Leichtathletik in Niedersachsen Offizielles Verbands-Organ • Heft Nr. 1 • August 2026 Leichtathletik in Niedersachsen DIE FINALS in Hannover Stabhochsprung auf Opernplatz begeistert S. 3 LM Lingen XXL-Landesmeisterschaften 2026 S. 11 - 13 2. NLV-Servicetag Lauf-TREFF starkes Wochenende in Hannover S. 17
Impressum Herausgeber Offizielles Organ des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes e.V. Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover T. 0511 - 33 89 00, info@nlv-la.de V.i.S.d.P. Viktoria Leu (Geschäftsführerin) Redaktion & Martha Fahrenkrug (mf), Petra Möhle (pm), Klara Dyszack (kd), Jan de Vries (jdv) und Viktoria Leu (vl) Autoren Produktion Umweltdruckhaus Hannover GmbH, Klusriede 23, 30851 Langenhagen Erscheinungs- 25. Jahrgang, zweimal jährlich. Für unverlangt eingereichte Beiträge oder Bilder wird keine hinweise Haftung übernommen und es besteht kein Veröffentlichungsrecht. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des NLV wieder. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Leserbriefe zu kürzen (ohne den wesentlichen Inhalt zu verändern) bzw. aus Platz- gründen nicht zu veröffentlichen. Titelbild Amke Bolten bei der DM in Bochum (Foto: T. Flatemersch) ZKZ 13102 Red-Schluss für die nächste Ausgabe Nr. 2/26: 31.10.2026 Liebe Freundinnen und Freunde der Leichtathletik, in diesem Sommer richtet sich der Fokus der Sportwelt auf die Fußball-WM: volle Stadien, packende Emotionen, beeindruckender Teamgeist und Momente, deren Bedeutung über das reine Ergebnis hinausgeht. Genau diese Kraft kennen wir auch aus der Leichtathletik. Wenn Läuferinnen und Läufer die Zielgerade erreichen, Sprünge bejubelt, Würfe mit Spannung verfolgt und Staffeln gemeinsam ins Ziel gebracht werden, entsteht ein unvergleichliches Gefühl: Sport verbindet Menschen, Generationen und Vereine. Ein schönes Beispiel dafür war das zweite Juni-Wochenende, als die ganze niedersächsische Leichtathletikfamilie in Lingen vereint war. Raschelnde Startnummern, das Klackern der Spikes auf der Bahn und der Jubel von den Tribünen. All dies machte die XXL-Landesmeisterschaften im Emsland zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Doch diese Meisterschaften waren mehr als nur eine Aneinanderreihung von Entscheidungen, Titeln und Zeiten. Sie waren ein richtiges Familientreffen, bei dem Athletinnen und Athleten, Trainerteams, Kampfrichter, Vereine, Eltern und viele helfende Hände das Emslandstadion mit Leben erfüllten. Trotz Wind und kühler Temperaturen wurde hart gekämpft und begeisternd gejubelt. Solche Momente zeigen uns eindrucksvoll: Jede sportliche Bestleistung beruht auf einer starken Gemeinschaft. In dieser Ausgabe blicken wir unter anderem auf das XXL-Meisterschaftswochenende zurück, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie vielfältig, dynamisch und engagiert die Leichtathletik in unserem Verband ist. Hinter jedem Zieleinlauf, jedem Sprung und jedem kraftvollen Wurf stecken Geschichten von Durchhaltevermögen und grenzenloser Begeisterung für unsere Sportart. Im Interview mit Lauf-Ass Paula Terhorst (VfL Löningen) gehen wir dieser Leidenschaft auf den Grund und unterhalten uns über ihre weiteren Ziele auf der Laufbahn. Ebenso wichtig wie der Rückblick ist auch der Blick in die Zukunft. Mit dem KiLa-Cup powered by NLV setzen wir in diesem Sommer weiterhin ein starkes Zeichen für die Kinderleichtathletik in den Vereinen und Kreisen. Hier stehen nicht Rekorde im Vordergrund, sondern die Freude an Bewegung, Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Abschließend möchte ich all denjenigen danken, die unsere Veranstaltungen und Meisterschaften in der Leichtathletik erst möglich machen: Vereine, Ehrenamtliche, Kampfrichterinnen und -richter, Trainer und Betreuer sowie all denjenigen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass vorne die großen sportlichen Erlebnisse gefeiert werden können. Ob auf der Tartanbahn, am Rand der Wettkampfanlagen, im Wettkampfbüro, im Training oder in der Vereinsführung – ihr seid das Herz dieses Sports! Jan Gutzeit Vizepräsident Jugend NLV-StaffelStab August 2026 · 1
DM Mehrkampf 2026: Deutsche Mehrkampf-Elite erneut zu Gast in Hannover Titelkämpfe war, kehrt die Veranstaltung vom 28. bis 30. August in die niedersächsische Landeshauptstadt zurück – und bringt dabei alle Altersklassen von der U16 bis zur Hauptklasse zusammen. Erfreulich ist dabei die Rückkehr der U23: Nachdem im vergangenen Jahr keine Deutschen Meisterschaften in dieser Altersklasse ausgetragen werden konnten, kämpfen die Nachwuchs-Asse nun wieder um ihre eigenen Titel. Das Wettkampfprogramm verspricht an allen drei Tagen hochklassigen Mehrkampfsport. Bereits am Freitag starten der Zehnkampf der männlichen U20 sowie die Neunkämpfe der M14 und M15. Parallel kämpfen die weibliche U20 sowie die W14 und W15 im Siebenkampf um jede Platzierung. Am Samstag werden diese Wettbewerbe fortgesetzt, während zugleich die Aktiven, die U23 und die U18 in ihre Titelkämpfe einsteigen. Die Entscheidungen in diesen Klassen fallen am Sonntag. Die Wettkämpfe beginnen am Freitag und Samstag jeweils um 10 Uhr, am Sonntag bereits um 9 Uhr. Bis in die Abendstunden hinein – Freitag bis 20 Uhr, Samstag bis 21 Uhr und Sonntag bis etwa 19 Uhr – dürfen sich die Zuschauenden auf spannende Entscheidungen in den verschiedensten Disziplinen freuen. Und schon jetzt steht fest: Hannover bleibt auch über dieses Jahr hinaus die Heimat der Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften. Auch im August 2027 werden die Athlet*innen im Erika-Fisch-Stadion zu Gast sein. mf. Die letzte der insgesamt vier Deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahr in Niedersachsen stattfinden, steht vor der Tür: Die Mehrkampf-Familie trifft sich Ende August in Hannover, um die Könige der deutschen Leichtathletik zu küren. Hannover und die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften – diese Verbindung setzt sich fort. Nachdem das Erika-Fisch-Stadion bereits 2023 und 2024 Austragungsort der nationalen ERIKA-FISCH-STADION IM SPORTPARK HANNOVER Deutsche Meisterschaften Mehrkampf 28. - 30.08.2026 www.leichtathletik.de Tickets: Tickets werden sowohl online als auch an der Tageskasse erhältlich sein. Tagestickets kosten 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Dauerkarte ist für 24 Euro, ermäßigt für 16 Euro erhältlich. Beim Kauf vor Ort wird ein Aufpreis von drei Euro erhoben. www.leichtathletik.de/tickets NLV-StaffelStab August 2026 ·2
