überragend spielen und am nächsten Tag weit hinter seinen Möglichkeiten bleiben. Viele dieser Zusammenhänge beschreibt Dr. Frank Wassmuth auch in seinem Buch „Die spinnen, die Neuronen“. Darin erklärt er verständlich, wie unser Nervensystem funktioniert, warum mentale Belastungen heute zunehmen und welche Rolle Faktoren wie Ernährung, Darmgesundheit, Stress und Regeneration für unsere Leistungsfähigkeit spielen. Warum Golf oft im Kopf verloren wird Für Dr. Frank Wassmuth liegt der Schlüssel darin, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. In seiner Arbeit unterscheidet er mehrere Ebenen, die Leistung beeinflussen. Da ist zunächst die körperliche Ebene. Wie leistungsfähig ist der Organismus überhaupt. Gibt es unterschwellige Entzündungen, Nährstoffmängel oder andere Belastungen, die Energie kosten, ohne dass man sie sofort bemerkt. Schon kleine Einschränkungen können dazu führen, dass jemand nicht bei einhundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit ist, sondern vielleicht nur bei siebzig oder achtzig. Eine zweite Ebene ist das Verhalten. Wie lebt jemand außerhalb des Golfplatzes. Wie sieht es mit Schlaf, Ernährung, Bewegung und Regeneration aus. Viele Menschen arbeiten fünf Tage unter hoher Belastung und versuchen am Wochenende alles nachzuholen. Doch echte Regeneration funktioniert so nur begrenzt. Hinzu kommt die Persönlichkeit. Perfektionismus, übersteigerter Ehrgeiz oder die Tendenz, den eigenen Wert stark über Leistung zu definieren, können auf dem Golfplatz schnell zum Problem werden. Denn Golf konfrontiert Spieler immer wieder mit Fehlern. Wer jeden schlechten Schlag als persönliches Versagen interpretiert, erzeugt zusätzlichen Druck. Besonders interessant wird es in dem Moment, in dem ein Spieler am Ball steht. Viele Golfer kennen die Situation. Der Verstand sagt, welcher Schläger richtig ist. Das Gefühl meldet Zweifel. Die Angst denkt an Wasser oder Bunker. Gleichzeitig laufen technische Gedanken aus der letzten Trainerstunde durch den Kopf. Dabei bräuchte der Spieler in diesem Moment eigentlich maximale Klarheit. Denn ein guter Golfschlag entsteht meist dann, wenn der Kopf ruhig wird und der Körper die Bewegung ausführen kann, ohne ständig korrigiert zu werden. Gerade deshalb kann Golf auch ein Spiegel sein. Der Sport zeigt sehr deutlich, wie es um Konzentration, Energie und innere Stabilität bestellt ist. Wer ständig über den letzten Fehler nachdenkt oder den Score im Kopf durchrechnet, verbraucht zusätzliche mentale Energie. Aus Sicht von Dr. Frank Wassmuth beginnt die Verbesserung des Golfspiels deshalb häufig nicht auf der Range, sondern daneben. Schlaf, Ernährung, Stressmanagement, mentale Regeneration und ein entspannter Umgang mit Fehlern können einen größeren Einfluss haben, als viele zunächst denken. Denn manchmal liegt der Schlüssel zu besseren Runden nicht im nächsten Schläger. Sondern darin, den eigenen Körper und den eigenen Kopf besser zu verstehen. Die spinnen, die Neuronen In seinem Buch beschreibt Dr. med. Frank Wassmuth verständlich, wie unser Nervensystem funktioniert und warum mentale Belastungen heute zunehmen. Themen wie Stress, Regeneration, Ernährung, Darmgesundheit und Neurotransmitter spielen dabei eine zentrale Rolle. Viele der beschriebenen Zusammenhänge helfen auch zu verstehen, warum Konzentration, mentale Stabilität und Regeneration nicht nur im Alltag, sondern auch im Sport eine entscheidende Rolle spielen können. Autor: Dr. med. Frank Wassmuth Titel: Die spinnen, die Neuronen Verlag: Scorpio Verlag Umfang: 240 Seiten „Golf zeigt schonungslos, wie es um unsere mentale Energie steht.“ MENTAL HEALTH | DR. FRANK WASSMUTH 80 www.birdie-magazin.de Birdie01|2026
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