BWI-Bauen-Wohnen-Immobilien_Nr. 1_2023

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. rät Sinnvoll heizen und lüften, um Schimmel zu vermeiden Schimmel in Wohnräumen ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern kann auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Oft erkennen wir die zu hohe Feuchtigkeit an diesenOrten erst, wenn es bereits zu spät ist. Ein Hygrometer und konsequentes Lüften kann helfen, das Risiko zu verringern. Stoßlüf ten mit weit geöf fneten Fenstern ist optimal, um die Luf t schnell auszutauschen. Anders sieht es bei der Feuchtigkeit aus, die nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Schlafen entsteht, da in denWandoberflächen, Handtüchern, Matratzen oder Bettdecken noch weiterhin Feuchte gespeichert ist. Hier ist es besser, einmal komplett durchzulüften und anschließend das Fenster zwei bis drei Stunden auf Kipp zu lassen, damit diese „Sorptionsfeuchte“ rausgeht. Luftfeuchte ist nicht gleich Luftfeuchte Umzu erkennen, ob ein Raumzu feucht ist, hilft ein Hygrometer in Kombination mit einem Thermometer. Die optimale Luftfeuchte hängt auch von der Bausubstanz und der Dämmung ab. In einem ungedämmten Altbau sind 25 bis 45 Prozent an relativer Luftfeuchte in Ordnung; bei einem super gedämmten Neubau dürfen es 35 bis 55 Prozent sein. Man muss dabei aber immer die Raumtemperatur mit betrachten, denn kältere Luft kann weniger Feuchte aufnehmen. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften schon nach wenigen Minuten wieder ansteigt, ist das ein Hinweis auf eine hohe Feuchtigkeit in dem betroffenen Raum. Er kann durch gezieltes Heizen und Lüften regelrecht getrocknet werden. Um Energie einzusparen, kannman die Raumtemperaturen absenken. Entscheidend sind aber das ausreichende Lüften und die Kontrolle der Feuchtigkeit in den Räumen. Wählen Sie zudem für jeden Raumdie richtige Temperatur: im Wohnzimmer und in der Küche reichen 18 bis 20 °C; im Bad sollten es 20 bis 22 °C sein, während im Schlafzimmer 18 °C für einen angenehmen Schlaf sorgen. Nachts und tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, können Sie die Temperatur insgesamt senken. Wie stark man die Temperatur absenken kann, hängt davon ab, wie hoch das Feuchteniveau in der Wohnung ist. Je trockener die Wohnung ist, umso niedriger kann die Temperatur sein. Daher sollte man die Luftfeuchte und -temperatur stets zusammen betrachten, am besten mit Hilfe eines Thermo-/Hygrometers, der beide Größen gleichzeitig anzeigt. Wohnungslüf tungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können eine komfortable Alternative sein, um wertvolle Heizenergie zu sparen und Schimmel vorzubeugen. INFORMATIONEN www.verbraucherzentrale- niedersachsen.de www.verbraucherzentrale- energieberatung.de Je trockener die Luft in der Wohnung ist, desto niedriger kann die Temperatur sein. Veranstaltungshinweis: Um Betroffene und Interessierte unabhängig zu informieren, veranstaltet die Verbraucherzentrale Niedersachsen kostenfreie Online-Vorträge zum Thema: Schimmel daheim? Schimmel vermeiden und beseitigen:  24.02.2023, 15:30 bis 17:00 Uhr: Schimmelpilze erkennen, beseitigen und vermeiden, Referent: Dipl.-Biologe Holger Glaus  02.03.2023, 17:00 bis 18:30 Uhr: Achtung Schimmelbefall! Bauschaden oder Nutzerverhalten, Referent: Dipl.-Ing. Florian Lörincz  03.03.2023, 16:00 bis 17:30 Uhr: Schimmel und Wärmedämmung, ein Widerspruch? Referent: Dipl.-Biologe Holger Glaus Foto: freepik.com Februar/März 2023 39

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