NLV-StaffelStab August 2026 · 3 DIE FINALS 2026 in Hannover: Stabhochsprung lockt Tausende Besucher*innen auf Opernplatz Höhe meisterte und sich damit nach seinem Erfolg in der U23 auch den Deutschen Meistertitel bei den Männern sicherte. Einen Tag später präsentierte sich der Opernplatz bei deutlich besseren Bedingungen von seiner besten Seite. Im Frauenwettbewerb entwickelte sich ein hochklassiger und spannender Wettkampf, den Favoritin Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) mit 4,55m für sich entschied. Entsprechend begeistert zeigte sie sich anschließend von der besonderen Atmosphäre: „Ich bin absolut happy mit dem Wettkampf. Die Kulisse hier in Hannover war bombastisch. Die Kulisse hat dazu animiert, diesen Extra-Schritt zu machen. Ich freue mich total auf Birmingham und bin bereit, noch einmal Bestleistung zu springen.“ Auch wenn aus Niedersachsen keine Athletin und kein Athlet bei den Deutschen Meisterschaften vertreten war, bot der Stabhochsprung auch aus niedersächsischer Sicht absolute Highlights: Der U16-Einlagenwettbewerb, der jeweils vor den Wettkämpfen der Aktiven stattfand, bot den NLV-Nachwuchsspringer*innen eine Bühne, die wohl nur wenige junge Sportler*innen jeweils erleben dürfen. Vor der imposanten Kulisse zeigten die Nachwuchsathlet*innen starke Leistungen. Im Wettbewerb der Jungen setzte sich David Steinberg (TV Cloppenburg) mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 3,81m durch. Der Sechstplatzierte der Deutschen U16-Meisterschaften profitierte ebenso wie drei weitere Teilnehmer von der außergewöhnlichen Atmosphäre – insgesamt vier der fünf Starter verbesserten ihre Bestleistungen. Auch bei den Mädchen sorgte das Publikum für zusätzliche Motivation. Besonders beeindruckend war der Auftritt von Paula Slaschjow (SV Friedrichsfehn). Obwohl sie erst seit zwei Monaten mit dem Stab trainiert, steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf 2,60m deutlich. Dahinter überzeugte Nola Kramer vom MTV Vechelde, die mit 2,50m ebenfalls eine neue Bestmarke aufstellte und ihrer Trainerin Frauke Mecke anschließend jubelnd in die Arme fiel. Wie besonders dieses Erlebnis für den Nachwuchs war, brachte NachwuchsLandestrainer Sprung Steffen Rothmann auf den Punkt: „Für die Jungs und Mädels ist das hier das Größte.“ Tatsächlich dürfte der Wettkampf vor tausenden Zuschauer*innen für viele junge Athlet*innen lange in Erinnerung bleiben – und vielleicht sogar zusätzliche Motivation für die kommenden Jahre liefern. mf. Mitten in der Hannoveraner Innenstadt, vor der beeindruckenden Kulisse des Opernplatzes, wurden im Rahmen der FINALS 2026 die Deutschen Meistertitel im Stabhochsprung vergeben. Während die übrigen Leichtathletik-Wettbewerbe erst am Wochenende im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid stattfanden, rückte die einzige Leichtathletik-Disziplin in Hannover bereits am Donnerstag und Freitag tausende Zuschauer*innen in ihren Bann – und machte die Landeshauptstadt für zwei Tage zum Zentrum des deutschen Stabhochsprungs. Schon lange vor Beginn der Wettkämpfe füllte sich der Opernplatz bis auf den letzten Platz. Rund 4.500 Zuschauer*innen verfolgten sowohl den Männer- als auch den Frauenwettbewerb direkt an der Anlage. Hinzu kamen mehrere Tausend weitere Interessierte, die das Geschehen von den umliegenden Straßen aus mitverfolgten. Zeitweise mussten die Zugänge zum Veranstaltungsgelände sogar gesperrt werden. Die außergewöhnliche Atmosphäre verwandelte den Opernplatz in eine einzigartige Sportarena und sorgte für Gänsehautmomente bei Athlet*innen und Publikum gleichermaßen. Der Männerwettbewerb am Donnerstag wurde allerdings von schwierigen Windverhältnissen geprägt. Besonders der große Favorit Bo Kanda Lita Baehre fand nicht in seinen gewohnten Rhythmus und musste den Traum vom Titel früh begraben. Nutznießer war Marec Metzger (TSV Gräfelfing), der mit übersprungenen 5,40m als einziger Athlet diese Sorgten mit super Leistungen für die nötige Stimmung vor den Meisterschaften der Aktiven: Die Teilnehmer des NLV-Nachwuchsspringens. (Fotos: oben: Die Finals / City Press GmbH; unten: NLV)
Deutsche Meisterschaften 2026 in Bochum - Bredau und Wittmann mit Bestleistung zu Gold wurde im Vorfeld aber wohl Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) auserkoren. Doch während die Berlinerin schwächelte, gelang Wittmann – sie startet für Hannover 96 – der beste Wettkampf ihrer Karriere. Nach schon starken ersten Versuchen passte im vierten Versuch endlich alles zusammen. Die 26-Jährige flog auf 14,14m – so weit wie noch nie. Nachdem keine andere Athletin die magische 14-Marke überbieten konnte und Wittmann ihre Leistung mit 14,10m noch einmal bestätigen konnte, stand fest: Kira Wittmann ist die neue Deutsche Meisterin und kann mit der Teilnahme an der EM planen! „Es war warm, die Stimmung super. Das hat ungemein gepusht. Die Zentimeter, die ich heute verpasst habe, habe ich mir für Birmingham aufgehoben“, zog die sympathische Athletin später ihr Fazit. Am Brett hatte sie bei ihren 14-Meter-Sprüngen sogar noch einige Zentimeter verschenkt. Platz vier im Dreisprung ging an Wittmanns Trainingskollegin Anna Gräfin Keyserlingk von der LG Göttingen. Sie kam mit 13,37m leider nicht ganz an ihre zuletzt aufgestellte persönliche Bestleistung von 13,75m heran. Charlotte Grimm (SV Eintracht Nordhorn) belegte als dritte Niedersächsin im Bunde mit 12,96m Rang sieben. mf. Deutsche LeichtathletikMeisterschaften in BochumWattenscheid: Niedersachsens Top-Athlet*innen begeben sich in neue Sphären und überraschen im Hochsprung. „Das bedeutet mir unglaublich viel“, war wohl ein Satz, der an diesem ereignisreichen, emotionalen und geschichtsträchtigen Meisterschaftswochenende in Bochum-Wattenscheid unter den Resümees der niedersächsischen Leichtathlet*innen nicht nur einmal fiel. So kann der NLV auf zwei überaus erfolgreiche Tage im Lohrheidestadion zurückblicken: Drei Meistertitel und insgesamt sieben Medaillen wurden in den letzten 48 Stunden nach Niedersachsen vergeben. Die Bedingungen, unter denen die Meisterschaft stattfand, waren dank des Sonnenscheins am Samstag und einem ausverkauften Stadion nahezu optimal. Nur der Wind spielte für die Springer*innen auf der Gegengeraden nicht immer mit. Wittmann sorgt für GänsehautMomente Einigermaßen verschont vom unberechenbaren Wind blieben am Samstagmittag aber noch die Dreispringerinnen. Kira Wittmann ging hier als Anwärterin auf eine Medaille in den Wettkampf, als Favoritin für den Sieg Auf dem Weg zum Sieg über 400 m der Männer: Jean-Paul Bredau (VfL Wolfsburg - Bildmitte) Kira Wittmann gewann mit neuer Bestleistung von 14,14 m (Fotos: T. Flatemersch) NLV-StaffelStab August 2026 · 4
