multimediaPDF NLV Staffelstab 2/2023

mals noch über 200 Meter. Im darauffolgenden Jahr wiederholte Ruth diesen Erfolg direkt und wurde zudem Vizemeisterin in der Altersklasse der Junior*innen. Im selben Jahr gelang ihr auch ihr erster internationaler Start bei den U20-Europameisterschaften. Hier belegte sie den 4. Platz über 200 Meter und wurde mit der 4x100-Meter-Staffel U20-Europameisterin. Im Folgejahr bestritt Spelmeyer (damals noch ohne Doppelname) immer noch über die 200 Meter ihre erste Deutsche Meisterschaft bei den Erwachsenen. Über die „Unterdistanz“ auf die Stadionrunde Erst 2011 absolvierte sie bei den Norddeutschen Meisterschaften in Celle ihren ersten 400m-Lauf. Dort gelang ihr die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, bei denen sie sich zwei Wochen später auf Anhieb für das Finale qualifizierte. 2012 wurde Spelmeyer Deutsche U23-Vizemeisterin über 400 Meter. Nachdem sie in der Jugend bereits einmal im Nationaltrikot starten durfte, feierte Ruth 2013 direkt ihre Eine Ehrenrunde hat sie allemal verdient! Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß verlässt die Tartanbahn md. Ruth Sophia SpelmeyerPreuß, eines der bekanntesten Gesichter der niedersächsischen Leichtathletik, verabschiedete sich vor einigen Wochen vom Wettkampfgeschehen. Via Instagram gab die 33-jährige ihr Sportkarriereende bekannt. Mit den Worten „Ciao Kakao – Leistungssport“ und „meine Sportgeschichte ist erzählt“ begab sich eine der erfolgreichsten Leichtathletinnen Niedersachsens in den sportlichen Ruhestand. Im Alter von 10 Jahren begann die gebürtige Göttingerin beim DSC Oldenburg mit der Leichtathletik, hörte jedoch rasch wieder auf. Einige Jahre später gab Ruth der Leichtathletik eine zweite Chance, beim VfL Oldenburg wurde dann ihre Sprintfähigkeit entdeckt. Wenig später wurde sie Landesmeisterin über 100m und 300m sowie Norddeutsche Meisterin im 300m-Langsprint. Hiermit war der Grundstein für ihre spätere Leistungssportkarriere gelegt. 2008 gewann sie erstmals einen Deutschen Jugendmeistertitel, daPremiere im Nationaldress über die Stadionrunde bei den Erwachsenen. Bei den Team-Europameisterschaften im englischen Gateshead brachte sie die 4x400m-Staffel souverän auf Rang 6 ins Ziel. Das Nationalteam wurde als Mannschaft Vizeeuropameister. 2014 folgte nach einem dritten Platz in der Halle und einem Vizemeistertitel im Freien über 400 Meter bei den deutschen Meisterschaften der Aktiven, erneut die Team-EM mit dem kleinen Heimspiel in Braunschweig. Im Jahr darauf krönte sich Spelmeyer zur unangefochtenen Deutschen Meisterin – Gold in der Hallen- und Sommersaison. Bei der Universiade 2015 in Gwangju, Südkorea belegte die Psychologiestudentin den vierten Platz, fortan lag ihre persönliche Bestleistung bei 52,04sec. Starker Auftritt in Rio! Die Olympiasaison 2016 begann für Spelmeyer-Preuß mit einem kleinen Dämpfer; aufgrund eines Infekts war ein Start in der Hallensaison und somit die DM-Titelverteidigung nicht möglich. Anfang Juni schaffte sie bei der Sparkassen-Gala in Regensburg mit persönlicher Bestleistung von 51,92sec die Olympianorm. Bei der Deutschen Meisterschaft in Kassel sicherte sich Ruth die Goldmedaille und das Olympia-Ticket. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erreichte sie das 400m-Halbfinale und erzielte ihre bis heute bestehende Bestleistung von 51,43 Sekunden. Dies gelang nach ihr bislang keiner weiteren deutschen Athletin. Als Anerkennung dafür wurde Ruth 2017 als Niedersachsens Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Die Olympischen Spiele gelten wohl als Höhepunkt ihrer Karriere, dennoch gelangen Ruth die meisten internationalen Starts im Jahr 2017. Die Halleneuropameisterschaften in Belgrad mit Platz 6 in der Staffel, der Start bei den IAAF World Relays in Nassau, Bahamas und erneut die Team-Europameisterschaft im NLV-StaffelStab Dezember 2023 · 10 Foto: R. S. Spelmeyer-Preuß

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQwNjM=