BWI-Bauen-Wohnen-Immobilien_Nr. 3

BWI Mai/Juni 2019 6 Üstra und Enercity bauen 480 neue Ladesäulen für Elektroautos und -busse „Hannover soll das Oslo von Deutschland werden“ Sie kommen langsam, aber gewaltig: Immer mehr Elektro- autos rollen auf unseren Stra- ßen, immer mehr Verbraucher und Unternehmen setzen auf die „Stromer“, die eine klima- schonende Alternative zu klas- sischen Verbrennungsmotoren sind – sofern sie mit Strom aus regenerativenQuellengespeist werden. Um die Elektromobili- tät weiter anzukurbeln, ist der Ausbau eines engmaschigen Ladenetzes jedoch unerläss- lich. „Hannover hat in Sachen Ladepunkte einen starken Aufholbedarf“, sagte die Ener- city-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva Ende März auf einer Pressekonferenz. Der- zeit gibt es nur 20 Ladepunkte pro 100.000 Einwohner. Im Ver- gleich: In Stuttgart, das das Ladepunkte-Ranking anführt, kommen 60 Ladepunkte auf 100.000Einwohner, gefolgt von München und Hamburg. Auf europäischer Ebene liegt Oslo in Sachen Ladepunkte klar vorn. Dass Hannover so weit abge- schlagen ist, soll sich in den nächsten anderthalb Jahren ändern: Regionsweit sollen 80 bis 90 Ladepunkte pro 100.000 Einwohner zur Verfügung ste- hen; 480 öffentliche und halb- öffentliche Ladepunkte sollen allein in der Landeshauptstadt errichtet werden, 600 insge- samt in der Region. Damit Han- nover bundesweit eine der füh- renden Städte in Sachen Elek- tromobilität wird. Enge Kooperation mit der Üstra Wichtig bei der Elektromobili- tätsoffensive ist die Kooperati- onmit der Üstra, diederzeit den Ausbau ihrer elektrischen Stadtbusflotte vorantreibt. „Für unsere Elektrobusoffen- sivebenötigenwirindennächs- ten vier bis fünf Jahren neben 48 neuen Elektrobussen auch die dafür notwendige Lade- i n f r a s t r uk t u r “ , s ag t de r Üstra Vorstandsvorsitzende Dr. Volkhardt Klöppner. Aktuell fahren drei elektrische Busse durch Hannover. Die Üstra will bis 2023 den Busbetrieb in der Innenstadt Hannovers auf fünf Buslinien komplett auf E-Busse umstellen. Dazuwerden an den Endpunkten der Linien Lade- masten benötigt. Enercity und Üstra wollen beim Ausbau der Elektromobilität in Hannover eng zusammenarbei- ten.Wichtig ist es denPartnern, keine doppelte Infrastruktur aufzubauen. Die gemeinsame Nutzung der Ladeinfrastruktur für Busse und Elektroautos spare Kosten und erleichtere den Ausbau der Elektromobili- tät. Die Bus-Lademasten ste- hen dann allen zur Verfügung – und zwar als öffentliche Schnellladestationen für Elek- troautos mit 50 bis 150 Kilo- watt. Damit ist es möglich, ein Elektroauto im Durchschnitt in 10 bis 20 Minuten zu laden. Auch die Stadt undRegionHan- nover unterstützen diese Ko- operation vollumfänglich. Enercity will 30 Schnellladestationen bauen „Eine flächendeckende Lade- infrastruktur ist eine wichtige Komponente auf demWegHan- novers zu einer Smart City. Ins- besondere das Schnellladen durchsogenannteDC-Ladesäu- len wird entscheidend für die E-Mobilität sein“, sagt die Ener- city-Vorstandsvorsitzende. Fahren mit der Kraft der Sonne - die Auswahl an Elektrofahrzeugen steigt, ebenso wie deren Reichweite. Foto: rk Foto: Enercity 600 neue Ladepunkte entstehen bis Ende 202

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