Prepens sprintet zu Silber Auf der Laufbahn durfte Sprinterin Talea Prepens den Deutschen Vizemeistertitel mit nach Hause nehmen. Die Cloppenburgerin setzte sich im 200m-Finale am Sonntagabend unter anderem gegen die Top-Favoritin Sophia Junk durch und stürmte fulminant als Zweite über die Ziellinie: „Ich bin tatsächlich super happy. Wenn ich mich richtig erinnere, war das die drittschnellste Zeit, die ich jemals gelaufen bin“, sagte sie kurze Zeit später in der Mixed Zone. Auch für Prepens wird die Teilnahme an der EM damit immer wahrscheinlicher. Lea Meyer (Bild rechts) gewinnt Bronze Mehr von dieser Meisterschaft ausgerechnet hatte sich im Vorfeld sicherlich Lea Meyer vom VfL Löningen: Es war klar, dass sie sich auf den 3.000m Hindernis mit Gesa Krause messen müssen würde. Nachdem die Löningerin, die in den USA trainiert, eine lange Zeit die Führungsarbeit übernahm, konnte sich Krause gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Olivia Gürth aber deutlich von Meyer absetzen. Die Niedersächsin kam schließlich auf dem Bronzerang und nach 9:30,96min ins Ziel. Ihre Vereinskameradin Carolin Hinrichs folgte ihr auf Position fünf. Sie freute sich über eine neue Saisonbestleistung von 9:56,34min. Paula Terhorst und Lera Miller – die weiteren beiden Lauf-Asse vom VfL Löningen – präsentierten sich kurz vor der U20-WM in Eugene in bestechender Form. Auf den 800m konnte Terhorst im Halbfinale vom schnellen Tempo der Aktivenklasse profitieren. Sie hielt vorne mit und bejubelte am Ende eine neue persönliche Bestleistung von 2:05,27min. Mit der Zeit schiebt sie sich auf Rang drei der Hochsprung Gold für Gantert Ebenfalls die Goldmedaille um den Hals hängen lassen durfte sich Dorothea Gantert. Die erst 19-Jährige beeindruckte im Hochsprungwettbewerb am Sonntagmittag erneut mit ihrem ruhigen und konzentrierten Auftreten – von anderen TopSpringer*innen wie Imke Onnen und einer voll besetzten Kurve ließ sich das Top-Talent von der SpVg Laatzen nicht aus dem Konzept bringen. Ganz im Gegenteil: Während die Konkurrenz teilweise früh ausschied, fand Gantert immer besser in den Wettkampf ein und flog am Ende im ersten Versuch über die 1,89m. Die Deutsche U23-Vizemeisterin stellte damit ihren Hausrekord ein und weil ihr niemand mehr über diese Höhe folgen konnte, durfte sie anschließend ungläubig ihre erste Goldmedaille bei den Aktiven bejubeln: „Der Titel ist etwas, wovon ich geträumt habe. Und eine Goldmedaille bei den Aktiven zu gewinnen, ist einfach noch einmal etwas Besonderes.“ Was das Ganze noch besonderer macht: Gantert konnte mit ihrem Sieg einige Punkte für das europäische Ranking sammeln und hat nun beste Aussichten auf einen Startplatz bei der Europameisterschaft. Gewann überraschend Gold: Dorothea Gantert Daumen hoch für Platz 2 über 200 m: Talea Prepens (TV Cloppenburg) NLV-StaffelStab August 2026 · 5
NLV-StaffelStab August 2026 · 6 stel fehlten zum Meisterschaftsrekord. Bredau verbesserte seine persönliche Bestleistung damit um mehr als zwei Zehntelsekunden: „Ich habe mich gestern schon im Vorlauf sehr gut gefühlt. Heute habe ich dann richtig durchgezogen und dann ist diese Zeit dabei herausgekommen.“ Eine richtig starke Zeit kam auch bei Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) heraus. Der Deutsche U23-Meister ließ sich von Bredau mitziehen und bejubelte im Ziel nicht nur die Silbermedaille, sondern auch die Zahlen, die die Uhr anzeigte: Mit 45,08sek steigerte er seinen Hausrekord um fast eine halbe Sekunde. Sie bedeuten außerdem die direkte Qualifikation für einen Einzelstart in Birmingham: „Mein einziges Ziel war es heute, mich für die EM-Staffel zu qualifizieren. Mit Birmingham beschäftige ich mich erst ab heute. Ich muss erst einmal realisieren, dass ich auch die EinzelNorm habe“, zeigte sich der 21-Jährige völlig ungläubig. Auch für Florian Kroll, den Viertplatzierten, war dieses Finale ein ganz besonderer Moment: Mit gestoppten 45,85sek konnte der Athlet von der LG Osnabrück zum ersten Mal in seiner Karriere die 46-Sekunden-Marke unterbieten. Seinem Vereinskollegen Fabian Dammermann gelang in 46,11sek eine neue Saisonbestleistung und Platz sechs. Paul Biebl (Garbsener SC) und Niclas Jan Kaluza (Eintracht Hildesheim) vertraten Niedersachsen ebenfalls auf den 400m, verpassten allerdings den Einzug ins Finale. Vollmers überrascht mit erster DM-Medaille Für eine richtig große Überraschung sorgte am Samstag Julius Vollmers: Der Hochspringer vom Garbsener SC verbesserte seine erst bei der Norddeutschen Meisterschaft in Bremen aufgestellte persönliche Bestleistung von 2,07m pünktlich zum Saisonhöhepunkt um ganze drei Zentimeter. Dabei verlief der Wettkampf zunächst anders als geplant: Vollmers ließ die 2,05m nicht aus, um zu pokern, sondern nahm sich die Pause aufgrund von Knie-Schmerzen. Umso beeindruckender, dass der 22-Jährige anschließend im ersten Versuch die 2,10m überwand. Sie bescherten ihm die Bronzemedaille. „Das ist meine erste Medaille bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven. Ich kann es gar nicht glauben und habe das auch noch nicht ganz realisiert. Das ist wirklich ein Hammer-Gefühl. Ich habe gar nicht damit gerechnet“, schien der Garbsener auch in der Mixed Zone noch ungläubig. Auch Niklas von Zitzewitz schaffte den Sprung über die 2,10m. Aufgrund mehrerer Fehlversuche musste sich der Medaillengewinner aus der Halle – er startet für den VfL Eintracht Hannover – allerdings mit dem vierten Rang zufriedengeben. Für Nevio Völkel (LG Osnabrück) blieb die Latte bis zu einer Höhe von 2,00m liegen. Die Trainingspartner Jordan Gordon und Samuel Malte Thömmes konnten derweil über die 400m Hürden einen starken Auftritt hinlegen. Am Ende wurde Platz vier für Gordon (50,29sek) und Rang fünf für Thömmes (50,68sek) in die Ergebnisliste notiert. aktuellen Deutschen Bestenliste der U20 vor. Miller zeigte im 1500mFinale ein mutiges Rennen und belohnte sich mit Rang sieben und einer Zeit von 4:26,10min. Marie Pröpsting (VfL Eintracht Hannover) folgte kurz dahinter auf Rang acht. Weitere TopPlatzierungen in den finalen Entscheidungen fuhren Luna Bredau und Lara Hundertmark ein: Während sich Bredau (VfL Wolfsburg) im 400mFinale über eine Saisonbestleistung von 52,15sek und Rang vier freute, ließ Hundertmark (Einbecker SV) ihren Hammer im dritten Versuch auf 61,70m fliegen. Diese Weite bedeutete Platz sieben. Bredau stürmt zu 44,72sek und Finke knackt EM-Norm Die Männer bescherten Niedersachsen drei weitere Medaillen. Für staunende Gesichter sorgten hier allen voran die Langsprinter. Im 400m-Finale, das zur Hälfte mit niedersächsischen Athleten besetzt war, ließ Jean Paul Bredau vom VfL Wolfsburg zum wiederholten Male keinen Zweifel daran, dass er an die deutsche Spitze gehört: Der zugezogene Hannoveraner stürmte in fulminanten 44,72sek als neuer und alter Deutscher Meister über die Ziellinie – nur zwei HundertVoller Fokus: Jordan Gordon (Hannover 96) Jean Paul Bredau und Thorben Finke nach dem 400m-Finale
