BWI-Bauen-Wohnen-Immobilien_Nr. 3

BWI Mai/Juni 2019 7 „Wir planen den Bau von 30 Schnellladesäulen, wo E-Autos je nach Fahrzeugtyp innerhalb von 10 bis 30 Minuten geladen werden können. Dazu kommen noch mindestens 420 normale Ladesäulen, an denen ein Auto innerhalb von durchschnittlich zwei Stunden geladenwird“, so Zapreva. In zwei Jahren wird Hannover inSachenE-Mobilität das Oslo Deutschlands sein. Die Investitionen für die E-Mo- bility-Offensive beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro. Elektrische Flotte für Carsharing nutzen Derzeit stehen laut Klöppner mehr als 50 Millionen Euro an Fördergeldern für die Elektrifi- zierung des öffentlichen Nah- verkehrs bereit. Enercity berät und unterstützt darüber hinaus Unternehmen bei der Umstel- lung auf E-Carsharing-Modelle. Ein Beispiel: Die elektrische Flotte von Enercity besteht der- zeit aus 500 bis 600 Elektro- autos. Von abends bis morgens sowie am Wochenende stehen die Fahrzeuge für die Mitarbei- ter zur privaten Nutzung bereit. Das sei ein recht erfolgreiches Geschäftsmodell, das bereits viele Nachahmer gefunden habe, so Zapreva. Enercity startet die „Vorfahrerchallenge“ Ab sofort gibt es eine Aktion, bei der die Einwohner der Re- gion mitbestimmen können, wo künftig die neuen Ladesäu- len stehen sollen, um Elektro- autos mit Strom zu tanken. Im Rahmen von vier “Vorfahrer- Dialogen“ bekommen Hanno- vers Bewohner aus erster Hand Informationen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dort sowie über Online-Tools können sie ihre konkreten Wünsche und Standortvorschläge in die wei- teren Planungen einbringen. Alle vorgeschlagenen Ladesta- tionen werden mit einem Geo- Pingekennzeichnet und jenach Häufigkeit der Nennung visua- lisiert. Wunschstandorte kön- nen unter www.enercity.de/ vorfahrenoder bei den„Vorfah- rer-Dialogen“ vorgeschlagen werden. Inzwischen sind schon mehr als 555 konkrete Adres- sen für öffentliche E-Ladestati- onen in Hannover benannt wor- den - täglich kommen neue Vorschläge auf der Plattform enercity.de/vorfahren hinzu. Wenn sich mehrere Bewohner im Umkreis von 200, 300 Me- tern für einen Ladepunkt aus- sprechen, sei die Wahrschein- lichkeit groß, dass sie umge- setzt würden, so Zapreva. Stadtbezirke können E-Mobi- litäts-Roadshow gewinnen Einige Standorte stehen aller- dings schon fest, zum Beispiel Park&Ride-Stationen, Park- häuser oder Parkplätze vor Kul- turdenkmälern wie den Herren- häuser Gärten. Auch Hotels undder Einzelhandel hättenein großes Interesse, ihren Kunden eine Lademöglichkeit zu bie- ten. Unter allen, die Wunschstand- orte einreichen, wird eine Vier-Tages-Reise nach Oslo, Europas E-Mobilitätsstadt Nummer 1, verlost. Alle 13 Stadtbezirke Hannovers sind darüber hinaus zur „Vor- fahrer-Challenge“ für mehr E-Mobilität aufgerufen. Der Bezirk mit den meisten Nen- nungenvonWunschstandorten gewinnt eine E-Mobilitäts-Ro- adshow. Dort können die Bür- ger sich umfassend über Elekt- romobilität informieren, Elekt- rofahrzeuge bestaunen und probefahren. Enercity bietet Wallbox für private Nutzer Neben dem Bau von Ladesäu- len bietet Enercity mit seinen „Wallboxen“ auch Ladelösun- gen für den privaten Bereich. Die Wandladestationen zum Laden von Elektroautos stellen dabei nicht nur dieSteckverbin- dung für das Ladekabel und die Verbindung zum Wechsel- stromnetz zur Verfügung. Sie verfügen auch über zusätzliche Funktionen wie beispielsweise die Kommunikation zur Strom- stärke. rk in der Region. Foto: rk Dr. Susanna Zapreva, Enercity, und Dr. Volkhardt Klöppner bei der Vorstel- lung der E-Mobilität-Offensive.

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