BWI-Bauen-Wohnen-Immobilien_Nr. 2
BWI März/April 2019 7 wir neulich 2,5 Grad minus hat- ten, waren es in 92 Metern Tie- fe acht Gradplus. Diese Energie muss man doch einfach nut- zen“, findet René Herrmann. Die mit einem 300-Liter-Warm- wasserspeicher kombinierte Heizungsanlage wird vollauto- matisch in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt. Der Bauherr sieht noch mehr Vorteile seiner von der Bundes- anstalt für Wirtschaft und Aus- fuhrkontrolle (BAFA) mit 4500 Euro geförderten Sole-Was- ser-Wärmepumpe: die Lauf- zeit, die die einer Gastherme umviele Jahre übersteigen soll. Und dass kein Schornstein be- nötigt wird, was Kosten für den Schornsteinfeger spart. „Ab und zu überprüfe ich mit dem Smartphone den Druck der Wärmepumpe, mehr nicht“, sagt er. Nach seiner Schätzung werden sich die monatlichen Kosten des für Heizung benö- tigten Stroms über das Jahr gerechnet bei 35 bis 40 Euro im Monat bewegen. Da die Familie erst Pfingsten 2018 eingezogen ist, gibt es noch keine Jahres- übersicht über die Nebenkos- ten für die 145 Quadratmeter Wohnfläche. „Ich bin ziemlich sicher, dass wir mit 150 Euro monatlichen Kosten für Pum- pen- und Hausstrom sowie Wasser auskommen.“ Für die erst mal nachrangige Option, mit Sonnenenergie Strom zu erzeugen, der im Haus und eben auch für die Wärmepum- pe genutzt werden könnte, hat er aber schon mal zwei Dach- steine besorgt. Alles richtig gemacht Die Bilanz der Hausbauer fällt durchweg positiv aus: Alle Ge- werke hätten zuverlässig und sehr gut gearbeitet. „Wir haben alles richtiggemacht. Bis auf zwei Steckdosen vielleicht, die haben wir selbst an falscher Stelle geplant“, lacht Herr- mann. Mit der Fußbodenhei- zung ist die Familie ebenfalls sehr zufrieden. Selbst das Zen- trum des Hauses, ein 45 Quad- ratmeter großer Raum für Ko- chen, Essen und Wohnen unter einer lichten Kathedraldecke, ist immer gleichmäßig warm und gemütlich. „Auf eine Lüf- tungsanlage haben wie be- wusst verzichtet. Wir haben die Möglichkeit, selbst mehrfach am Tag zu lüften.“ Aufgrund der guten Wärme- dämmung der Außenwände aus hochwertigem minerali- schem Ma t e r i a l und den drei-Scheiben-Wärmeschutz- fenstern entspricht das Haus am Ende auch dem Ziel der Bauherren, einen Neubau ent- sprechend KfW 55 zu errichten. „Das ist gar nicht so einfach hinzukriegen bei einemBunga- low, denn über das große Dach geht gewöhnlich bei dieser Bauweise mehr Energie verlo- ren als bei gleicher Hausgröße in ein- oder zweigeschossiger Bauweise. Der von uns selbst in Auftrag gegebene Blower- Door-Test hat aber ergeben, dass die Luftdichtheitswerte unter denen eines Passiv- hauses liegen“, sagt Herrmann nicht ohne Stolz. Die akribische Vorbereitung und Informationsbeschaffung haben sich für die Eigentümer ausgezahlt. Ein Holzhaus kön- ne im Übrigen sogar günstiger sein als ein Steinhaus, ermun- tert René Herrmann andere Neubauinteressierte. Ein gro- ßer Vorteil sei auch, dass das Haus von Anfang an trocken, , sprich: bezugsfertig ist. (MH) Information Service-Point Klimaschutz für die Region Hannover im üstra Kundenzentrum Mo.-Fr. 10.00-18.00 Uhr Sa. 10.00-16.00 Uhr Karmarschstr. 30/32 30159 Hannover proKlima – Der enercity-Fonds Tel. (0511) 430-1970 proklima@enercity.de www.proklima-hannover.de Klimaschutzagentur Region Hannover Tel. (0511) 220022-20 Fax (0511) 220022-55 beratung@ klimaschutzagentur.de www.klimaschutz- hannover.de Der energieffiziente Neubau in der Wedemark wurde mit der „Grünen Haus- nummer“ ausgezeichnet. Sind Sie ein Newcomer? Wir zeigen Ihnen, wie maximaler Wohn- komfort und minimaler Energieverbrauch zusammenpassen. Mehr zum proKlima- Förderprogramm „Neubau“ unter: www.proklima-hannover.de · 0511 - 430-1970
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