WIR SUCHEN DICH! Komm in unser Social Media Team oder unterstütze als DJ oder Moderator*in! Du hast Freude daran, Fotos und Videos zu produzieren, kennst dich mit den neuesten Trends auf Instagram aus und die Gesichter der niedersächsischen Leichtathletik sind dir bekannt? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir als NLV Social Media Team sind auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen, die uns bei der Berichterstattung via Instagram unterstützen. Vornehmlich geht es darum, unsere niedersächsischen Athlet*innen bei ihren Wettkämpfen medial zu begleiten und Hintergrundberichte zu liefern. Weitere Informationen zu unserer Arbeit findest du auf der NLV-Homepage. Wenn du Interesse hast, dann wende dich gerne per Mail an medien@nlv-la. de! Stelle dich uns doch gerne vor und erzähle von möglichen Vorerfahrungen. Wir freuen uns auf Dich! Auch unser NLV DJ- und Moderator*innen-Team benötigt Verstärkung. Wenn Du für beste Stimmung auf unseren Landesmeisterschaften sorgen möchtest, dann melde dich gerne per Mail bei Jan de Vries unter devries@ nlv-la.de. Ulrich Michel verabschiedet sich in den Ruhestand Standing Ovation für das Geschäftsstellen-„Urgestein“ gab? Für unzählige Ehrenamtliche und Vereinsvertreter*innen war der Mitarbeiter für Vereinsservice und Öffentlichkeitsarbeit die erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Wettkämpfe, Meisterschaften und Regularien. Mit bemerkenswerter Geduld, großem Fachwissen und einer stets lösungsorientierten Art beantwortete er über Jahrzehnte hinweg unermüdlich jede noch so knifflige Anfrage. Sein Engagement ging dabei weit über die tägliche Arbeit in der Geschäftsstelle hinaus: „Zahlreiche Landesmeisterschaften konnten überhaupt erst stattfinden, weil Uli Michel potenzielle Ausrichter mit seiner Überzeugungskraft und seiner Begeisterung für die Leichtathletik gewinnen konnte“, blickte Petra Möhle, die NLV-Vizepräsidentin für Wettkampforganisation, in Lingen zurück. Nicht selten wuchs aus einem anfänglichen Zögern nach einem Gespräch mit ihm die Bereitschaft, eine Landesmeisterschaft auszurichten – zum Wohle des gesamten Verbandes. Auch innerhalb der Gremien war Ulrich Michel ein geschätzter Ansprechpartner. Die Fachkommission Wettkampforganisation bedankt sich ausdrücklich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wenn es überhaupt eine kleine „Schwäche“ gab, dann war es wohl seine ganz besondere Hassliebe zur Protokollführung – ein Thema, mit dem er sich bis zum Ende seiner Tätigkeit nie ganz anfreunden konnte und das im Rückblick für ein Schmunzeln sorgt. Bei den Landesmeisterschaften in Lingen erlebte Ulrich Michel nun seine letzte Meisterschaft in offizieller Funktion für den NLV. „Seine“ Vereine verabschiedeten ihn mit einem herzlichen Dankeschön, langem Applaus und einem Präsentkorb – ein sichtbares Zeichen der großen Wertschätzung, die er sich über viele Jahre erarbeitet hat. Auch wenn seine Zeit in der NLV-Geschäftsstelle nun endet, wird Ulrich Michel der Leichtathletik sicherlich verbunden bleiben. Umso größer ist die Freude, ihn auch künftig auf den Sportplätzen Niedersachsens wiederzusehen. Der Niedersächsische Leichtathletik-Verband bedankt sich herzlich für den jahrzehntelangen Einsatz, die Verlässlichkeit und das außergewöhnliche Engagement. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Ulrich Michel Gesundheit, viele schöne Erlebnisse und vor allem die Zeit, all das zu genießen, was im Berufsalltag manchmal zu kurz gekommen ist. pm./mf. Ein vertrautes Gesicht sagt nach fast 30 Jahren Tschüss – und wird mit großem Dank in den Ruhestand verabschiedet. Ein lang anhaltender Applaus begleitete den letzten offiziellen Meisterschaftseinsatz von Ulrich Michel im Rahmen der XXL-Landesmeisterschaften im Lingener Emslandstadion. Nach fast 30 Jahren in der Geschäftsstelle des NLV endet am 31. Juli 2026 eine Ära: Mit Uli Michel verabschiedet sich ein Mitarbeiter in den wohlverdienten Ruhestand, der den Verband über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. Wer brauchte schon eine FAQ-Seite, wenn es Uli in der Geschäftsstelle NLV-StaffelStab August 2026 · 7
sischen Top-Athlet*innen, die für das Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berücksichtigt wurden, allesamt zum Einsatz. Auf den 4x400m der Männer standen zunächst Jean Paul Bredau vom VfL Wolfsburg und Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) vor einer schweren Aufgabe: Um sich für das Finale am Sonntag und damit auch für die WM in Peking zu qualifizieren, musste angesichts der vorgelegten Zeiten der anderen Teams ein neuer Deutscher Rekord her. Bredau führte das DLV-Quartett an und übergab den Staffelstab an Position zwei auf Finke, der sich mühelos einsortieren und das Holz auf Rang drei an seinen DLV-Kollegen Manuel Sanders überreichen konnte. Am Ende reichten die Körner der Deutschen für eine Platzierung unter den Top zwei – die brauchte es für den Finaleinzug – leider nicht aus. Owen FischerBreiholz beendete das Rennen für das deutsche Team auf Platz vier. Es fiel zwar kein neuer Deutscher Rekord, die Zeit konnte sich aber trotzdem sehen lassen: Mit gestoppten 3:00,04min war zuletzt 1993 eine deutsche Staffel schneller. Trotz des verpassten Finaleinzuges bot die zweite Runde am Sonntag dem DLV-Quartett eine weitere Chance, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Auch hier übergab Jean Paul Bredau auf Thorben Finke – allerdings gelang der Wechsel nicht optimal, sodass das Team das Feld von da an von hinten aufrollen musste. Schließlich wurden Platz fünf und eine Zeit von 3:02,21min in die Ergebnisliste notiert. Keine WM-Qualifikation und nicht ganz das, was sich Bredau und Co. erhofft hatten. Dennoch kehrten die Langsprinter mit wertvollen Erfahrungen zurück nach Deutschland. Allen voran Thorben Finke, der in Botswana das erste Mal in seiner Karriere bei den „Großen“ ins DLVTrikot schlüpfen durfte. Luna Bulmahn in Doppelfunktion Für einen Start in der Mixedstaffel der Langsprinter*innen berücksichtigt wurden an Tag eins sowohl Luna Bulmahn (VfL Wolfsburg) als auch Florian Kroll (LG Osnabrück). In diesem Wettbewerb stand außer Frage, dass eine Qualifikation für die WM für die Mannschaft eine große Herausforderung werden würde. So geriet das Quartett mit ihrem Startläufer Tyrel Prez (SC Potsdam) bereits ins Hintertreffen: Luna Bulmahn übergab den Staffelstab daraufhin an Position sieben auf Florian