Frauen: Flutlicht-Sieg für Prepens und Flugshow von Gantert Den Abschluss eines fast zwölf Stunden langen Wettkampftages bildete am Samstagabend das 100m-Finale der Frauen unter Flutlicht. Talea Prepens (TV Cloppenburg) verteidigte hier in starken 11,66 Sekunden ihren Titel aus dem letzten Jahr und verpasste die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven lediglich um eine Hundertstelsekunde. Über 200 Meter verdiente sich Jule Wachtendorf (Hannover 96) den Meisterwimpel. Nach Rang zwei über die kurze Sprintdistanz blieb sie auf der halben Stadionrunde als einzige Athletin unter den 25 Sekunden und ließ eine Zeit von 24,81sek aufschreiben. Für die spektakulärsten Bilder des ersten Wettkampftages sorgte Hochspringerin Dorothea Gantert (SpVg Laatzen). Im dritten Versuch überquerte sie am Freitagabend die 1,86m und bestätigte damit ihre starke Form. Anschließend ließ sie 1,89m auflegen – die Höhe der EM-Norm für Birmingham. Die Latte wollte jedoch nicht liegen bleiben. Auch am Samstag wurde bis in den Sonnenuntergang um neue Hausrekorde gekämpft: Im Weitsprung der Frauen konnte sich Charlotte Waldkirch vom VfL Eintracht Hannover mit einer neuen Bestweite von 6,11m deutlich durchsetzen. Sie übertraf in gleich drei Versuchen die Sechs-Meter-Marke. Jugend U20: Paula Terhorst zurück auf ihrer Paradestrecke So gut wie noch nie war auch Lukas Meyer von der LG Weserbergland: In der MJ U20 durfte er sich nach seiner persönlicher Bestleistung von 11,36sek über den Landesmeistertitel auf den 100m freuen. Über 200m musste er sich lediglich Simon Quadvlieg (TKJ Sarstedt) geschlagen geben. Die Mittelstrecken der U20 prägte derweil Tom Stephan. Der Nachwuchsläufer vom TV Lilienthal gewann sowohl die 800m in 1:57,88min als auch die 1.500m in 3:57,22min. In beiden Rennen belegte Matthias Apel von der LG Osnabrück Rang zwei. Der Osnabrücker war dafür aber auf den 3.000m nicht zu schlagen. In der weiblichen Jugend U20 fuhr Nicola Bröger einen Zweifachsieg ein. Die Sprinterin von der LG Braunschweig gewann sowohl die 200m – hier benötigte sie 25,13sek – als auch die 400m, wo die Uhr nach 57,02sek stehen blieb. Die erhofften Zeiten unter 25 beziehungsweise 57 Sekunden blieben diesmal jedoch aus. Mit besonderem Interesse wurde der Auftritt von Paula Terhorst (VfL Löningen) verfolgt. Nach ihrer Verletzungspause kehrte sie nach einem 1.500-Meter-Auftakt in Karlsruhe auf ihre Spezialstrecke zurück. Die Uhr blieb bei 2:11,43 Minuten stehen. Die angestrebte WM-Norm von 2:07,50 Minuten konnte sie damit nicht unterbieten: „Obwohl ich wusste, dass ich mein Tempo hier alleine finden werden muss, wollte ich gerne in Lingen starten. Gerade, weil es ganz schön windig war, bin ich mit meinem Rennen und der Zeit erstmal zufrieden“, resümierte die Landesmeisterin später im Zielbereich. Sie war nicht die einzige Athletin aus der Terhorst-Familie, die an diesem Wochenende an den Start ging: Während Schwester Ida – ebenfalls für den VfL Löningen startend – die 400m der weiblichen Jugend U18 deutlich für sich entschied, feierte Lotta als Jüngste im Bunde gleich zwei Titel. Als aktuell drittbeste Hürdensprinterin in der deutschen W14 kam auf den 80m Hürden keine Konkurrentin an ihr vorbei. Im Weitsprung flog die Nachwuchsathletin von der LG Emsland Mitte auf unschlagbare 5,42m. Jugend U18: Normjubel im Hochsprung und Zentimeterentscheidungen Einen besonderen Meilenstein erreichte Julius Brand vom LAC Osnabrück: Auf den 800m der männlichen Jugend U18 setzte er sich gegen starke Konkurrenz durch und durchbrach erstmals die magische Zwei-Minuten-Marke. Eine Zeit von 1:58,17min wurde auf sein Konto verbucht. Während Moritz Jancke als Vertreter von Eintracht Hildesheim hier noch auf Rang zwei verdrängt wurde, sicherte Paul Euskirchen auf den 1.500m und 3.000m die Titel für die Eintracht. Auf den 400m Hürden freute sich Erik Siepmann vom MTV Wittmund trotz eines einsames Rennens an der Spitze über einen neuen Hausrekord von 53,61sek. In der Hochsprungkurve des Lingener Emslandstadions brannte großer Jubel auf, als Newcomer Julian Schill vom VfL Eintracht Hannover im erst fünften Hochsprungwettbewerb seiner Karriere die 1,91m überquerte. Die neue Bestleistung bedeutete nämlich nicht nur Platz eins in Niedersachsen, sondern auch die Norm für die nationalen Titelkämpfe der U18. In der U18 waren so einige Athlet*innen zweifach erfolgreich: So dominierte Leonard Lesniewski vom TS Großburgwedel nicht nur das Kugelstoßen, sondern auch den Diskuswurf. Seine Wurfgeräte flogen Julian Schill (VfL Eintracht Hannover) übersprang 1,91m NLV-StaffelStab August 2026 · 12 Doppelsieger von Lingen: Mittelstrckler Tom Stephan
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