem Abstand von knapp 100 Punkten auf die Zweitplatzierte sicherte sich Albers nicht nur Gold, sondern stellte gleichzeitig auch noch einen neuen Landesrekord auf. Im gleichen Blockwettkampf landete Leni Linschmann (TKJ Sarstedt) mit 2.509 Punkten auf dem fünften Platz. Eine Klasse für sich war ebenfalls William Wolzenburg (SV Georgsheil). Im Block Wurf der Altersklasse M15 gewann das Nachwuchstalent souverän mit großem Vorsprung seinen ersten Deutschen Meistertitel mit 3.143 Punkten. Dabei holte er vor allem wichtige Punkte in seinen Paradedisziplinen. Die Kugel stieß er 16,11 Meter weit, der Diskus flog auf 49,08 Meter. In der männlichen Jugend erkämpfte sich Julius Hinrichs (LG Nordheide) Mehrkampftalente glänzen bei DM Block Gold für Albers und Wolzenburg jg. Während sich im weitentfernten Tokio die Olympischen Sommerspiele auf der Zielgeraden befanden, kämpften im bayrischen Markt Schwaben Deutschlands beste Block-Mehrkämpfer der U16 um die Deutschen Meistertitel. Aus niedersächsischer Sicht standen am Ende vier Medaillen und weitere Platzierungen zu Buche. Silber im Block Lauf mit 2.677 Punkten. Wichtige Punkte holte er unter anderem im Ballwurf mit erzielten 63,00 Metern. Mannschaftskollege Ole Hansen erzielte 2.516 Punkte und landete auf dem sechsten Platz. Florian Barth (VfL Wolfsburg) verpasste im Block Sprint/Sprung der M15 denkbar knapp eine Medaille. Mit 3.007 Punkten fehlten ihm lediglich neun Punkte auf die beiden Zweitplatzierten, die sich Silber mit 3.016 Punkten teilten. Bronze im Block Sprint/Sprung der W15 ging an die Wolfsburgerin Emma Carstensen (VfL Wolfsburg), die mit 1,58 Meter im Hochsprung wichtige Punkte für die späteren 2.686 Punkte im Endresultat erzielte. Im gleichen Blockwettkampf landeten Sophia Scheidt (VfL Löningen) mit 2.491 Punkten und Sophie Mia Hinz (TuS Bothfeld) mit 2.489 Punkten auf den Plätzen 20 und 21. Im Block Lauf der W15 wurde Leni Viehweger (VfL Lingen) Vierte mit 2.500 Punkten. Neele Hebel (TKJ Sarstedt) wurde direkt dahinter Fünfte mit 2.472 Punkten. Im Block Wurf der W15 landete Leni Eva (TSV Schnega) mit 2.578 Punkten auf dem sechsten Rang. Pia Albers gewinnt Gold (Foto: Armin Beyer) Silber über 200 m: Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg - Foto: Flatemersch)

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