Kroll, der ein couragiertes Rennen zeigte und auf der Schlussgeraden noch die Lücke zum Sechsplatzierten schließen konnte. Schlussläuferin Eileen Demes hielt diesen Rang und ließ die Uhren nach 3:15,28min stoppen. In der zweiten Qualifikationsrunde am Sonntag benötigte die MixedStaffel wieder einen zweiten Rang, um sich noch für Peking zu qualifizieren. Auch hier war Florian Kroll im Startaufgebot. Der Osnabrücker hielt seine Staffel lange Zeit in Schlagdistanz zu den führenden Staffeln, mit Rang drei reichte es am Ende aber nicht für das WM-Ticket. Die Langsprinter*innen dürfen nun noch auf eine Qualifikation über die Rangliste hoffen. Luna Bulmahn, die am Samstag noch im Mixed-Aufgebot zu finden war, übernahm am Sonntag die Position der zweiten Läuferin in der deutschen Frauenstaffel, die sich am Samstag dank einer schnellen Zeit für das Finale qualifiziert hatte. Bulmahn und ihre DLV-Kolleginnen Eileen Demes, Annkathrin Hoven und Irina Gorr standen in diesem Finale vor der schweren Aufgabe, sich gegen die schnellsten Staffeln der Welt zu behaupten. Am Ende bedeuteten 3:29,37min Rang acht. mf. World Relays in Botswana: Deutsche Staffeln mit teils mehrfacher niedersächsischer Beteiligung präsentieren sich trotz verpasster WM-Qualifikationen stark. Thorben Finke feiert internationales Debüt bei den „Großen“. Teampower bei den Staffelweltmeisterschaften in Gaborone: Am ersten Mai-Wochenende kamen in Botswanas Hauptstadt rund 700 Sprinter*innen aus 40 Nationen zusammen, um die diesjährigen WMMedaillen in den Staffelwettbewerben zu vergeben. Gleichzeitig ging es auch darum, mit dem Finaleinzug bei den World Relays ein Ticket für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften 2027, die in Peking stattfinden, abzustauben. Bredau und Finke führen Staffel der Männer an Gleich am ersten Tag der Wettbewerbe kamen die vier niedersächWorld Relays 2026: NLV-Langsprinter*innen behaupten sich vor internationaler Konkurrenz Thorben Finke (Foto: privat) NLV-StaffelStab August 2026 ·8
des HIGH PERFORMANCE TEAMs. Der 19-Jährige durfte im vergangenen Jahr mit zur U20-Europameisterschaft nach Tampere reisen und hält über die 100m eine persönliche Bestzeit von 10,65sek inne. Milian Zirbus (Hannover 96), Talea Prepens (TV Cloppenburg) und Serafina Kempf (LG Wilhelmshaven) dürfen ein weiteres Jahr Mitglieder der Fördergruppe sein und werden sich mit Sicherheit auch in diesem Sommer auf die Jagd nach neuen Hausrekorden und Medaillenerfolgen begeben. Antonia Bronnert und Lotta-Henrike Werner sind Neuzugänge im Sprungbereich Selbstverständlich setzt der Niedersächsische Leichtathletik-Verband auch in diesem Jahr auf Leistungsträgerinnen wie das Dreisprung-Duo um Kira Wittmann (Hannover 96) und Anna Gräfin Keyserlingk (LG Göttingen). Verstärkt wird das NLV HIGH PERFORMANCE TEAM in dieser Disziplin durch zwei Talente aus dem Jugendbereich, die es in der letzten Saison zur Europameisterschaft nach Finnland geschafft haben: Antonia Dürfen wir präsentieren: Das NLV HIGH PERFORMANCE TEAM 2026 Im Langsprint ist Niedersachsen bestens aufgestellt Mit einer Breite an vielversprechenden Athleten kann der Langsprintbereich zuversichtlich in Richtung Sommer blicken: Neben Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg), Fabian Dammermann (LG Osnabrück) und Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel), die zuletzt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund das Podium über die 400m für sich in Anspruch nahmen, ist auch Dammermanns Vereinskollegen Florian Kroll und den Hildesheimern Max Husemann und Niclas Jan Kaluza wieder die finanzielle Unterstützung für die Saison gesichert. Neu im Team ist U20-Athlet Nikolas Raeth: Der Spezialist über die 400m Hürden – er startet für den SV Union Salzgitter – überraschte zuletzt bei der U20-Meisterschaft mit der Silbermedaille über die flache Strecke. Erneut Teil des NLV HIGH PERFORMANCE TEAMs sind die Langsprinterinnen vom VfL Wolfsburg Luna Bulmahn und Pernilla Kramer, sowie Nachwuchssprinterin Luna Fischer vom VfL Eintracht Hannover. Im Kurzsprint ist Fjare Lorin Zirbus von der LG Osterode erstmals Athlet Bronnert vom VfL Löningen – sie belegte in Tampere einen fulminanten fünften Platz – wird in dieser Saison die Qualifikation für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene angreifen. Ihre Trainingskollegin Lotta-Henrike Werner (LG Weserbergland) muss sich in ihrem ersten U23-Jahr behaupten. Ebenfalls neu im Team und gleichzeitig Teil der Sprung-Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt in Hannover ist Micah Schade von der LG Emstal Dörpen. Das Talent, das in diesem Jahr 17 Jahre alt wird, hat es nicht nur mit seinen Leistungen im Weitsprung, sondern auch im Zehnkampf in das HIGH PERFORMANCE TEAM geschafft. Gewappnet für die MehrkampfDM vor der Haustür Neben Micah Schade können auch die Zehnkampf-Routiniers von Hannover 96, Marcel Meyer und Malik Diakité, von der monatlichen Förderung profitieren. Gleiches gilt für Maximilian Karsten (VfL Wolfsburg). Gemeinsam mit ihrer Bundestrainerin Beatrice Mau-Repnak bereiten sich die Zehnkämpfer auf das große Highlight im August vor: Wie in den Jahren 2023 mf. Viele altbekannte Gesichter bilden das diesjährige Aufgebot des NLV HIGH PERFORMANCE TEAMS, das im Leichtathletik-Sommer 2026 auf Top-Leistungen hoffen lässt. Einige Nachwuchsathlet*innen haben durch internationale Starts im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam gemacht und sind nun ebenfalls Teil der Fördergruppe. Auch für das Jahr 2026 hat der Niedersächsische Leichtathletik-Verband eine Reihe niedersächsischer Top-Athlet*innen aus dem Erwachsenen- und Nachwuchsbereich für die Förderung im Rahmen des NLV HIGH PERFORMANCE TEAMs nominiert. 41 Sportler*innen – unter ihnen Anwärter*innen auf einen Startplatz bei den diesjährigen Europameisterschaften in Birmingham oder den internationalen Nachwuchsmeisterschaften in den USA und in Italien – profitieren die Saison über von finanzieller Förderung, mit der der NLV die Leichtathletik-Stars von heute und morgen auf ihrem sportlichen Weg bestmöglich begleiten und unterstützen möchte. Unterstützt wird das Projekt durch NiedersachsenMetall. Die Maßnahme erstreckt sich über drei Förderstufen. Das gesamte TEAM sehen Sie hier. NLV-StaffelStab August 2026 · 9
Vier Läuferinnen aus Löningen werden erneut gefördert Auf ihrem erfolgreichen Weg begleitet werden weiterhin die Top-Talente vom VfL Löningen. Lea Meyer, Carolin Hinrichs, Lera Miller und Paula Terhorst haben sowohl im vergangenen Jahr als auch in dieser Hallensaison mit Medaillensiegen, neuen Rekorden und Bestzeiten auf der internationalen und nationalen Ebene wieder einmal und 2024 werden die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften wieder im hannoverschen Erika-Fisch-Stadion ausgetragen – direkt vor ihrer Haustür. Dort kann auch mit SiebenkampfAss Svea Funck gerechnet werden. Die EYOF-Gewinnerin aus dem vergangenen Jahr wird zum zweiten Mal durch den Niedersächsischen Leichtathletik-Verband finanziell unterstützt und wird die Qualifikation für die U18Europameisterschaften in Italien fest im Blick haben. Unter den niedersächsischen TopWerfer*innen sind drei HammerwurfSpezialisten für die Förderung berücksichtigt worden. Während Lara Hundertmark (Einbecker SV) und Friederike Heinichen (VfL Wolfsburg) Niedersachsen bei den Frauen und in der weiblichen Jugend U20 vertreten, nimmt Marius Numrich (GW Bad Gandersheim) das erste Mal bei den Aktiven sein Wurfgerät in die Hand. NLV-StaffelStab August 2026 · 10 für Furore gesorgt. 800m-Läufer Luis Oberbeck (LG Göttingen), der sich nach einer langen Verletzungsphase momentan zurück an die deutsche Spitze kämpft, wird gleichermaßen durch den NLV unterstützt. Ebenso werden die R5K-Profis Jonas Kulgemeyer (OTB Osnabrück) und Johanna Ewert (Hannover 96) gefördert. Das erste Mal für den finanziellen Support wurde Tom Stephan berücksichtigt. Der Athlet vom TV Lilienthal, der auf der Mittelstrecke zu Hause ist, überraschte 2025 in Bochum-Wattenscheid mit seinem Deutschen U18-Titel über 3.000m. Für seinen weiteren sportlichen Weg und die Höhepunkte der Saison 2026 wünschen wir dem HIGH PERFORMANCE TEAM nur das Beste! Ansprechpartner in der NLV-Geschäftsstelle Viktoria Leu (NLV Geschäftsführerin) 0511 - 33890 - 16 Heidi-Christin Bellgardt (Breitensport & Sportentw.) 0511 - 33890 - 44 Jonas Just (Aus-, Fort- und Weiterbildung) 0511 - 33890 - 15 Felix Schreiber (Vereinsservice/Wettkampforganisation) 0511 - 33890 - 33 Jan de Vries (Events/Wettkampforganisation - Dualer Student) 0511 - 33890 - 11 Yannick Reinecke (Finanzen/Events - Dualer Student) 0511 - 33890 - 14 Martha Fahrenkrug (Öffentlichkeitsarbeit) 0511 - 33890 - 0 Klara Dyszack (Jugend / Öffentlichkeitsarbeit / Digitales) 0511 - 33890 - 0 Ansprechpartner in den Trainerbüros Marco Antoni (Leitender Landestrainer) 0170 - 4736734 Steffen Rothmann (Landestrainer Sprung Nachwuchs) 0151 - 54853645 Jonas Just (Landestrainer Nachwuchs) 0151 - 54853593 Johannes Breitenstein (Landestrainer Sprint Nachwuchs) 0151 - 54857639 Georgi Kamenezki (Landestrainer Mehrkampf Nachwuchs) 0151 - 54857391 Sandra Wallenhorst (Landestrainerin Lauf Nachwuchs) 0151 - 54852453 Beatrice Mau-Repnak (Bundestrainerin Zehnkampf) 0176 - 45904865 Wilko Schaa (Bundestrainer Kugelstoß) 0176 - 61995453 Björn Sterzel (Bundesstützpunkttrainer Nachwuchs Kurzhürde) 0511 - 167474 -35 Annett Stein (Bundesstützpunkttrainerin Sprung) 0151 - 54853600 Franz Pfrepper (Bundestrainer Nachwuchs Wurf/Stoß) 0176 - 82669923
Dank gilt dem VfL Lingen, der als Ausrichter für optimale Rahmenbedingungen sorgte und die Mammutveranstaltung souverän über die Bühne brachte. Männer: Haaker sprintet doppelt, Biebl (Foto) glänzt über 400 m Zum schnellsten Mann der Meisterschaften krönte sich am Samstagabend Niklas Haaker von der LG Neustadt Nord. Nachdem er bereits im Halbfinale starke 10,57sek gelaufen war, steigerte er sich im Endlauf auf 10,53sek und sicherte sich den Titel auf den 100m. Auch auf der doppelt so weiten Sprintdistanz ließ er der Konkurrenz am folgenden Tag keine Chance und gewann in gestoppten 21,61sek. An seine zuletzt aufgestellFamilientreffen bei XXL-Landesmeisterschaft - Über 1.000 Athlet*innen zu Gast in Lingen mf. Fast 1.000 Athlet*innen aus rund 150 Vereinen, volle Tribünen, anspruchsvolle Bedingungen und zahlreiche Titelentscheidungen: Bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften des NLV und BLV verwandelte sich das Lingener Emslandstadion in den Mittelpunkt der niedersächsischen Leichtathletik. Trotz kühler Temperaturen und böigem Wind sorgten die Sportler*innen in allen Altersklassen für spannende Wettkämpfe und starke Leistungen. Lingen hat geliefert. Bei den XXLLandesmeisterschaften des Niedersächsischen und Bremer Leichtathletik-Verbandes kamen am zweiten Juni-Wochenende nahezu 1.000 Athletinnen und Athleten aus rund 150 Vereinen im Emslandstadion zusammen – so viele wie noch nie bei dieser Veranstaltung. Von den Männern und Frauen bis hin zur Jugend U16 wurden in allen Altersklassen die diesjährigen Meisterwimpel vergeben. Auch wenn Wind und vergleichsweise niedrige Temperaturen persönliche Bestleistungen eher zur Ausnahme machten, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Eine volle Tribüne, Leichtathletik-Liebhaber und viele ehrenamtliche Helfer*innen sorgten für eine besondere Atmosphäre. Der ten persönlichen Bestleistungen vom Pfingstsportfest in Zeven kam der 23-Jährige angesichts des Windes allerdings nicht heran. Für eines der sportlichen Ausrufezeichen sorgte Paul Biebl (Garbsener SC). Bevor er sich über die 200m einen Rang hinter Haaker einsortieren musste, stellte er am Samstag bereits auf den 400m seine Klasse unter Beweis. Gegen Louis Quarata (VfL Wolfsburg) setzte sich Biebl hier auf den letzten 100 Metern entscheidend ab und stürmte nach 48,01sek ins Ziel. Die deutliche persönliche Bestleistung bedeutete zugleich die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen Jonas Kirchner, Julius Vollmers und Daniel Boekhoff führte er den Garbsener SC später auch zum Titel über 4x100 Meter. Das Quartett brachte das Staffelholz nach 42,24sek über die Ziellinie. Eine wahre Teamleistung gelang auch der LG Osnabrück: So feierte der Verein über die 800m der Männer einen Dreifacherfolg. In einem lange geschlossenen Feld setzte sich Mika Pikutzki erst auf der Zielgeraden durch und gewann in 1:57,81min vor seinen Trainingspartnern André Rohling und Robin Zernick. Auch die 1.500 Meter der Männer waren hochklassig besetzt. Hier mussten die Osnabrücker allerdings das Nachsehen haben, denn Jonas Kulgemeyer (OTB Osnabrück) erreichte jubelnd als schnellster Läufer den Zielbereich. Die Uhr stoppte für den neuen Landesmeister nach 3:55,60min. In den technischen Wettbewerben der Männer verteidigte Jonas Buchberger (DSC Oldenburg) seinen Hallen-Landesmeistertitel im Weitsprung und flog auf 6,55m. Marius Numrich (SVG Grün-Weiß Bad Gandersheim) gewann den Hammerwurf mit 54,72m, während Casimir Matterne von Hannover 96 seine Position als bester Speerwerfer Niedersachsens untermauerte und mit 69,62m Gold holte. Fotos: F. Postler NLV-StaffelStab August 2026 · 11
Frauen: Flutlicht-Sieg für Prepens und Flugshow von Gantert Den Abschluss eines fast zwölf Stunden langen Wettkampftages bildete am Samstagabend das 100m-Finale der Frauen unter Flutlicht. Talea Prepens (TV Cloppenburg) verteidigte hier in starken 11,66 Sekunden ihren Titel aus dem letzten Jahr und verpasste die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven lediglich um eine Hundertstelsekunde. Über 200 Meter verdiente sich Jule Wachtendorf (Hannover 96) den Meisterwimpel. Nach Rang zwei über die kurze Sprintdistanz blieb sie auf der halben Stadionrunde als einzige Athletin unter den 25 Sekunden und ließ eine Zeit von 24,81sek aufschreiben. Für die spektakulärsten Bilder des ersten Wettkampftages sorgte Hochspringerin Dorothea Gantert (SpVg Laatzen). Im dritten Versuch überquerte sie am Freitagabend die 1,86m und bestätigte damit ihre starke Form. Anschließend ließ sie 1,89m auflegen – die Höhe der EM-Norm für Birmingham. Die Latte wollte jedoch nicht liegen bleiben. Auch am Samstag wurde bis in den Sonnenuntergang um neue Hausrekorde gekämpft: Im Weitsprung der Frauen konnte sich Charlotte Waldkirch vom VfL Eintracht Hannover mit einer neuen Bestweite von 6,11m deutlich durchsetzen. Sie übertraf in gleich drei Versuchen die Sechs-Meter-Marke. Jugend U20: Paula Terhorst zurück auf ihrer Paradestrecke So gut wie noch nie war auch Lukas Meyer von der LG Weserbergland: In der MJ U20 durfte er sich nach seiner persönlicher Bestleistung von 11,36sek über den Landesmeistertitel auf den 100m freuen. Über 200m musste er sich lediglich Simon Quadvlieg (TKJ Sarstedt) geschlagen geben. Die Mittelstrecken der U20 prägte derweil Tom Stephan. Der Nachwuchsläufer vom TV Lilienthal gewann sowohl die 800m in 1:57,88min als auch die 1.500m in 3:57,22min. In beiden Rennen belegte Matthias Apel von der LG Osnabrück Rang zwei. Der Osnabrücker war dafür aber auf den 3.000m nicht zu schlagen. In der weiblichen Jugend U20 fuhr Nicola Bröger einen Zweifachsieg ein. Die Sprinterin von der LG Braunschweig gewann sowohl die 200m – hier benötigte sie 25,13sek – als auch die 400m, wo die Uhr nach 57,02sek stehen blieb. Die erhofften Zeiten unter 25 beziehungsweise 57 Sekunden blieben diesmal jedoch aus. Mit besonderem Interesse wurde der Auftritt von Paula Terhorst (VfL Löningen) verfolgt. Nach ihrer Verletzungspause kehrte sie nach einem 1.500-Meter-Auftakt in Karlsruhe auf ihre Spezialstrecke zurück. Die Uhr blieb bei 2:11,43 Minuten stehen. Die angestrebte WM-Norm von 2:07,50 Minuten konnte sie damit nicht unterbieten: „Obwohl ich wusste, dass ich mein Tempo hier alleine finden werden muss, wollte ich gerne in Lingen starten. Gerade, weil es ganz schön windig war, bin ich mit meinem Rennen und der Zeit erstmal zufrieden“, resümierte die Landesmeisterin später im Zielbereich. Sie war nicht die einzige Athletin aus der Terhorst-Familie, die an diesem Wochenende an den Start ging: Während Schwester Ida – ebenfalls für den VfL Löningen startend – die 400m der weiblichen Jugend U18 deutlich für sich entschied, feierte Lotta als Jüngste im Bunde gleich zwei Titel. Als aktuell drittbeste Hürdensprinterin in der deutschen W14 kam auf den 80m Hürden keine Konkurrentin an ihr vorbei. Im Weitsprung flog die Nachwuchsathletin von der LG Emsland Mitte auf unschlagbare 5,42m. Jugend U18: Normjubel im Hochsprung und Zentimeterentscheidungen Einen besonderen Meilenstein erreichte Julius Brand vom LAC Osnabrück: Auf den 800m der männlichen Jugend U18 setzte er sich gegen starke Konkurrenz durch und durchbrach erstmals die magische Zwei-Minuten-Marke. Eine Zeit von 1:58,17min wurde auf sein Konto verbucht. Während Moritz Jancke als Vertreter von Eintracht Hildesheim hier noch auf Rang zwei verdrängt wurde, sicherte Paul Euskirchen auf den 1.500m und 3.000m die Titel für die Eintracht. Auf den 400m Hürden freute sich Erik Siepmann vom MTV Wittmund trotz eines einsames Rennens an der Spitze über einen neuen Hausrekord von 53,61sek. In der Hochsprungkurve des Lingener Emslandstadions brannte großer Jubel auf, als Newcomer Julian Schill vom VfL Eintracht Hannover im erst fünften Hochsprungwettbewerb seiner Karriere die 1,91m überquerte. Die neue Bestleistung bedeutete nämlich nicht nur Platz eins in Niedersachsen, sondern auch die Norm für die nationalen Titelkämpfe der U18. In der U18 waren so einige Athlet*innen zweifach erfolgreich: So dominierte Leonard Lesniewski vom TS Großburgwedel nicht nur das Kugelstoßen, sondern auch den Diskuswurf. Seine Wurfgeräte flogen Julian Schill (VfL Eintracht Hannover) übersprang 1,91m NLV-StaffelStab August 2026 · 12 Doppelsieger von Lingen: Mittelstrckler Tom Stephan
sönlicher Bestleistung von 4:52,59min sowie die 3.000m in 10:39,74min. Ihren Erfolg konnte sie anschließend gemeinsam mit Schwester Rieke feiern: Sie setzte sich im Kugelstoßen mit 13,08m hauchdünn gegen Josefine Birg durch, die sich mit nur einem Zentimeter weniger geschlagen geben musste. Auch im Dreisprung der U18 entschied ein Zentimeter über Gold und Silber. Jana Blanke vom VfL Löningen zog im vierten Versuch mit 11,47 Metern an Lina Thien (SV Sparta Werlte) vorbei und sicherte sich den Titel. Ein besonderes Wochenende erlebte zudem Hürdensprinterin Tamina Heller. Die Athletin vom TV Langen, die sich nach einer langen Wettkampfpause erst zur Landesmeisterschaft wieder in den Startblock setzte, holte sich in 13,93sek souverän den Sieg. Mit der Zeit bewegt sich Heller in der Deutschen Bestenliste aktuell auf Rang acht. Jugend U16: Die Athlet*innen vom TSV Burgdorf überzeugen Nicht nur zwei, sondern gleich drei Meisterwimpel sicherte sich Mark Otten vom BV Garrel. Mit 14,17m im Kugelstoßen, 40,22m im Diskuswurf und 48,15m im Speerwurf war er der erfolgreichste Werfer seiner Altersklasse. Die Wettbewerbe in der Altersklasse M14 standen ganz im Zeichen des TSV Burgdorf: So gewann Bela Lehmann die 800m in 2:10,26min und führte gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Jonne Peters einen Doppelsieg über die 80 Meter Hürden an. In 11,83sek blieb Lehmann hier erstmals unter zwölf Sekunden. Jonne Peters triumphierte außerdem im Hochsprung mit 1,62m sowie im Weitsprung mit 5,59m. Ebenfalls für Burgdorf erfolgreich war Amaliia Stadnichuk in der W15. Sie wurde im Kugelstoßen und im Diskuswurf ihrer Favoritenrolle gerecht und ließ Weiten von 12,09m und 34,71m in die Ergebnisliste eintragen. Unter den Werferinnen der W14 wiederum konnte Julia Schmidt überzeugen: Die Athletin vom VSV Rössing gewann nicht nur den Diskuswurf, sondern war auch mit dem Hammer in der Hand die beste niedersächsische Athletin. Ihr Wurfgerät flog auf 40,60m. In den Sprungdisziplinen der W15 waren Carla Meyer und Mia Brungart erfolgreich. Während Meyer vom OTB Osnabrück sich im Weitsprung zur Siegerin küren ließ und zusätzlich auf den 100m keine andere Athletin an sich vorbeikommen ließ, kam Brungart von der LG Weserbergland als einzige Hochspringerin über die 1,60m. Auf den 80m Hürden erlebte sie hingeben eine Enttäuschung: Als Vorlaufschnellste unterlief ihr im Finale an der letzten Hürde ein Fehler, der ihr den Sieg kostete. Stattdessen triumphierte Leenke Remmin von der LG Kreis Verden. auf 16,04m und auf 50,05m. Auch Charlotte Kirchner durfte zwei Meisterwimpel mit nach Hause nehmen – allerdings beide im Hammerwurf. Das Talent vom TSV Lelm war nicht nur mit dem drei Kilogramm schweren Hammer, den sie auf eine Weite von 51,13m katapultierte, die Beste im Feld der U18. Auch mit dem vier Kilogramm schweren Wurfgerät, das sie erstmals in die Hand nahm und bis auf 43,10m fliegen ließ, war in der U20 keine Athletin besser als sie. Auf den 100m und auch auf den 200m ging in der weiblichen Konkurrenz der U18 kein Weg an Charlotte Schwabe vom TKJ Sarstedt vorbei: Während auf den 100m noch das Zielfoto zwischen ihr und Anna Wulfert vom VfL Wolfsburg entscheiden musste, war es auf den 200m alles andere als spannend: Schwabe blieb hier als einzige Sprinterin unter der 25-Sekunden-Marke und stürmte unangefochten auf Platz eins ins Ziel. Ebenfalls doppelt erfolgreich war Rieke Wittich vom TSV Bremervörde. Sie gewann die 1.500m in perNLV-StaffelStab August 2026 · 13 Persönliche Bestlesitung über 400 m Hürden: Erik Siepmann Mit 1cm Vorsprung zu Gold: Stine Wittich (TSV Bremervörde) www.nlv-la.de T. 0511/ 33 89 0 33 F. 0511/ 33 89 0 19 info@nlv-la.de Bestellen Sie jetzt über die NLV-Homepage oder in der Geschäftsstelle! Urkunden (mit Leichtathletikmotiv, blanko) 0,20 € Broschüren Grundwissen für Kampfrichter 3,00 € Beurteilung im sportlichen Gehen 3,00 € Anleitung der Wettkampfgeräte-Kontrolle 3,00 € Richtlinien für die Zielbildauswertung 2,00 €
Das Talent der sympathischen Niedersächsin kommt nicht von irgendwo her: Ihre Mutter Anne Terhorst (geb. Bruns) stürmte 1995 auf dem 800m zum Deutschen Meistertitel und nahm im selben Jahr an der Weltmeisterschaft in Göteborg teil. Auch Paulas Schwestern, Ida und Lotta, sind auf den LeichtathletikZug aufgesprungen und dominieren aktuell in der niedersächsischen Leichtathletik der weiblichen Jugend U18 und der W14. Kurz nachdem Paula Terhorst in Karlsruhe über die 1.500m die Norm für die diesjährige U20-Weltmeisterschaft im USamerikanischen Eugene geknackt hat, treffen wir die Athletin des NLV HIGH PERFORMANCE TEAMs und ihre Mutter zu einem gemeinsamen Gespräch. Paula erzählt von den ersten großen Rückschlägen in ihrer Karriere und davon, wie es ist, in einer Leichtathletik-Familie aufzuwachsen. Gratulation zum schnellen Renen in Karlsruhe, Paula! Wie hat es sich angefühlt, wieder auf der Bahn zu stehen und dann auch noch direkt die WMNorm abzuhaken? Dankeschön! Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, wieder zu laufen. Nachdem ich im Winter lange verletzt war, ist es einfach schön, wieder Wettkämpfe bestreiten zu können. Dass es dann im ersten Rennen direkt mit der WM-Norm geklappt hat, hat mich umso mehr gefreut. Wir haben uns nach der Verletzung dazu entschieden, dass ich auf den 1.500m einsteige. Das war etwas ungewohnt, aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Ich habe mich sehr fit gefühlt. Wenn ich jetzt noch weiter trainiere und gesund bleibe, kann es gerne noch ein bisschen schneller werden in dieser Saison. Vor dem Rennen in Karlsruhe musstest du aufgrund der Verletzung eine lange Wettkampfpause einlegen. Hast du das vor dem Start gemerkt? Warst du nervöser als sonst? Wie gehst du mit der Anspannung um? Ja, das habe ich schon gemerkt. Ich habe seit letztem August keine Rennen mehr bestritten und auch generell nicht so viele schnelle, spezifische Tempoläufe machen können. Deshalb war ich sehr gespannt, was das dann wird. Aber es hat sich auf jeden Fall gut angefühlt und man kommt auch schnell wieder rein. Wenn ich nervös werde, dann versuche ich, mich auf mich selbst zu konzentrieren und die Anspannung nicht Überhand gewinnen zu lassen. Ich versuche, kurz zur Ruhe zu kommen. Du warst lange verletzt und musstest die Hallensaison aussetzen. Was genau war da los? War das deine erste schwerere Verletzung? Leider nicht. Ich war auch im letzten Frühling schon verletzt und hatte ein Ödem im Fuß. Dieses Jahr war es dann ein Ödem am Schienbein. Die Verletzung hat sich relativ lange gezogen, sodass ich von Weihnachten bis März gar nicht laufen konnte. Das war – so mitten in der Wintervorbereitung – überhaupt nicht optimal. Ich habe viel alternatives Training auf dem Fahrrad gemacht. Das hat ganz gut geklappt, um die Ausdauereinheiten zu kompensieren. Aber es wäre natürlich schöner gewesen, wenn ich die gesamte Vorbereitung über hätte laufen dürfen. War das eine mental sehr herausfordernde Zeit? Man bekommt ja bestimmt auch mit, dass alle anderen fleißig am trainieren sind… Ja, das war auf jeden Fall keine leichte Zeit. Ich habe kurz vor Weihnachten erfahren, dass ich erstmal nicht laufen darf und dementsprechend waren die Feiertage nicht ganz so schön für mich. Ich bin trotzdem mit ins Trainingslager nach Monte Gordo gefahren. Dort war es schon hart, die anderen trainieren zu sehen, während ich nur das Fahrrad oder den Crosstrainer nutzen durfte. mf. Gemeinsam mit ihrer Mutter Anne Terhorst (geb. Bruns) im Interview: MittelstreckenAss Paula Tehorst hat sich nach einer langwierigen Verletzung zurückgekämpft und möchte es nun zur U20-Weltmeisterschaft nach Eugene schaffen. Auf der Mittelstrecke ist sie aktuell eines der größten Talente, das Niedersachsen zu bieten hat: Seit mehreren Jahren mischt Paula Tehorst vom VfL Löningen die nationale und internationale Konkurrenz ordentlich auf – insbesondere auf den 800m, ihrer Paradestrecke. Hier feierte die Abiturientin, die in diesem Sommer ihren 19. Geburtstag feiert, schon Deutsche Meistertitel in der U16 und in der U18, bevor sie im vergangenen Jahr in Bochum-Wattenscheid hinter Jana Maria Becker Deutsche U20-Vizemeisterin wurde. Im Jahr 2024, als sie bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe in 2:05,43min das bisher schnellste Rennen ihrer Karriere lief, qualifizierte sie sich erstmals für eine internationale Meisterschaft. Bei der U18-Europameisterschaft in Slowenien erreichte sie vor zwei Jahren das Halbfinale, bei der U20Europameisterschaft im finnischen Tampere belegte sie im letzten August Rang zwölf. Interview: Paula Terhorst: „Ich wusste gar nicht, dass Mama mal so erfolgreich war“ NLV-StaffelStab August 2026 · 14
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